Montag, 29. August 2016

Treffen der Hexenschwestern - und ein Indianer...


Ein Teil der Hexengruppe ( die anderen möchten anonym bleiben)

Wie schnell doch etwas vergeht, was man fast ein Jahr vorbereitet hatte….
jetzt sitz ich hier und brauche sicherlich noch ein paar Tage, um all das zu verarbeiten, was an diesem Wochenende geschehen ist….
Ich muss zugeben, ich hatte ein wenig Bauchgrummeln, so ein großes Treffen zu organisieren und vor allem mit so vielen Frauen, jede für sich ein absolutes Einzelstück, manche unerfahren, manche mit sehr hohen Erwartungen oder gar Vorurteilen, was dies Treffen anging. So viele unterschiedliche Energien geeint durch den alten Weg, die Kraft unsere Ahninnen und Ahnen, den alten Glauben….aber ich habe gelernt, Vertrauen zu haben und es wurde so sehr belohnt!
 
Gemeinsames Abendessen unter dem Zeltdach
Ich hatte auf die Weisung meiner Spirits gehört, Stormy und seine Frau Heide für einen Workshop einzuladen, weil ich das Gefühl hatte, das dies genau das richtige für das erste große  Zauberfrauen treffen zu sein schien. Etwas, was für viele der Frauen einfach neu war, was verbinden kann…

Verunsicherung machte sich aber vorher breit, da die ein oder andere Frau nicht ganz einverstanden und skeptisch war, aber es zeigte sich, es war genau die richtige Entscheidung gewesen. Aber von Anfang an:
 
Abendessen unter dem Sternenhimmel der Göttin.

Bis weit in den Freitagabend hinein, reisten die Frauen aus allen Teilen der Republik zum Hexenhof an. Bauten ihre Zelte auf oder räumten erst einmal ihre Taschen aus. Dann wurde nach und nach gegessen und banales geschwatzt. Als endlich alle da waren, wurde die Vorstellungsrunde eröffnet. Name-Alter-Beruf-und wie sie zu den Zauberfrauen gekommen waren. Das dauerte und es gab Grund für so manchen Lacher. Es wurde somit spät.


Danach verabschiedeten sich alle in die Nacht.
Am frühen Samstagmorgen, um 8 Uhr in der Frühe, trafen wir uns zum Frühstück unter dem großen Zelt wieder. Das „Programm“ des Tages wurde kurz besprochen, um uns danach am Feuerplatz zu treffen. Mitgebrachte Steine inklusive.

So saßen wir dann gegen 9.30 im Kreis zusammen, jede erzählte etwas zu dem Stein, den sie mitgebracht hatte und warum. Dann wurden die Teilnehmerinnen von mir gereinigt, willkommen geheißen und gesegnet mit dem heiligen Blut der Mutter Erde. 

Schwersternbund, Göttinnenkraft. Töchter der Göttin!

Jede sollte sich danach einen Stein aussuchen, den sie mit einem positiven Schlagwort beschriftete, wie „Kraft-Glück-Freude-Frieden….u.s.w“ und kaum waren wir fertig, war auch schon Stormy und Heidi da. Dazu muss ich sagen, dass ich natürlich die Arbeit von Heidi und Stormy kenne und auch schon mal bei ihnen war. Es sind herzensgute, kompetente Menschen. Wir begrüßten uns alle herzlich, aber die Frauen waren noch zögerlich, zurückhaltend. 
Worskhop mit Nativ Stormy und seiner Frau Heidi
Den Platz, an dem wir gerade noch zusammengearbeitet hatten, suchte auch der Indianer sich für seinen Workshop aus. So setzten wir uns im Kreis zusammen, manch eine auf einem Stuhl, die andere auf den Boden. Dann hörten wir ihnen zu. Stormy erzählte, seine Frau übersetzte, mit so viel Herzenswärme, dass alle diese beiden Menschen sofort ins Herz schlossen und aufmerksam zuhören. 

Eine ganze Weile später trommelten wir zusammen und wuchsen damit zu einer kraftvollen Gemeinschaft zusammen. Ich beschloss diese wundervolle Energie für mich zu nehmen, um sie später in meinem Ritual zu nutzen. 


Dann gab es eine meditative Reise durch das Indianische Medizinrad und ich genoss diese schöne harmonische Energie der Gruppe, die ich da das erste Mal als Einheit war nahm. Stormy erklärte, wie wichtig es ist, still zu werden, in uns still zu werden und leer. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Die Balance zu halten, das Gleichgewicht herzustellen zwischen den Elementen.
Danach wurde es persönlicher, Stormy schaute der ein oder anderen in die Augen und in die Seele und es kullerten später sogar Tränen. Als er gegen 14.30 Uhr endete, war auch die letzte Frau ganz angetan und überzeugt, dass es genau die richtige Entscheidung war, ihn und seine Frau einzuladen. Meinen Spirits sei Dank!
 
ein Teil der Hexen Gruppe ( die anderen möchten anonym bleiben)
Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander, jede wurde nochmals umarmt und erhielt ihre ganz persönliche Herzensbotschaft. Immer wieder gerne! 

Als dann gegen 15 Uh , das Essen auf dem Tisch stand, wurde viel erzählt und eine jede war so erfüllt von dieser Liebe und Wärme und den Botschaften….toll! 

Jetzt gab es eine Gemeinsamkeit der beiden Gruppen, genauso war es gedacht von mir und gewünscht!
Es gab eine kleine Mittagspause, die aber nicht allzu lang werden zu lassen und auch diese tolle Energie aufrecht zu erhalten, beschloss ich dann gegen 16 Uhr das Spiralritual anzufangen. Bei dem ich als Leitung (beim wahrsten Sinne des Wortes) fungierte. Klar, war ja auch mein von mir kreiertes Ritual!
Ritualbesprechung
Eine jede bereitetet sich vor, zog ihre Ritualkleidung an und während ich die Spirale aus Mehl legte, brachten die anderen Frauen die Steine, Trommel und das Räucherwerk.
In der Mitte der Spirale stehend erklärte ich den Sinn des Ganzen und die Vorgehensweise. Bereitete die Frauen vor, denn Symbole sind ganz wichtige Faktoren. Der Kessel, der weitergegeben wird, die Spirale, die Steine…all das. 


Achtsamkeit hat große Wichtigkeit dabei, denn eine jede ist beim Spiralritual gefragt, ihre Schwester zu unterstützen. Keine steht einfach nur dabei und trommelt. Eine jede musste etwas geben, durfte aber auch nehmen.


Es muss genau geachtet werden, dass sich alle Teilnehmerinnen erst gegen den Sonnenlauf bewegen, wenn eine Schwester hineingeht, stehenbleiben, wenn sie steht, um sich dann mit dem Sonnenlauf um die Spirale zu drehen, wenn die Schwester hinausgeht. Sie wird damit von allen außerhalb energetisch unterschützt und gleichzeitig beschützt. Das ist gar nicht so einfach, denn eine jede muss dazu außerdem noch trommeln oder rasseln und Chanten. Also den  „Zauberspruch“  singen. So entsteht eine große Energie, eine Verwirbelung, eine Spirale nach Oben…


Dieses Ritual ist mit den vielen Jahren meiner Arbeit, immer mehr gewachsen und so ganz allmählich aus mir heraus entstanden, nicht abgeschaut, sondern aus der Selbst Erfahrung und der langjährigen Arbeit.

Und dieses Mal hat es sich unfassbar angefühlt!
Wenn ich sonst mit so vielen Menschen arbeite und die Ritualleitung habe, so kann ich wenig zu lassen, muss mich schützen. Kenne ja auch die fremden Energien nicht. Dieses Mal aber kannte ich schon die Energien der anderen Frauen, konnte mich verbinden. 


Erst aber wurden die beschrifteten Steine in der Spirale verteilt, so konnte eine jede schon mal die Spirale ein wenig kennenlernen. Danach ging es dann los, der Kessel wurde weitergereicht und die erste Frau wanderte durch die Spirale…..

als ich gefühlt das zwanzigste Mal stehen blieb, um den Lauf der Frauen zu ändern, spürte ich den Übergang, den Übergang der Energien. Das Tor.  Fühlte, das ich eigentlich nicht mehr konnte, weder Körperlich, noch Atemtechnisch. Ich übertrat in diesem Moment meine eigene Schwelle, wurde angeschoben von der Frau hinter mit und gezogen von der Frau vor mir, getragen von den Wirbeln der Spirale und den Kräften der Geister. Ich atmete anders, sang lauter, schlug die Trommel fester und tanzte weiter um die Spirale herum. 

Nahm nur noch diesen Kreis der Frauen war, sie wirbelten und alles wurde zu Einem!
Dazu muss ich sagen, dass ich mich seit langer Zeit nicht mehr so verausgabt habe und seit langem nicht mehr dieses Trance Erlebnis hatte, wie dort. Als die gefühlte vierzigste Frau, die letzte, wieder am Ende der Spirale angekommen war, nahm ich ihr den Kessel ab, tanzte durch die Spirale und öffnete alles mit einem gesungenen Zauberspruch und schloss sogleich alles ab. 

Das lässt sich nicht in Worte fassen, man muss teilhaben, Teil dieser Magie sein, um zu wissen was da passiert ist. Ich wollte alles geben und habe alles gegeben. Und wurde belohnt mit strahlenden Frauen Gesichtern.


Eine jede hat es gefühlt, war eingebunden, fasziniert, fast schon schwindelig vor Energie, „aufgeputscht“. So dass ich schnellstmöglich, als alle sich auf den Boden hatten fallen lassen, eine Erdmeditation mit ihnen machen musste. Ich fühlte wie wichtig das in diesem Moment war, denn einige schienen wirklich noch „zu fliegen“

….danach war es still….alle waren erst einmal still…in ihnen war es still…wunderbar!

Pause,
 zu sich selbst kommend, verbachten wir die Zeit bis zum Abendessen. Manche in der Meditation, machen noch mit Trommeln, manche im Spazieren gehen, oder einfach im leisen reden. 
Schutzsuchend wärend des Gewitters in der Nacht
Erst zum späten Abendessen waren alle wieder am Tisch versammelt, immer noch beeindruckt vom Tag, ganz ausgefüllt mit Eindrücken und neuen Erkenntnissen. 
 
Feuergeister am Abend
Viele von uns sahen gleichzeitig die Frau, die mal hier stand und mal dort, von rechts nach links wanderte und an uns Gefallen gefunden hatte. Eine Frau, die es nicht gab, nicht in dieser Welt….aber wir sahen sie und fühlten sie…


Nach dem Essen gab es noch ein Treffen am Lagerfeuer, Trommeln und reichlich lachen. Lockere Atmosphäre, ein wenig Gesang. Aber gegen 11 Uhr waren alle unendlich müde.
So zogen die einen sich in ihre Zelte zurück, die anderen in das Ahninnenhaus und unsere Gästezimmer…
und Ruhe ward auf dem Hof! 

In der Nacht gab es ein heftiges Gewitter, viele empfanden es als reinigend, als eine Würdigung des Spiralrituals. Und am Morgen trafen wir uns alle ausgeruht und wohlbehalten am Frühstückstisch zurück. Die Sonne schien wieder. 

Dort wurde über die Frau philosophiert, die am Abend viele gesehen hatten und überhaupt noch mal über die Gewitternacht geredet. Später trafen wir uns an der Spirale zum Abschluss Ritual wieder. Eine jede erzählte über ihre Erfahrungen des Wochenendes, der Rede Stab ging von Hand zu Hand. Die Gruppe war eine Einheit. Keine zwei Gruppen mehr, es gab in diesem Moment nur noch eine Zauberfrauen Schwesternschaft! 


Auch Stormy betonte das, das kleine, wie auch große Gruppen so wichtig sind für die Mutter Erde. Menschen die aktiv miteinander spirituelle Rituale begehen, bewirken so viel! Und genauso war es auch! Wir trugen die Ritualsteine aus der Spirale wieder hinaus, legten sie an den Rand, so entstand ein neuer Kraftpunkt in unserem Garten. Ganz von selbst.
 
Nachbesrpechung und Abschluss Ritual
Als dann alle noch im Hofladen geschoppt hatten, verabschiedete man sich langsam voneinander und als die letzten aufbrachen, brach es auch dann aus den Wolken heraus.
Ein Gewitter zog vorbei. 

Eine jede nahm für sich etwas mit. Ich dieses Mal auch, denn ich habe eine neue Ebene erreicht, eine Initiation ist geschehen, ohne dass ich es herbeigeführt hätte. Aber nach der Spirale war es mir sofort ganz klar. 
 
 Kraftsteine der Teilnehmerinnen

Ich bin über etwas hinweg gewandert, habe eine neue Tür geöffnet. Meine Sichtweise wurde erweitert. Und trotz Körperlicher und stimmlicher Verausgabung habe ich nicht die geringsten Halsschmerzen oder gar Körperliche Beschwerden und ich bin ja wahrlich kein Sportlicher Typ und keine Sängerin!



Noch heute bin ich selbst ganz beseelt von diesem Wochenende. Von dem was wir alle zusammen auf den Weg gebracht haben.
Magie in seiner Ursprünglichsten und kraftvollsten Art und Weise. So etwas kann halt nur in einer Gruppe entstehen und so eine Erfahrung ist etwas Heiliges und ich bin dafür sehr, sehr Dankbar! Denn ich habe gegeben und bin beschenkt worden….

Donnerstag, 25. August 2016

Vorbereitungen zum großen Hexentreffen...



Das Wetter ist herrlich und bleibt es bis Montag, laut Vorhersage. Momentan bin ich " voll in Action" , wie meine Tochter sich ausdrücken würde, denn das große Hexentreffen auf dem Hof steht bevor. Schließlich sind wir der Hexenhof, und was wären wir ohne die vielen Zauberfrauen?!!

Ich freue mich riesig auf morgen und das kommende Wochenende voller tanz, trommeln, am Feuer sitzen, Rituale zelebrieren und natürlich auf Stormy und seiner Frau, die uns mit auf eine Spirituelle Reise in das Medizinrad der Indianer mitnehmen. 

Sie wohnen quasie "Nebenan" ,da war es selbstverständlich, ihn als Referenten zu erst zu fragen. Vieleicht wird es ja  im nächsten Jahr dann Cambra oder Emilia...oder..oder ..wer weis das schon....

Aber jetzt sollte ich eigentlich voll im Stress stehen, aber es hält sich tatsächlich in Grenzen, obwohl der Hexenladen auch bei gutem Wetter gut besucht ist und ich immer wieder etwas zu tun habe. Gestern hatte ich nicht einmal Zeit mich in die Sonne zu setzten, dafür haben wir dann den Abend genossen....

Mit den Zauberfrauen werde ich auch etwas ganz Besonderes feiern, sie sollen die ersten sein, die die frohe Botschaft erfahren werden. Ich habe den Geistern und Göttern sehr sehr viel zu verdanken, denn nach all dem Ärger in diesem Jahr, scheint der Rest des Jahres gesegnet zu werden. Mehr aber dazu in Ruhe in der nächsten Woche, wenn ich mehr Zeit habe und auch mehr dazu sagen kann.

Wie gesagt, das Treffen scheint von vielen Seiten einfach nur  gesegnet zu sein, denn was gibt es schöneres als laue Abendstunden am Feuer zu verbringen und auf dem Hof mit den vielen Frauen unsere Rituale zu vollziehen??!!


Aber jetzt muss ich los, die Lichterkette im Zelt anbringen, es mit Tischen und Bänken bestücken und einige Lichtquellen auf dem Gelände anbringen. Damit auch die Anreisenden am morgigen Abend ihren Weg wieder zu uns finden werden.....

Ich freue mich auf 25 kraftvolle Hexenweiber, lachen, Kreis Tanz , trommeln, Gebete an die Götter, mit den Geistern tanzen und viel Magie....

Sonntag, 21. August 2016

Ein Handftasting am Meer

Nach über 15 Jahren und fast 20 Heidnischen Hochzeits Zeremonien, die ich als Priesterin leitete, habe ich gestern mein erstes Hochzeitsritual direkt an der Nordsee abhalten dürfen.
Es war eine kleine Zeremonie, nur mit dem Brautpaar und dessen Tochter. Aber gerade diese Hochzeit ist somit ist eine sehr persönliche und eine sehr intime Zeremonie geworden.
Ein wenig Bedenken hatte ich, als ich am Morgen aus der Deelentüre schaute, war das Wetter doch ziemlich trüb. Die ganze Nacht über hatte es geregnet, obwohl es am Tag vorher wunderschön war. Zu Not hätten wir im Garten, entweder unter der alten Linde oder im Zelt das Ritual abhalten können. Aber das Paar wünschte sich die direkte Nähe zum Meer und dessen Wünschen wollte ich ja so gut es geht entsprechen. Aber die Götter waren uns wohl gesonnen!
Wie ihr schon sehen könnt, wurde es doch noch recht schön, warm und sogar sonnig, am Nachmittag. So das wir, zu dem von mir ausgewählten Platz, in den Salzwiesen fahren konnten.
Am Hoirzont zogen zwar schon wieder dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt bis weit in den Abend hinein. 
Gesegnete Zeit!
Unsere Salzwiesen erinnerten das Paar, (wie auch mich immer wieder), an die Küsten in Irland oder Schottland, so das der Sandstrand überhaupt nicht vermisst wurde. So waren wir fast alleine und die wenigen Spaziergänger liesen uns in Ruhe, niemand blieb stehen, niemand beachtete uns. Was alleine durch unsere Kleidung schon fast an ein kleines Wunder grenzte, aber zeigte, wie gut meine Spirits arbeiteten. 
Geschützte Zeit!
So sassen wir sogar trocken auf dem Boden der Salzwiese, direkt neben uns die Nordsee, (die sogar mal da war ) und in der weiten Landschaft hinter uns lag der Deich. Hier zwischen Land und Wasser, schlossen diese beiden Menschen dann ihren Liebesbund, erhielten den Segen ihrer Ahnen, der Geister und der Elementaren. Dazu noch den Segen der Götter und des alten Weges.
Heilige Zeit!
Sie tauschten die Ringe, bekundeten ihre Liebe und ihren Schwur, füreinander da zu sein, vor mir, der Priesterin und den Spirits, Ahnen und Göttern und ich segnete und knotete ihr Band der Liebe um ihre Hände. Später dann traten sie zum Meer, um den Meerkräften zu huldigen, ihnen das Handfasting Brot zu übergeben und Blüten ins Wasser zu geben. 
Odin und Freya waren mit ihnen!
Stille war das Meer um uns, nur die Möven hörten wir. ich sagte, das sich das Meer bei ihnen bedanken wird, wenn sie das Brot und die Blumen hineingeben. Und das tat es dann auch. Kaum war das Brot im Wasser, einige Blumen verstreut, da schlugen heftige Wellen ans Land. Die Meergeister hatten geantwortet. 
Ich muss zugeben, das ich selbst darüber ein wenig erstaunt war.

Und später dann im Auto meine die Kleine zu mir:

" Minerva, du bist eine richtige Hexe, denn du kannst wirklich Zaubern! " 
Ich : " Nun ich bin aber nicht Bibi Blocksberg oder Harry Potter, so eine Hexe bin ich nicht" 
Die Kleine: " Weis ich doch, aber du hast mit dem Meer gesprochen und es hat geantwortet!"
 ....tja...da hat sie wohl Recht.... 
und Njörd hatte mich gehört und auch seinen Segen dazu gegeben!


Samstag, 13. August 2016

August Zwischentöne...

Die letzten drei Wochen, (oder waren es vier? )waren erfüllt von ganz vielen Menschen auf dem Hof. Ich habe tolle Resonanzen erhalten und viele Kräuterhexenbeutel mit den Kindern gewerkelt. Habe unendlich viel erzählt und aufgeklärt, gelacht und manchmal auch mit dem Kopf geschüttelt. 


Wahnsinn, was manchmal im Laden los war. Manchmal musste ich durchatmen und überlegen, wo ich zuerst helfen kann, wem ich zu erst eine Frage beantworte und entschied mich immer für die Kinder! 



 Ich habe so positives Feedback erhalten, gerade von Menschen, die nun schon das zweite oder dritte mal bei mir waren, meine Ware lobten, meine Arbeiten oder auch meine Fotos bei Facebook. 
Habe mich mit manchem auch auseinander setzten müssen, aber durchschnittlich fast jeder begegnete mir mit freundlicher Offenheit. Naja, die meisten jedenfalls. 

Klar gab es wieder mal Menschen , die erwarten eine Frau mit Hexenhut und Besen und langem Hexenkleid, die durch eine Nebelwolke die knarrende Hoftüre öffnet. Oder welche,die ihren Kindern schon vor dem Besuch Angst machten. 
Aber zum Glück nur ganz wenige davon. Und bei den meisten war es dann tatsächlich Unwissenheit und keine böswillige Absicht, die dahinter steckte.



Und die guten Spirits waren auch meiner Tochter wohlgesonnen, mit nur einer Bewerbung traf sie ins Schwarze und erhielt eine Lehrstelle, die sie sich gewünscht hatte und die ihr und ihrem Musikalischem Talent total entspricht. Das erste was sie dabei  durfte: Ab nach Wacken! Dort musste sie sich beweisen, kam stinkend und schlammig, aber super glücklich zurück!
Ich hoffe das es die nächsten drei Jahre auch weiter so läuft. Das nenne ich Glück! 
Ganz langsam nimmt nun auch wieder das Seminarhaus Form an, das Laminat und die Fliesen sind verlegt, die Küche fast fertig. 
Die Nässe ist getrocknet und die Wände erneuert. 
Denn es wird Zeit, ende August findet hier das große Hexenhof Hexen Treffen statt. Ich erwarte etwa 25 Frauen und freue mich riesig auf mein Highlight es Jahres. Denn wir haben uns einen besonderen Programmpunkt dazu ausgesucht. 
Mehr dazu dann im Zauberfrauen Blog.

Des Weiteren leite ich in der nächsten Woche ein Handfasting am Meer. Wenn´s Wetter hält. Ansonsten geht es in die Deele oder unter das große Zelt…ein weiteres folgt dann im September und eines dann im Dezember. 

Auch sonst bin ich voller Energie, arbeite und gestalte viel für den Hexenladen. Ich bin zuversichtlich das es bald auch an unseren Außenanlagen weitergeht, meine Hoffnung zur Gestaltung des Kräuterzaubergartens, der behinderten gerecht sein soll, habe ich noch nicht aufgegeben, werde ich auch nicht.

Auch weiß ich, dass es sich nun nur noch um eine begrenzte Zeit handelt, in der unsere jüngste Tochter bei uns wohnen wird.  
Sie kann sich mit ihrem Gehalt tatsächlich eine kleine Wohnung leisten und will natürlich ganz schnell auf eigenen Beinen stehn. Wer kann es ihr verdenken. Ich kenne das nur zu gut. Es ist wichtig unabhängig zu sein. Und wenn ich mich damit abgefunden habe, dass die obere Etage dann nicht mehr bewohnt sein wird, so liegt die nächste Idee für diesen Bereich klar vor mir….




(Der nächste Umbau ist also schon geplant.)
Naja, so gibt es immer ganz viel zu tun. Aber bei all dem, haben wir nun gestern unsere Urlaubszeiten 2017 geplant und uns für das nächste Jahr dann doch tatsächlich ein bisschen Frei eingetragen. Ein Luxus! WOW!

Aber jetzt geht es erst einmal in den Saison Endspurt und in die Vorbereitungen zum großen Whitch Camp auf dem Hof.

Montag, 1. August 2016

August, der Monat der Kräuter….


Anfang August begehen wir das Schnitter Fest oder auch Brotfest genannt. Nun wird das Korn geerntet und zu Brot verarbeitet. Traditionell war dieses Fest der Göttin Ceres aber auch der Germanischen Freya oder auch Siff geweiht. Im keltischen war es an dem Sonnengott Lugh orientiert, welcher mit dem Germanischen Loki verglichen werden kann. 
 
Dieser Monat ist der Germanischen Göttin Freya gewidmet. Sie ist eine Göttin aus dem Geschlecht derWarnen und sie verkörpert den Schoß der Mutter Erde.
Sie wacht über Liebe und Sinnlichkeit, über die Fruchtbarkeit und die Zyklen der Frau, wie auch über die Gezeiten denn sie ist auch Hüterin der heiligen Gewässer. Sie hat die Macht über Leben und Tod, denn sie fährt mit ihrem Streitwagen über die Schlachtfelder und wählt die Gefallenen aus. 
Freya ist eine freie Frau die sich alle Rechte nimmt und ihr Leben selbst bestimmt.  Sie rechtfertigt sich nicht und ihre Freude und Lust ist ihr Maßstab. Sie ist die Beschützerin aller freien und selbstbewussten Frauen. Der August ist der Monat der Frauenkräuter! Denn mit ihnen konnte man Fruchtbarkeit herbeiführen, verhüten oder eine Geburt begleiten , um die Schmerzen zu mildern. Desweiteren das Haus und seine Bewohner schützen und vieles mehr. Das alles lag in der Hand der Frau.
Anbauen, sammeln und ernten von Kräutern war schon seit der Steinzeit in Frauenhand. Und auch heute noch ist das bei vielen Naturvölkern so. Ein paar historische Aufzeichnungen enthalten noch Spuren davon, wie das geltende Recht im Mittelalter, das alle Erträge des Gartens und der Vorratskammern erhielt die Witwe, wenn der Mann verstarb. Auch in der deutschen Sprache hat sich der Garten bis heute erhalten:  Hildegart oder in Irmgart, beispielsweise. Das sind sehr alte Namen, germanischen Ursprungs. Also diejenigen Frauen , die "den Garten bestellen..."

Die Sonne steht nun heiß am Himmel und in keinem anderen Monat sind unsere Kräuter und Pflanzen so heilkräftig. Das wussten unsere Ahninnen, so dass dieser Monat den Göttinnen , wie Ceres, Demeter oder Freya geweiht wurde. In einem alten Klosterkalender aus dem 15. Jh. Ist zu lesen:
 
„Um Mariä Himmelfahrt sollen die Kräuter und Wurzeln für die Apotheke gesammelt werden…“
Wenn wir denken, dass es sich bei der christlichen Kräuterweihe, um ein ur-altes christliches Fest handelt, dann ist das (mal wieder) falsch. Denn vermutlich liegen hier die Wurzeln wieder bei den Germanischen Stämmen, denn die Kräuterweihe, die hierzulande so eng mit diesem christlichen Feiertag verbunden ist, kommt nur so im deutschsprachigen Raum vor. 

 Der Missionar Bonifatius versuchte beispielsweise dieses Ritual der Kräuterweihe zu verbieten, er war Gegner der geweihten Bündel. Aber als sich das Verbot nicht durchsetzen konnte, wurde es christlich umgewandelt. So trat Maria an die Stelle der Naturgottheiten, wie Astarte, Isis, Demeter oder eben Freya.
Am diesen heiligen -heidnischen Tagen vor Maria Himmelfahrt durchstreiften unsere Vorfahren die Wälder, Wiesen und Felder und sammelten Körbeweise Heilkräuter. 
Nach alter Überlieferung müssen alle Pflänzlein vor Sonnenaufgang, ohne Messer und mit der linken Hand „ unbeschrien“ gesammelt werden. Also in aller Stille.
Viel wurde auch am Donnerstag vor diesem hohen Feiertag gesammelt, am Tag des Donner Gottes, da es sich um Wetterpflanzen handelte, diese dienten häufig zur Abwehr von Unwettern. Einige waren auch bekannte Verhütungs- und Abtreibungsmittel.
Diese Kräuter wurden dann in einem heiligen Ritual geweiht und gesegnet, dies übernahm später dann die Kirche.
Wusstet ihr das die Stadt „Würz-burg“ ihren Namen davon bekam? Und da vermutlich die Leute von nah und fern dort ihre Pflanzen sammelten und weihten, erhielt so die Stadt ihren Namen. Eben die Stadt der Kräuter: Naheliegend erscheint eine direkte Ableitung über das althochdeutsche Wort wurz (= Kraut, Gewürz). Joseph Schnetz zum Beispiel gibt als Bedeutung von wirziburg „Stadt auf dem kräuterreichen Platz“ an. (Wikipedia)
 

Ursprünglich kamen in den Kräuterbuschen ausschließlich Wildpflanzen. Aber mit der Christianisierung kamen die Gartenpflanzen dazu. Je nach Region waren in diesen heidnischen Kräuterbuschen:
Eisenkraut, Dost, Frauenmantel, Wiesenknopf, Johanniskraut, Kamille, Kornblume, Labkraut, Königskerze, Rainfarn, Weidenröschen, Wegwarte, Schafgabe, Rohrkolben, Enzian, Quendel, Odermennig, Blutweiderich, Baldrian und Alant.
Mit der Christianisierung kamen folgende dazu:
Dill, Eberraute, Liebstöckel, Salbei, Weinraute, Wermut und die wichtigsten Getreidesorten. Manchmal auch Zwiebeln und Knoblauch. 
Der Hauptbuschen kam auf den Dachboden um das Haus vor Gewitter, Feuer und Hagel zu schützen. Die anderen Buschen wurden im Haus verteilt. Eheleute bekamen einen Teil ins Kissen genäht für Kindersegen und sogar den Verstorbenen gab man so einen geweihten Buschen mit in den Sarg. Aus den Teilen, der verschiedenen „beschrieenen „ ( besprochenen/ verzauberten)  Buschen stellte Frau im Laufe des Jahres die unterschiedlichsten  Heilmittel her. 
 
Bei Bau eines Hauses, wurde einer unter die Türschwelle gelegt und ein weiterer in den Dachfirst gehangen. Vielleicht kommt daher auch der heutige Brauch mit dem Richtkranz?!
Alles an Kräutern, was in der Zeit den sogenannten Frauendreißigern (etwa vom 15.08 bis 08. September), gesammelt wird, hat eine enorme Kraft. Damit man auf die Zahl dreißig kam, verlängerte man noch bis zum 13. September, die Kräutersammelzeit. 
 
Dies aber erst in der Christlichen Zeit.
Wichtig war auch bei all dem „Nehmen“ das „Geben“ also den Pflanzengeistern ein Opfer darzubringen. Wir segnen beispielsweise unsere geernteten Kräuter und nutzen dieses Ritual zur Wirkungsverstärkung. Unsere Vorfahren schöpften dazu Wasser aus geheiligten Quellen. Ich nutze das Wasser der hiesigen Wodans Quelle. Man kann sie durch die Elemente weihen, in dem man sie in die einzelnen Himmelrichtungen hält und sie um ihre Heilkraft bittet. Viel Spaß in diesem Monat beim Kräutersammeln wünsche ich euch!
 
 
(Quellen: Wolf Dieter Storl, Rudi Beiser, Marlis Bader)