Dienstag, 24. Mai 2016

Zauberfrauen Zwei im Mai

Zauberfrauen Mai Treffen…
Ja ich weiß, viele von Euch warten ganz gespannt auf einen ausführlichen Blog Eintrag zu den Zauberfrauen Treffen im Mai. Da ich aber momentan viel zu tun habe, viele Aufträge zu erledigen und viele Artikel für den Laden nacharbeiten muss, beschränke ich mich bei meinem Blog Eintrag hier auf das Nötigste und aussage kräftige Fotos. 
Mehr dann zu einer anderen Zeit im Zauberfrauen Blog.Die Gruppe zwei traf sich am letzten Wochenende zur gemeinsamen Arbeit. Das vorrangige Thema waren Frühlingskräuter. Bestimmung, Magie und die arbeit mit Kräutern. Die liebe Frauke erklärte sich bereit den anderen Frauen zu zeigen, wie man eine Kristall und Kräuter Essenz herstellt und alle waren begeistert.

Auf unserem Ritual platz wurde beschrieben, wie so eine Essenz ensteht und was eine jede damit erreichen kann. Danach sollte jede einen Platz im Hofgarten für ihr Wasser und sich finden...
 Dann ging es rund um den Hof zum Kräuter sammeln. Die Gruppe brachte einiges mit, so das wir uns rege ans Bestimmen der Pflanzen machen konnten.
Geschichte, Mystik, Magische Rituale und Heilwirkungen wurden zusammen getragen. Und es wurde unter anderem Salbe und Kräuter Kränze gebunden...
 Ich zeigte den Mädels noch, wie man Kräutersalbe ganz einfach herstellen kann....
Vegetarischer Nudelsalat mit frischen Kräutern und eine Blätterteigpastete mit Käse und Brokkoli, gab es passend zum Thema Kräuter und passend zum wirklich schön warmen Wetter....

 Buchtipps und Empfehlungen wurden auch besprochen...

 Die Kränze wurden für unseren Vollmondtanz am Meer gebunden.
Später gaben wir sie als Opfergabe in die Nordsee....

 Wir hatten alle viel Spaß dabei, wir man sehen kann...


Salben Herstellung....

Unsere Kräuterkränze neben den  Pflanzen , eine Spende von einer der Teilnehmerinnen. 
DANKE nochmals dafür! Das hat mich unglaublch gefreut!

 Auf dem Weg zum Vollmondritual am Meer...


 Schnell noch ein oder zwei Fotos geschossen....

Alles stand im Zeichen von Wildkräutern und Gartenkräutern...



 Die wilden Weiber zusammen auf dem Weg zum Meeresstrand.....


 Was tut Frau nicht alles für ein schönes Foto??!



Vorbereitung in der Dämmerung am Meer....

 Direkt am Wasser, die Flut kam gerade recht um uns beim tanzen zu beobachten....



Am späten Abend waren wir erst von der Küste wieder auf dem Hof. Dort gab es noch ein Feuer mit trommeln und Gesang. Es war eine ganz zauberhafte Vollmondnacht....
 Über 12 Stunden waren wir auf den Beinen und draussen in der Natur...wundervoll!


Am Morgen konnten wir draußen Frühstücken und alles nochmals Revue passieren lassen, bevor wir unsere Essenzen abfüllten und unsere Abschluss Ritual hielten.


Die Kräuteressenzen wurden fertig gestellt...

Abschluss Ritual




Freitag, 13. Mai 2016

Übers Land gefahren...

Meine Freie Zeit, am frühen Abend verbringe ich momentan damit, die Region besser kennen zu lernen. Bio Hofläden zu finden und mir dieses wundervolle Land vom Motorrad anzuschauen....
Kaum 15 Minuten von unsere Küste entfernt, ändert sich das Land und auch seine Energie.
Die Wieschwiesen gehen langsam in die Dunklen Tiefen der alten Moore über. Alte Höfe, Moorkaaten und verfallene Häuser wechseln sich mit viel Weite und altem Baumbestand ab. Manchmal, zwischen Bäumen gelegen, erkennt man ein Reid gedecktes Dach, kann man kleine Schätze erkennen.

Die Straßen sind fast Schnur gerade, aber von der moorigen Substanz, doch sehr holperig. Aber das macht nichts, denn nur durch " Langsamkeit" kann man die unterschiedlichen Düfte von Rabs, Rhododendron , Flieder, Obstblüten oder dem sumpfigen Gerüchen des Moores erfassen, die mir in die Nase steigen...

Kleine Ortschaften wie Morgenland, Sibirien, Kötermoor, Rönnelmoor, Kreuzmoor, lassen erkennen, wo wir uns befinden; Irgendwo im Nirgendwo, zwischen Brake, Nordenham und Ovelgönne. Zwischen der vom Moorwasser dunklen, stillen Jade und der, den Gezeiten umspülten schiffbaren Weser. Hinter uns liegt die Nordsee und die Nordseebäder Tossens, Fedderwadersiel und Burhave.


Wie Inseln scheinen die Häuschen und verwunschenen Gärten am Wegesrand und weit draußen im Moor. Das Leben dort war wahrlich Jahrhunderte lang nicht einfach.

Den ersten den Tod, den zweiten die Not, den dritten das Brot. „ War ein bekannter Spruch der Moorbewohner. Über die Geschichte und Geschichten der Moore, habe ich schon einmal vor Jahren berichtet. ( Blogeintrag: Oh wie schaurig schön ist es übers Moor zu gehen)

Bei uns am Meer sind die Menschen recht offen, weitsichtig, trieben schon früh Handel und kamen mit vielen „ Fremden“ in Berührung. Hier war ein reges kommen und gehen.

Bei den Moorbewohnern war es eher das Gegenteil. Manch ein Familien Drama wird sich in den abgelegenen Kaaten und Höfen abgespielt haben und noch heute wirkt diese schwarze Erde sehr Geheimnisvoll und Mystisch auf mich, verschwiegen und dunkel. 

Was für uns mit dem Motorrad vielleicht 30 bis 40 Minuten Fahrt darstellt, war für die Menschen im Moor ,mit Kahn oder Karren, eine ganze Tagesreise, wenn sie überhaupt die Möglichkeit der Fortbewegung hatten oder sich leisten konnten.

Überall finden wir heute versteckte kleine Hofläden und Ateliers, mitten im Nirgendwo. Eines hat eine Töpferrei, die ich unbedingt besuchen muss, wenn ich mehr Zeit habe. Bioland Produkte finden wir hier viel und Urige Rindfiecher mit Zottelfell und langen Gehörn. Sogar einem Storch sind wir begegnet, der sich aber nicht fotografieren lassen wollte. Eine Käserei habe ich gefunden. Hof Butenland ist auch im Internet vertreten. Lecker, Bio und sehr informativ!

Dieser Energetische Gegensatz zur Küste, wo wir wohnen, ist schon enorm und fasziniert mich total. Wir hier benötigen nicht mal fünf Minuten zum Meer und schon braust diese unmittelbare wilde und Elementare Kraft auf uns ein, es trägt und reinigt, beschwingt und kräftigt. Das Moor aber behält Geheimnisse für sich, ist dunkel und düster, birgt uralte Heiligkeit und das Wissen darum. Die dunkle Mutter ist dort zu Hause.

Wenn wir die langen und ziemlich dünn besiedelten Landschaften befahren, dann kann man ab und an einen Weg sehen, der von der Landstrasse abgeht, manchmal befestigt, manchmal nicht.

Ab und an erahnt man ein Haus, einen Hof dahinter, in weiter Ferne. Wer aussteigen will, seine Ruhe haben möchte, der ist da genau richtig! Ich persönlich weiß nicht, ob ich es gruselig finden soll oder mich der Gedanke an die langen Winter in so einer einsamen Moorkaate erschreckt. 

Bei uns ist es ja schon still, aber dort? Bei uns geistert ja schon so manch einer über den Hof…aber da??! Auch die Menschen scheinen verschlossener, skeptischer zu sein. Ab und an kann man jemanden am Wegesrand sehen, im Garten oder den kleinen Gehöften. Man sagt, sie seien freundlich aber zurückhaltender gegenüber Fremden.

Und jedes Mal , wenn wir am frühen Abend unsere Moorrunde mit dem Motorrad fahren, entdecken wir neues. 
Schöne Höfe, versteckte Läden und eine zauberhafte Landschaft, zwischen Jade und Weser, die mich unsagbar inspiriert….

Sonntag, 1. Mai 2016

Beltaine Ritual


Was soll ich sagen, es ist Sonntagnachmittag, ich sitze draußen bei einer Tasse Kaffee am Laptop im Sonnenschein!  Alleine das das Wetter gestern einfach großartig war, ist schon wie ein Segen für uns. Die Götter hatten mein Bitten erhört, denn meine größte Sorge galt dem Wetter. Dabei sagte noch eine Freundin: Mach dir keine Gedanken, du hast doch immer Glück bei deinen Ritualen…naja…stimmt eigentlich, aber dennoch....

So trafen gestern Nachmittag alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen nach und nach ein. Mehr oder wenig Pünktlich zum Programm Auftakt. Aber da ich sowieso immer ein sehr Autodidaktischer Mensch bin und mich ganz auf die Gruppendynamik verlasse, brachte mich das nur ganz kurz ein wenig aus dem Konzept. Das wir etwa eine Stunde später als geplant begannen. Aber was sind schon Planungen ?! Schall und Rauch...oder?!


Zum gemeinsamen kennen lernen blieb dann nicht sehr viel Zeit, wurde der Maibaum doch erst einmal umgesetzt. Und ein jeder mit der Aufgabe betraut, seine persönlichen Maienbänder zu beschriften, mit dem was wachsen und werden soll, bis Samhain. 

Sowas dauert natürlich, da jedes der Bänder gute 10 Meter maß. Aber dabei kam man sich schon etwas näher und spaßte drauf los, vor allem, weil der ein oder andere sich dabei schon einmal verknotete…
Dann wurden die Bänder am Kranz befestigt und dieses dann noch mit Blumen geschmückt. Wir scherzten schon dabei, wussten ja auch alle, dass der Maibaum den Phallus des Waldgottes darstellt, der sich in der gestrigen Nacht mit der jungen Göttin vereinigte. 

Dieser Akt wird symbolisch durch den Stoß des Astes in den Kranz, also die Vagina der Göttin, nachgespielt und die Verdingung mit den Bändern gefestigt. 

Dabei spielten aber auch die eigenen Vorstellungen vom" Wachsen lassen " eine wichtige und sehr persönliche Rolle.

Es bewies sich als recht schwierig, Trommel und Band gleichermaßen zu betätigen und sich dabei nicht unweigerlich zu verheddern. Bei dem Gedanken, das ein Opfer für immer an den Baum gekettet sein sollte, lachten alle und es gab den einen oder anderen, der ein wenig "befreit" werden musste. 

Ich entschied mich dafür, ohne meine Trommel herum zu gehen. Ich denke, dass alle dabei eine Menge Spaß hatten und ab und an mussten wir innehalten, um nachzubessern, bis nach gefühlten 100 Runden, um den Maien alle Bänder verwoben waren.


Unfassbar wie schnell die Zeit verflog, es war schon früher Abend als alle im Seminarhaus am Tisch saßen, um einen Happen zu essen.  Und jetzt wurde auch geredet und sich vorgestellt, erzählt und ausgetauscht. 









In der Dämmerung saßen wir dann alle um das Feuer, wie wunderbar, sogar direkt auf dem Holz . und als  ich den Kreis schloss und die Spirits, die Ahnen und die Götter einlud an unserem Fest teilzuhaben und uns zu segnen, da schnatterten mir die Gänse dazwischen, die ich auch später am Abend als Begleiter erhielt für diese helle Zeit.

Wir trommelten und segneten uns selbst mit dem Blute der Göttin, dies in Form von Oker Pulver, mit dem wir uns ihr Zeichen auf die Stirn malten und ein Teil ins Feuer gaben. Was wir in den Stunden zu vor auf dem Weg gebracht hatten, sollte mit dieser Geste abgeschlossen werden. 

Dann erhielt noch jeder der Teilnehmer/innen sein Krafttier, welches ihn nun bis in die dunkle Zeit hinein begleiten wird. Danach wurde der Kreis aufgehoben und wir trommelten und tanzten bis das Feuer soweit herunter gebrannt war, um uns mit den 3 Fach Sprung, mit dreierlei Wünschen an unsere Geister von der Nacht zu verabschieden….


Und nein, es sind alle gut über das Feuer gesprungen ohne sich zu verletzten….