Montag, 17. Juli 2017

Plätze der Ahnen...heidnische Heimatkunde

 Ich war mal wieder unterwegs. Zwischen Varel und Wilhelmshaven liegt ein alter Sagenumwobener Ort. Vermutlich gab es hier schon zur heidnischen Zeit eine Kultstätte.
Aus der Überlieferung ist der Name "Heiligtum "erhalten. Das scheint der Platz zu sein, der aus der  vorchristlicher Zeit bis hin zur Gegenwart in Erinnerung geblieben ist.
Auch in den mittelalterlichen Auseinandersetzungen um die Unabgängigkeit der Friesen spielte das Gebiet eine besondere Rolle.

Heute findet man nur noch die Wallanlagen, Uralte Bäume und zwei sehr alte und geschütze Eiben, die auch ich sehr eindrucksvoll fand. Auf dem Areal befindet sich auch ein großer und wunderschöner Kräutergarten....

Das ganze Areal soll etwa 8 Hekta umfassen, welches aber von einer Strasse, sowie einem Sportplatz unterbrochen ist. Der ganze Ort wird von Fußgängern, Radfahrern und Menschen mit Hunden starkt beansprucht. Außer den Wall und den alten Bäumen, sowie Teile der Ruine, deutet leider rein gar nichts mehr auf eine alte Heidnische Kultstätte hin.


 Der Sage nach soll Willehad 781 hier die ersten Heiden getauft haben. Noch um 1850  sah man wohl noch die Reste jenes alten „Meeres“, das „Engelsmeer“, welches den alten Stämmen heilig war .Es soll westlich des Klosterturmes gelegen haben. Dieser Platz galt als heilige Stätte. Ich denke ich konnte sie ausmachen, dort steht heute ein großes Holzkreuz. Dort könnte der heilige See gelegen haben.

Über den Bau der ersten  Kirche gibt es keine weiteren Angaben. Sicher war diese aus Holz erbaut, wie die meisten Kirchen in ihrem Umfeld. Diese Klosterkirche brannte aber schon um 1272 nieder. Mit dem Neubau eines Turmes wurde 1323 begonnen.

Dieser Ort diente lange als Stätte für Volksversammlungen und sals befriedeter Versammlungsplatz für streitende Parteien aber auch als letzte Ruhestätte wählten kleine Häuptlinge der Umgebung gerne den Ort.Von Ruhe ist heute leider nicht mehr viel zu spühren.
Aber als um Mitte des 14 Jh. die Pest den größten Teil der Bevölkerung hinraffte, wurden auch die geistlichen Insassen Opfer dieser Krankheit.Erst um 15Jh. wurde die Kirche als Kloster umgebaut aber schon 1609 wurde es abgerissen und ein Teil der Steine nach Wangerooge verschifft....

Mehr dazu könnt ihr auch bald in meinem Youtube Film sehen, denn ich berichte von diesem Ort.



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