Freitag, 30. September 2016

Naturmagie: Kastanien Schutz Kranz





In der letzten Zeit haben sich die Anfragen von euch gehäuft, warum ich nicht wieder mehr Kreativ-magisches zum selbst machen blogge. Nun, in den früheren Jahren habe ich das immer wieder getan, habe Anleitung gegeben, damit ihr es für euch nacharbeiten könnt. 

Das ist ja auch Sinn der Sache, sonst würde ich es ja nicht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Aber da es einige zum Anlass genommen haben, meine Ideen aufzugreifen, um diese dann zu verkaufen, finde ich es eher ärgerlich und habe lieber das ein oder andere für mich behalten. 
Ihr sollt es für euch selbst nutzen aber meine Ideen dann zu nehmen, um sie zu Geld zu machen, das ist ärgerlich und deswegen habe ich es länger nicht mehr getan. 


Ich möchte aber euren Anfrage gerecht werden und nehme sie mir zu Herzen. Nun habe ich wieder eine Idee gefunden, oder sie mich, die ich euch gerne vorstellen möchte.  

Momentan werden wir von Kastanien auf dem Hof erschlagen und weiß gar nicht, wohin mit ihnen. Jedes Jahr haben wir Körbeweise davon. Und ich habe eine Zeitlang hin und her überlegt, diese Kreativ magisch zu nutzen, wie auch schon unsere Vorfahren. 

Denn um sich vor Rheuma und Gicht zu schützen, soll man ein paar Kastanien bei sich tragen, so meint es der alter Volksglaube.
In alten Zeiten, nahm man sie auch zur Herstellung von Mehl und sogar als Kaffeeersatz. 

Als Vieh- und Wildfutter sind Kastanien wegen ihres Stärkegehaltes beliebt. Zum Waschen benutzen sie heute wieder viele denn auch Seifenlauge kann man aus ihr herstellen. Natürlich kann man Salbe aus ihnen machen u.s.w aber nur äußerlich, da die Kastanie für uns Menschen giftig ist. Für Tiere ist sie ein wichtiges Winterfutter. 

Wenn es kälter wird und ich am Morgen die Deelentüre aufmache, dann höre ich das Getrampel der Hufe auf dem Boden. Es sind die Rehe, die sich unsere Kastanien zu Gemüte führen und die sich erschrecken, wenn ich die Türen öffne….

Der Kastanien Baum verhilft uns auf eine neue Sichtweise auf uns selbst. Er vermittelt eine stille und angenehme Ruhe und entfaltet eine nervenstärkende Ausstrahlung. Es gibt etliche Kastanien Bäume auf unserem Hof, aber der in der Mitte, der ist etwas sehr besonderes, alleine sein Wachstum scheint magisch zu sein. Wer schon einmal bei uns war, der weiß, welchen ich meine, er steht in der Mitte unseres Rondells, vor der Ladentüre. 


Ich habe in der letzten Zeit über die Kastanien nachgedacht und überlegt, was sie für eine Wirkung uns Symbolik haben könnten:
Aus einer stacheligen Oberflache gebiert sie eine Frucht, die glänzend Braun ist, Futter für Tiere ist und die wir (ohne ihren Mantel aus Stacheln) gerne anfassen. Alles in allem, erinnert die Kastanie eigentlich jeden an seine Kindheit. Kastanienketten und Männchen basteln, dabei lachen. Aber vorher musste man sie aus ihrem „Strachel-Mantel „ entfernen…

Die Symbolik in der Naturmagie ist für mich eindeutig:
Sie erinnert uns an eine bestimmte „Unbeschwertheit“ und macht „stachelige „Menschen weich und geschmeidig. Sie ist Wanderin von dem Präsens des Unberührten, zu einer, die wir gerne anfassen und betrachten. Sie ist also ideal zum Gestalten von Schutzkränzen.
Gesagt, getan.


Was du benötigst sind natürlich frische Kastanien, Blumendraht, Moos, Deko und evtl. einen Lackstift. Ich werde es auch mal mit einbrennen versuchen…..

Ich benutze einen Draht und Kleber
frische Kastanien,
Kordeln in Weis, Rot , schwarz (Farben der Nornen),
ein Glöckchen für die Naturgeister und den Wind ,
einen Deko Hexenbesen,
Selbstgesammeltes und getrocknetes Moos
dazu einen Wetterfesten Lack.
Wahlweise noch klarer Sprühlack 
( ich finde es allerdings schöner , wenn der Kranz natürlicher ist)


Dann kommt noch das Amiante dazu: Ruhe, Räuchern und Kerzenlicht, vielleicht noch schöne Musik und los geht’s:

Ich steche in die Frischen Kastanien Löcher und fädele diese auf den Draht auf.
Wobei ich bei jeder der Kastanien folgenden Zauberspruch aufsage:

Kastanie klein,
sorge für Schutz in diesem Heim !
Kastanie braun,
lass schlechtem keinen  Raum!
Kastanie rund,
lass alle Bewohner sein Glücklich und Gesund!
(Minerva)


Dann schaue ich welchen Durchmesser der Kranz haben soll und verbinde die Drähte zu einem Kreis. Danach male ich die Runen oder eigene Schutzsymbole auf die Kastanien und wiederhole jeden meiner Sätze nochmals. Ich knote dann die Bänder an und dann klebe ich das Moos, das auch vom Hof stammt dazwischen. Dann kommt der Besen und die Glöckchen. Aber das ist alles einem selbst überlassen. 


Dann weihe ich den Kranz und halte ihn in den Rauch des Räucherwerks ( vorzugweise getrocknete Kastanienrinde, oder Firchtenharze mit Beifuß) und sage meinen Zauberspruch nochmals drei Mal auf. Zum Schluss ende ich mit „so sei es“.

Jetzt habe ich ein kraftvolles Symbol für meine Haustüre, welches auch noch ziemlich gut aussieht…

Varieren kannst du wahlweise noch mit Beifußsträussen dazwischen oder Wurzeln von Beinwell oder Angelika. Ich packe auch Schwemmhölzer und Strandbeifuß dazwischen oder auch Salbei....
 
PS: Solltest du weder Kastanien, noch Zeit noch Lust haben, so kannst du eine begrenzte Anzahl diese Kränze auch bei mir Online erwerben. Ich verkaufe sie im Hofladen, wie auch im Online Shop!

Dienstag, 27. September 2016

Handfasting Wochenende!




 War das ein Wochenende....

Am Freitagabend reisten meine Hexenschwestern aus dem Ruhrgebiet an, aus Hagen, Herne und Holzwickede, unter anderem waren sie Trauzeuginnen und Gäste der Hexenhochzeit, die am Samstagnachmittag stattfinden sollte und dessen Zeremonie ich durchführte.
Schön meine Hexenschwestern wieder zu sehen, ganz abseits der Zauberfrauen Treffen. Wir sind schon etliche Jahre gemeinsam auf dem Weg und auch durch die Gruppe der Zauberfrauen verbunden.

Zusammen wurde am Samstagvormittag die Hochzeit vorbereitet, Kränze gebunden und der Besen geschmückt. Vor dem Hofladen im warmen Schein der Sonne....

 Dabei gab es viel zu erzählen, zu lachen und zu sinnieren....und auch ein wenig Blut floss dabei, denn der Weissdorn stach zu....

Als am Nachmittag alle Hochzeitsgäste nach und nach auf dem Hof angekommen waren, schlossen wir hinter ihnen das große Tor, denn nichts sollte diese Zeremonie unter der alten Linde stören. 

Etwa 25 Gäste versammelten sich im Kreis unter der Linde auf dem Hof und es wurde eine sehr schöne Hochzeit, mit ein paar Tränen aber auch vielen Lachern. 

Die Trauzeugen bringen das Paar zur Priesterin, also in diesem Falle zu mir an den Altar....

Segnung des Paares durch die Elemente, die Ahnen und die Götter...

Mein Mann machte unzählige Fotos, einige davon könnt ihr auf der Facebook Seite vom Hexenhof bewundern und etwas später dann auch auf dem Blog vom Hof.

Das Wetter war wohl dem Paar sehr gewogen, nur der Wind fand es toll, sich ab und an bemerkbar zu machen.


Alles in allem war es perfekt und viele der Teilnehmer sehr ergriffen von der Zeremonie. Ein solcher Bund ist immer sehr persönlich. Der Treue Eid immer etwas sehr besonderes.


Weihnung und bindung der Handfasting Kordel. Aber auch die Ringe wurden vorher geweiht und getauscht.

So leisteten diese beiden ihren Eid vor den Anwesenden, den Elementen und den Göttern. Tauschten die Ringe und sprangen noch zu guter Letzt über den Besen.

Später traf man sich in dem gemieteten Ferien Domizil zum gemeinsamen Grillabend.
Eine jede Hochzeit ist  komplett anders. Im letzten Jahr, die Doppelhochzeit zweier Paare in unsere Scheune, bei Regen und Wind, dann das Paar, welches direkt am Meer geheiratet hat, eine tolle Erfahrung. Und nun eines unter der Linde. Die nächste Hochzeit wird hier im Dezember stattfinden, wieder recht klein und wieder direkt am Wasser, wenn die Wettergötter es so wollen!
Mein Mann und ich verabschiedeten und relativ früh am Samstag Abend von der Hochzeitsgesellschaft. Ich war echt platt und wusste, ich hatte Sonntag noch einen wichtigen Tag vor mir. Denn als am Morgen meine lieben Schwestern zum Brunchbei der Braut und ihrem Mann, aufbrachen und sich verabschiedeten, bereitete ich sogleich alles für meine neuen Schülerinnen vor.



Ja, ich bilde wieder aus, begleite wieder, nach fünf Jahren Pause. Es sind Frauen von hier, da wir uns einmal im Monat für einen Tag auf dem Hof treffen. Dennoch kommt eine davon aus Sankt Peter Ording, und fährt fast drei Stunden zu mir! Aber auch aus dem Bremischen und Wilhelmshaven habe ich Schüler/innen. 



Zu diesem Mabon Wochenende eine Hochzeit als Priesterin zu leiten und wieder Schülerinnen zu haben, ist etwas , wofür ich sehr dankbar bin. Das die Götter immer wieder meiner Berufung dadurch einen Sinn geben, dafür kann ich nie genug dankbar sein. Natürlich ist es schön, im Hofladen meine selbstgemachten Sachen zu verkaufen, aber die Zeremonien, die Jahreskreisfeste, das Lehren, die Seminrare , Vorträge  und die Frauengruppen der Zauberfrauen, ist das, was mich als Hexe ausmachen. Das verkaufen und das "lehren" und "helfen" waren immer schon Punkte, die paralell ihren Weg liefen.



Im Namen der alten Götter ein liebendes Paar zu vereinigen oder im Kreis zu sitzen und anderen zu erzählen, sie zu unterrichten, die wissbegierig Fragen stellen, die wirklich lernen wollen, das ist eine so ausfüllende Tätigkeit. Oder wenn ich mit Menschen schamanisch arbeite, wie die Frau, die letzte Woche zu einer Krafttierreise zu mir kam. Und danach ganz verzaubert war….



Momentan ist noch viel Arbeit hier, ich muss Bestellungen aufarbeiten und Ware herstellen, damit die Regale nicht leer sind. Bestellungen tätigen, denn die Herbstferien sind nicht mehr weit. Dann…ganz langsam…Ende Oktober, zu Samhain, dann kann ich , passend zum Thema, auch in die Stille gehen, denn dann wird es auch hier stille werden….
Das Ehepaar aber blieb ein paar Tage an der Nordseeküste in unsrem schönen Butjadingen, bevor es wieder am Montag zurück ins Ruhrgebiet fuhr....so kann man Hochzeitsreise und Hochzeit verbinden...