Dienstag, 29. März 2016

In Memory...Roger Cicero...


Bild von 2012 Blogeintrag " alles Roger oder was?"...
Ich sitze hier und bin fassungslos. Als meine große Tochter es mir über Whats Ap mitteilte, wollte und konnte ich es nicht glauben: Roger Cicero ist tot! 

Unfassbar für mich, für uns, für die Musikwelt!!... Ich habe seine Lieber gerne gehört, war zwar kein intensiver Fan, aber einige seiner Texte gingen mir direkt ins Herz. Und natürlich haben wir seine CDs. Meine jüngste Tochter hat er auf besondere Weise geprägt, sie wollte, genau wie ich, eher an eine falsch Meldung glauben...

Leider war es das nicht.

Ich kann mich daran erinnern, wie er meine Tochter damals beeindruckt hat, er war mit daran beteiligt, dass sie heute so Musik begeistert ist. Sie schleppte mich damals mit, weil wir eine Ehrenkarte vom Management bekamen und ich war sehr beeindruckt, von der Herzlichkeit dieses Mannes. Ein sehr bodenständiger und nahbarer Künstler. 

( Siehe Mein Blogeintrag von 2012 " Alles Roger, oder was?")

Sie durfte mit ihrer Freundin in die erste Reihe, während ich mir die Show vom Sitzplatz aus ansah. 
Es war das allererste Konzert für meine Tochter damals. Seine Texte mal witzig, mal nachdenklich. Auch bei "Sing meinen Song", war der Symphytische Entertainer für Überraschungen gut. Ich mochte ihn und seine Art. 


Es war seltsam, war ich kein Fan, aber als ich  las, das er kürzer treten sollte, auch wegen Burn Out und  die Herzmuskelentzündung, da hatte ich dazu ein sehr seltsames und sehr ungutes Gefühl. Komisch ...wenn ich jetzt darüber nachdenke.


Ein wirklich guter und vorallem "echter" Künstler der alten Schule, der nur 45 Jahre wurde. Es zeigt mir selbst, wie kurz das Leben sein kann. Im nächsten Moment kann es schon vorbei sein. 

Wir sollten immer gut auf uns achten und das Leben genießen, mit jeden Atemzug ...


Ein grandioser Musiker und Künster geht,
was bleibt ist seine Musik  und seine Stimme...

By by Roger.....ich liebe deinen Song "in diesem Moment" ....


Donnerstag, 24. März 2016

Heute vor drei Jahren....



Heute vor drei Jahren verabschiedeten wir uns von Dortmund. Nun ja, mein Mann fuhr nochmal zurück nach Berghofen, um unsere Haus an die neuen Mieter zu übergeben und um vorher den Umzug zu organisieren. 



Zurück in Butjadingen blieben meine Tochter und ich.
Für 10 Tage mit dem Nötigsten und 10 Katzen, die ein wenig traumatisiert waren. In den drei Jahren ist viel passiert, einiges Schlechte, wie der Tod meines Katers Kimmis und der Krankenhausaufenthalt und die Rhea meines Mannes. 

Was etwa 6 Wochen alleine auf dem Hof bedeutete, aber diesmal wenigstens mit Auto. Das Seminarhaus aber wurde nicht fertig und und…wir haben vieles hinter uns, in diesen drei Jahren…
Blick in den heutigen Hexenladen 

Fast hätten wir damals aufgeben müssen und da kam die rettende Arbeitsstelle für Chris, eine Arbeit, die ihm nach wie vor Spaß macht und wie für ihn gemacht ist! 
Heute kaum zu glauben: Das Seminarhaus wird das einmal!

Was hatten wir Existenzängste, auch diese wieder zu verlieren. So etwas kannten wir vorher in diesem Ausmaß nicht. Einfach ist es auch heute nicht, aber leichter, mit jedem Jahr wurde es besser. Die Winter sind lang und der Verdienst wenig, aber der Online Shop fing uns auf, auch heute noch.


Momentan läuft noch dieser etwas seltsame Gerichtsprozess von der „Schamanin“ die uns, und zusätzlich noch 12 andere Leute  mit ihrem Rechtsanwalt abmahnte. Wieder so eine Herausforderung, ruhig zu handeln und sich auf das Weltliche, wie auch auf die Götter zu verlassen.

Noch immer bin ich darüber fassungslos, haben wir ihr doch nichts getan, wie kann ein Mensch nur so Geldgierig und böse sein??! 


Ich weiß das ich mit meinem Hexen Leben polarisiere, weil es natürlich nicht einfach ist, wenn jemand wie wir, unseren Lebenstraum immer weiter verfolgen, während man selbst auf der Stelle tritt und nicht weiter kommt oder sich nicht traut weiter zu gehen. Oder mit seinem Lebenstraum gescheitert ist. 

Und das wir jetzt hier sind, und es funktioniert, ist schon für einige ein Dorn im Auge. Aber das ist nicht mein Problem, das ist das Problem von diesen Menschen.

Aber gut….ich will dem keine Energien senden, sondern, wie es besser ist,  nach vorne blicken, auf das kommende, dritte magische Jahr, hier an der Nordsee.

Ich bin überzeugt davon, dass diese Jahr, wenn die Reste des letzten verarbeitet sind, ruhiger wird und es so einige Überraschungen geben wird. Nicht umsonst ist die Zahl drei der Göttinnen Gesegnete Zahl! Auch das dritte Jahr damals im Hexenladen, war für uns auch der Durchbruch.

Ich erinnere mich an die erste Nacht hier im Haus. Im Wohnzimmer auf Matratzen, alle Katzen um uns herum und das Licht der Vollmondin schien durch die Fenster. Meine Tocher und Sohn oben im Zimmer….eine komische Aufbruch Stimmung und nicht wissend, was so auf uns zukommen wird.

Dann fuhren Sohn und Mann wieder zurück nach NRW und wir blieben für 8 Tage alleine auf dem Hof zurück. Nur mit dem Nötigsten. 

Aber mein Bett, das hatte ich wenigstens und zwei Lampen, die ich mir noch kurz gekauft hatte, um wenigstens ein wenig Licht zu haben. Unheimlich war es aber nicht einmal und so habe ich mich auch die 6 Wochen ohne meinen Mann nicht einen Tag hier gefürchtet, im Gegenteil.

Und wenn ich zurück sehe, dann sehe ich auf das, was wir bisher alles geleistet und geschafft haben. Wir haben mit dem Hexenladen und dann mit dem Hof so viel verwirklicht, trotz Dreier Kleiner Kinder und vielen Hürden. 

Hier stehen wir heute, auf einem Magischen Hof, der mit jedem Jahr mehr zu unserem wird. Innen wie außen! Unser Avalon!

Ich lebe so, wie ich es mir immer erträumt habe:

 BUNT –FRECH und FREI!

Wie sagte eine der Zauberfrauen: „Ihr habt schon so viel geleistet, wie mancher in seinem ganzen Leben nicht..“  

****DANKE! ****

Und…es geht weiter!

Auf ein magisches und zauberhaftes drittes Jahr auf und mit dem Hexenhof!

Samstag, 19. März 2016

Renovierte Hexenküche vor Ostara...


Ich benötige um zu arbeiten eine Umgebung die meine Kreativität und Vorstellungen entspricht...so habe ich mich in der ruhigen Zeit dran gemacht, meine private Küche so zu gestalten, wie ich sie mir in etwa vorstelle. Voller Kräuter und Pflanzen Magie. 

Geld für eine neue Küche oder den Umbau, das habe ich nicht, momentan nicht mal für einen neuen Bodenbelag. Aber ich bin ein Mensch, der immer versucht, das bestmögliche aus einer Situation zu machen. Ich benötige ein Umfeld, das mir Kraft gibt und das mich wiederspiegelt. Das ist jetzt ein wenig mehr "meine" Küche ….

Vor ein paar Wochen hatte ich mir die erste Märzwoche, nach den Zauberfrauen schon dick im Kalender markiert; hier keine Termine, hier werde ich meine Küche streichen!

Und natürlich kamen in dieser Woche Termine rein und absagen kam nicht in frage!Und da ich mit jedem Euro rechnen muss, war natürlich der Termin für das erste  Kräuter Seminar in diesem Jahr mit 15 Personen, enorm wichtig!

Somit hat es ein eben ein bisschen länger gedauert aber gut Ding will halt Weile haben und ich bin kein ungeduldiger Mensch. Dennoch bin ich froh, pünktlich zu Ostara fertig geworden zu sein. Das passt mit den neuen Energien, die sich entfalten sollen, doch sehr gut zusammen.

Nun leuchten die Wände  in einem Lindgrün und die Decke in einem warmen Vanille Ton beides haben wir vor Ort ganz spontan gemischt. Dann schnitt ich von der Künstlerin Silke Leffler die sogenannten „Kräuterfrauen „ aus um diese mit Dekopage auf die Wände zu kleben.

Ich hatte mir damals eine ganze Menge von diesen Postern gekauft und bin froh, dass sie den Umzug heil überstanden haben. So kommen sie nun zu ehren. Spontan kam ich auf die Idee, die Kräutlein mit Ranken zu verbinden. 

Gesagt-getan…Und auch die Küchenschränke wurden verziert.

Meine grüne Kräuter-Küchen -Göttin hatte ich am letzten Wochenende mit meinen Zauberfrauen hergestellt und bemalt. Passend zu meiner Göttinnen Ecke in der Küche...

Eigentlich war mir das gar nicht bewusst, bis ich sie ansah und bemerkte, dass sie nach Grün nur so schrie…also habe ich sie innerhalb von wenigen Minuten gestaltet. Jetzt bin ganz zufrieden mit meinem Werk.

In unserer  Deele stehen noch einige massive schöne Holzstühle, die werde ich im Sommer aufarbeiten und streichen, sie sollen auch gemalte Ranken erhalten oder Kräuter. Mal sehen, wann dafür dann Zeit ist. Im Sommer draussen, das kann ich mir gut vorstellen.

Wie gut, das mein Mann da an der Quelle sitzt, sehr oft, wenn ein Haus neu eingerichtet wird, darf er sich die " ausrangierten" Möbel mitnehmen. So habe ich nun schon einiges kostenlos ergattern können.

Auch die Bank (übrigens auch ein Geschenk) benötigt noch neue Sitzkissen, die farblich passen. So habe ich aber mit ganz wenig Geld das bestmögliche aus der alten Küche gemacht.
Wie gut, dass diese Küche weis ist, auch sie habe ich beklebt. 

Fehlen noch die Fensterrahmen innen, die sind blau und die werde ich auch noch umstreichen. Und einen neuen Bodenbelag, wenn ich mal wieder ein wenig Geld dafür übrig habe.

Aber vorerst bin ich ganz zufrieden, mit dem was so daraus geworden ist. …eine Kräuterhexenküche! 

Euch ein gesegnetes Ostara Fest!

Dienstag, 15. März 2016

Wundervolles Zauberfrauen Wochenende..

Momentan fliegt die Zeit und auch die nächste Gruppe der Frauen ist schon wieder zu Hause.

Die wundervollen Polarlichter hatten sich an diesem Wochenende getroffen, um der Göttin in uns zu huldigen. Und was lag da näher, als eine zu bauen.  Gesagt, getan! 
So verbrachten wir den ganzen Tag in der Zauberwerkstatt um unsere Göttinnen herzustellen und in den Pausen noch Eier für Ostara zu bemalen. 

Nach dem Mittagessen gab es und ein Trommel-ritual um den Frühling zu begrüßen. Wir riefen die Göttin zu uns und genossen den wundervollen Sonnenschein...


Danach ging es ganz fleißig im Atelier weiter…
Bei Räucherwerk und prasselnden Feuer im Kamin, war es auch zu gemütlich im Atelier und alle schwärmten von den wundervollen Licht in der Zauberwerkstatt beim Untergang der Sonne. 
Denn sie tauchte alles in ein magisches Ambiente, denn ihr Licht fiel durch unsere bunten Fenster hinein....Es gibt Momente, in diesem Kreis aus Frauen, die sind unbezahlbar! 


Die Dunkelheit kam und mit ihr dann auch das lang ersehnte Trommeln am Feuer. Endlich wieder draußen am Feuer sitzen!

So saßen wir im Kreis auf unsere Ritualfläche und trommelten in die Elemente hinein und schickten diese entstandenen Energien, heilend zu Mutter Erde. Zum Wasser, zum Feuer und zur Luft. 
Wir intonierten und erschufen unseren eigenen magischen Klang -Rhythmus

Es war eine starke Energetische Kraft und für die ein oder andere auch eine neue Erfahrung auf dem Weg miteinander. 

Und natürlich gab es wieder Spirit für die Spirits! Das Feuer dankte es uns mit seiner Wärme und Kraft...

Um uns auf die Nacht vorzubereiten wurde noch schamanisch in das Land der Frauen gereist, wobei ich "meine" Frauen hinein führte. Da ich in den Keltischen Schamanismus ausgebildet wurde, ist mir diese Reise sehr nahe und eine jede machte dabei so ihre ganz eigenen Erfahrungen. 
Am frühen Sonntag morgen, nach dem gemeinsamen Frühstück, arbeiteten wir weiter an den Göttinnen. In der Trocknungs-zeit durfte das Shoppen in meinem Hexenladen natürlich nicht fehlen, um danach nochmals im Atelier zusammen Mittag zu essen, bevor wir uns voneinander verabschiedeten.

Wieder einmal verging die Zeit wie im Fluge und schon ist das Thema des nächsten Treffens verplant und für den Sommer abgemacht…Sommerkräuter  und Meer Ritual…



Donnerstag, 10. März 2016

Magische Frühlings Gefühle...



An so einem Vor Frühlings-Tag gehe ich um den Hof, atme tief die Seeluft ein und höre nur die Vögel, die ihre Lieder singen. Und denke:  Ja, das ist Glück! Und eine sehr tiefe Zufriedenheit macht sich breit in mir…..

Ich träume davon, Menschen hier in unserem entstehenden Zaubergarten einen Rückzugsort zu bieten , einen Meditativen Ort der Kraft und Inspiration.
Und wir sind auf dem Besten Wege. Denn diese, mein, unser Avalon, wird eine bunte Insel, ein Beseelter Flecken Erde, ein Kraftplatz. Nein, ist es schon!

Hier gibt es nur „ ich kann“ aber nicht „ich muss“….

Wenn ich über das 5000 qm große Grundstück zu meiner Linde wandere, dann erreicht die Schönheit der Natur mein Herz und erfüllt meine Seele und mein ganzes SEIN…ich bin erfüllt mit einer tiefen Geborgenheit und dem Reichtum der Liebe und Zufriedenheit und dem Wissen um die Göttin….

Immer wieder lasse ich mich davon be-geistern, finden Geister also einen Zugang sich in den Dingen auszudrücken. Im Gesang, im Klang meiner Trommel oder eben in den Mustern meiner Objekte. 


Manchmal erhalte ich Eingebungen, denen ich fast unverzüglich folge, wie das bemalen der alten Pfeiler oder das Aufstellen der großen zusammengebundenen Äste vor dem Hof.

Ich be-seele, be-reichere, be-singe oder be-spreche Gegenstände in dem ich ihr Da-sein Ehre und ihnen einen Spirit gebe. Ich ahme nicht nach, ich arbeite aus mir selbst heraus, höre auf die Stimmen in der Natur. Dadurch werden sie für mich zu Lebendigen Wesen, zu Wächtern meines Reiches…


Für mich ist das Leben mit der Natur und in ihr, die reinste und ältestes Form des Hexe seins, der Naturreligion, denn ich ehre die Natur , in dem ich direkt in ihr und mit ihr etwas erschaffe, bereichere und aufmerksam mache. Daraus ziehe ich meine Kraft.


Die letzten Tage haben Chris und ich lange und ausgiebig mit Gartenarbeit verbracht. Jede freie Minute uns durch den Dschungel an Knöterich und sonst welche Schlingpflanzen gekämpft.


Denn was wir geldlich nicht stemmen können, das machen wir mit eigenem Fleiß und Körperkraft. Und ich muss sagen; wir haben viel geleistet in den letzten Tagen!

Und es hat Spaß gemacht, trotz der Anstrengung. Es war wie eine Reinigungskur, im außen wie in meinem Inneren.


Zwischendurch habe ich mich über den ersten Bärlauch im Garten gefreut und auch sofort verspeist und mich mit einem wohligen Gefühl auch einfach nur in die Sonne gesetzt, um von dem fertigen Kräuter Garten zu träumen....



Eine harte, ungewohnte körperliche Arbeit. Und von dem folgenden Muskelkater will ich gar nicht reden. Aber ein wenig Ruhe und Beinwell Salbe, haben alles halb so schlimm werden lassen.


Und es war so erfrischend mal wieder etwas zu schaffen, beiseite zu räumen, um neues entstehen zu lassen….schön wenn man so mit den Zyklen arbeiten kann. Somit ensteht auch in mir etwas Neues, ein Gedanke webt sich zu einer Idee und wird zu einer Tat....



Nun aber kommen die nächste Gruppe Zauberfrauen auf die ich mich sehr freue...

Donnerstag, 3. März 2016

Vor drei Jahren: Eine kleine Rückschau

Dank Facebook kann man nichts mehr vergessen, wird dran erinnert, was im letzten Jahr gepostet wurde, im vorletzten, vor drei Jahren…
Aber auch ohne Facebook wüsste ich das natürlich. Denn am 1. März vor genau drei Jahren schlossen wir den Hexenladen nach 10 Jahren. Ein Jubiläum und Abschied gleichermaßen. Aber es war ja eher ein Neuanfang und kein Abschied für immer. 

Und tatsächlich begleiten mich alle der früheren Clanfrauen auch heute noch und es sind welche hinzugekommen, die früher „nur“ Kundinnen waren. Auch sonst haben mich Menschen bis heute besucht, die ich aus meinem Hexenladen kannte. Und manche, die fast vergessen waren, sind wiedergekommen, haben einen Neuanfang gesucht und gefunden, wie zwei meiner ehemaligen Schülerinnen beispielsweise. 

Die Zeit bleibt nicht stehen und so steht das junge Paar von damals, heute  als Eltern und verheiratet vor mir und die Bürokauffrau, die so unglücklich im Hexenladen stand, arbeitet heute auf einem Gnadenhof und lebt mit einer Frau sehr glücklich zusammen….

Einige sind ihrer Bestimmung und ihrem Herzen gefolgt, vielleicht auch ein bisschen durch mich und die Gespräche mit mir ,die im Laden gerne geführt wurden. Immer habe ich versucht die Menschen zu motivieren, ihrem eigenen Herzweg zu folgen und das kann manchmal schmerzlich sein. 

In den zehn Jahren habe ich so viel erlebt, gesehen und gelernt. Über Menschen, aber auch über Esoterik, Spiritualität und Schamanismus. Bin so vielen Menschen begegnet, die ich bis heute nicht vergessen habe. Es war immer eine Balance zwischen Lachen und Weinen, zwischen Kopfschütteln und Berufung. Und immer nah am Menschen, ganz nahe! 

Und wenn ich das hier so schreibe, freue ich mich wieder auf den Sommer, denn ich vermisse den Verkauf nahe am Menschen total. Überhaupt diese ungeheure Vielfalt an Menschen und deren Geschichten. Das hat mich immer Fasziniert; die Geschichte hinter jedem Einzelnen von Euch.

Meine Erinnerungen sind voller guter und intensiver Momente. Oder Skurieler, wie die Frau eines Fußballprofis aus Italien, die etwa einmal im halben Jahr in den Laden kam und so eine Art Bodyguard dabei hatte. Sie konnte kein Wort Deutsch und zeigte immer auf das, was ihr gefiel. Immer ein Großeinkauf. 

Ich kann mich an anonyme Anrufe und Droh Briefe erinnern, eine Pornosammlung im Briefkasten und eine Knotenmagie an der Hausecke…auch das gehörte dazu, der Neid, die Angst und Ablehnung anderer. Stalker und Menschen die versuchten durch böses Gerede uns zu schaden. Aber nicht einmal habe ich mich gefürchtet. Aber der Anfang war schwer, gerade wenn man drei kleine Kinder hat und schauen muss, dass man auch Essen auf dem Tisch bekommt. Das war schon oft eine Herausforderung. 

Es gab viele wundervolle Menschen, die mir immer zur Seite standen. Manche sehr lange und bis heute, manche nur einen kurzen Moment….

Ich kann mich an die Schulkinder erinnern, die fast jeden Mittag nach der Schule kleine Edelsteine kauften, anstatt Süßigkeiten. Ich sah einige Erwachsen werden in den zehn Jahren. Ich kümmerte mich darum, mit dem Jugendamt der Stadt Schwerte zusammen eine „Burg“ zu werden, für Kinder die auf ihrem Schulweg belästigt werden, um ihnen zu helfen. 

Ich diskutierte mit dem Sektenbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland und wurde ins Theater nach Essen eingeladen um dort über Mythen, Magie und Hexen heute zu referieren.
Der  hiesige Archäologe sprach mit mir und ich wurde als „Moderne Hexe“  ins Stadtgeschichtsbuch aufgenommen. Ich dachte ich schau nicht richtig. 

Im großen Bildband des Ruhrgebietes von 2010 ist der Hexenladen und meine Arbeit abgebildet worden. Und nach Münster zum Skulptur Projekte wurde ich geladen, wo ich 2007 vor etwa 150 Leute referierte und später eine schamanisch-künstlerische Arbeiten vorstellte. Eine leitende Künstlerin aus Belgien hatte mich vorgeschlagen Seit dem nenne ich mich  „Künstlerin“.

Heute weiß ich nicht mehr, wie mich all diese Menschen gefunden haben, aber das ist auch nicht wichtig. All diese Erfahrung trage ich in mir und mit mir. Es gibt Kunden die werde ich nie vergessen, weil sie auf lange Jahre mir ans Herz gewachsen waren. Und es sind auch Freundschaften daraus entstanden und einige halten bis heute an. Der Übergang zum Hexenhof blieb nicht ohne Opfer, nicht jede Freundschaft hat das überlebt. Oder besser gesagt, sollte es wohl nicht überdauern.

Die Zusammenarbeit mit der Pagan Federation kommt mir in den Sinn, die großen Treffen in Witten, Homburch und Westhofen. Da kamen immer allerlei Leute zusammen. Oder die schönen Mittelaltermärke im Dortmunder Zoo, das Kaiserstarassenfest  oder auf dem  Wuckenhof  viele nette Leute haben wir dadurch kennenlernen dürfen. Aber das war nur eine nette Abwechslung zum Geschäftsalltag, richtig dort eintauchen wollte ich nie. Aber auch nie nur „verkaufen“ .


Meine Sammlung an Zeitungsartikeln der hiesigen Presse und auch der bunten Frauenblättchen, wie "Für sie" oder "Frau im Bild" oder "Laura", ist enorm. Und ich hab mit dem Fernsehen und den unterschiedlichsten Sendern viel erleben dürfen, unter anderem Maite Kelly kennengelernt. 

Ja eine schöne und intensive Zeit war das. Aber auch sehr anstrengend. Ich bereue nichts und auch wenn es Fehler gab, so habe ich draus in jedem Fall lernen dürfen. Und an die intensiven Begegnungen, die zusätzlich noch außerhalb des Geschäftes stattfanden, erinnere ich mich noch heute gerne. Auch wenn es Begegnungen gab, die sehr geschmerzt haben, weil im Nachhinein nur genommen wurde und nichts gegeben. Heute habe ich gelernt, nicht immer alles so persönlich zu nehmen.

Rege erinnere ich mich noch an die Anfänge meiner Vollmondverkäufe, die waren später fast schon legendär!

Angefangen als Hexenstammtisch bzw. Hexentreffen entwickelte sich das Ganze dann zu kleinen Events am Vollmond. Ohne oder nur mit spärlicher Beleuchtung konnte man bei Tee und Knabbereien gemütlich zusammen sitzen oder shoppen. Manchmal gab es auch Lesungen oder Musik. Es war oft „proppenvoll“, auch wegen meiner Angebote an diesem Tag und weil das Ambiente einfach magisch war. Manchmal gab es auch Abende die zogen sich hin, weil kaum jemand da war.


Es gab mit den Jahren viele Neider, weil viele überhaupt nicht damit rechneten, dass wir so lange überleben, sagten uns schon tot, noch bevor wir überhaupt geöffnet hatten. Naja, genau wie heute halt. Es gab Gerüchte die so lächerlich waren aber bewusst immer wieder gestreut wurden. Wie, Männer wären im Laden unerwünscht oder, ich würde über jeden Kunden herziehen. Dabei war ich und bin ich immer froh, über jeden der Interesse zeigt und mich besucht. 


Ich bot Kräuter und Geschichtsführungen durch den Wald an. Für Schulen kostenlos und auch für meine Räucherwanderung sammelte ich Spenden, die ich an die Geschichtswerkstatt weitergab. Schließlich wollte ich mit meiner Familiengeschichte kein Geld machen. Die vielen kostenlosen Beratungsgespräche und Lebensberatungen im Laden, würde ich heute wohl nicht mehr so machen.

Für meine schamanischen arbeiten kamen die Leute zu mir nach Hause, dort hatte ich meine Göttinnen Höhle zum Arbeiten im Haus. Ab und zu hatte ich dann auch Kunden vor der Haustüre stehen. Manchmal kam ich mir vor, wie ein Arzt im Notdienst. Nun, irgendwie ist da ja auch was dran. Ein wenig seltsam kam ich mir vor, als nach einem TV Bericht zwei Frauen im Rewe hinter mir her liefen um zu schauen, was ich denn einkaufe und ich mit ein wenig wie ein Promi vorkam, der beobachtet wird. Ein gutes hatte es, ich wurde im Wald immer in Ruhe gelassen, weil jeder mich kannte und wusste wer ich war. 

Aber all das bestärkte uns nur, in unserem Traum mit und in der Natur zu leben und alle das, was damals wie  Puzzleteile irgendwo verteilt auf dem Tisch liegt, zusammenzufügen, zu einer Einheit.
Und auch das haben wir dann geschafft. Und obwohl der Winter lang war, das Geld wieder einmal knapp, haben wir alle Rechnung bezahlen können und gerade eben habe ich wieder ein Kräuterseminar für eine Therapiegruppe entgegengenommen, ein Handfasting im Herbst und eine schamanische Begleitung im Mai. Ich habe schon immer mehr gewollt, als einfach nur verkaufen und das habe ich, haben wir geschafft und erschaffen noch weiter unseren ganz eigenen Ort, unsere Insel hier. 
Obwohl ich meine Kinder und Enkel vermisse und manchmal natürlich den ein oder anderen von Euch, so würde ich doch nichts ändern wollen. Es lebt sich an der Küste, hier direkt und unmittelbar in der Natur leichter. Alleine durch die starken Spirits hier an diesem Ort lerne ich jeden Tag dazu und kann dies auch weitergeben. Weitergeben in meinen Künstlerischen Werken, Produkten und meiner Arbeit mit den Menschen! 
Denn was wäre ich ohne Euch...

Den Herzweg zu gehen, war für mich immer das wichtigste um auch anderen helfen zu können, ihren eigenen zu finden….