Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rückblick....?? Eher ein Ausblick!




Das Jahr liegt in den letzten Zügen… Rückblicke überall. Mein Jahr war schwer, ich verzichte auf einen großen Rückblick. 

Ich mag lieber nach vorn schauen, denn da liegt ganz viel neues Potenzial vor mir! Viele Projekte und Verschönerungen geschäftlich wie auch in meinem Privaten Heim! Unsere Voraussetzung ist sehr gut, das wir vieles Umsetzten werden....


Seit gestern gibt es auch wieder Kundschaft im Hexenladen.

Momentan bin ich etwas angeschlagen, huste und schnupfe. 

Dienstag hatte ich einen Termin bei meiner Ärztin, nach 8 Jahren der erste Arzt Termin überhaupt. Gesundheitlicher Check mit Blutabnahme, Blutbild, Urintest, Ultraschall und Lungentest… alles ohne Befund. Die Werte sind durchweg gut. Freut mich.

Ich bin gesund und sogar das Volumen meine NICHT Sportler Lunge hat, trotz Hustens, die Helferin sehr überrascht. Gut, wer im Sommer am Feuer trommelt und lauthals Stundenlang Chants singen kann…der muss wohl ein dementsprechendes Volumen haben. Das habe ich ihr allerdings nicht erzählt. Gut alles gesund, ein Eisenmangel…gut ich lecke demnächst mal mehr an den Metallstangen…aber sonst, alles Ok. Ich fühl mich aber leider nicht so. 

Ist halt die Erkältung.

Selber schuld, wer auf einem Zugigen Bahnhof steht, ( aha.. daher das Wort Zug-ig) , um danach mit vielen Menschen sich die Atemluft in einem  Abteil  der Deutschen Bahn teilen muss…klasse. 

Nun, so muss ich das Planen für den Kräutergarten ein wenig verschieben, so oder so haben die meisten Gartenbaufirmen nicht geöffnet. Dann halt erst im neuen Jahr. Die Füße stillhalten. Aber so sind sie, die Rauhnächte. Nichts tun-halt planen....

Erinnerungen an 2016? Ja die hab ich....

Was von 2016 bleibt ist das Gedenken an einen großen Künstler, der durch seine Nähe und seine Musik meine Tochter sehr geprägt und mich beeindruckt hat. By Cicero!  LINK

Und an den schlimmsten Abend meines Lebens, als meine Tochter und deren Freundin auf dem Tollwood Festival in München waren. 

Dann der furchtbare Unfall, über den ich in meinem Blog nicht geschrieben habe. Oft fahren wir an der Stelle vorbei, die auch jetzt noch voller Blumen ist. Als es vier junge Menschen aus der einzigen Schule hier traf, wurde es mir schmerzlich bewusst, wie klein die Welt hier oben ist. Irgendwer kannte immer einen Angehörigen von den Kids. Meine Tochter wurde gefragt, ob sie auf der Beerdigung singen würde und sie war sehr tapfer, hat es getan.  LINK

Ja, es war ein sehr trauriges Jahr. Aber es gab auch Schönes. Das Glas ist halt immer nur halb leer, oder?!  

Es gab mehr Hochzeiten auf dem Hof wie jemals zu vor. Es war einfach so schön! Es geschieht eine wundervolle magische Entwicklung. 












Mit den Zauberfrauen gab es ganz viele magische Momente, die vieles andere wieder gut werden lies. Das Witch Camp war großartig und all die kreativen Dinge. Mein Geburtstag mit einer Hand voll Menschen zu begehen, an einem Ort der mir viel bedeutet, die alten Steine zu besuchen, andere daran teilhaben zu lassen, das war sehr schön. Überhaupt der Zusammenhalt dieser ersten Gruppe, auf die ich mich immer sehr freue.




Es gab sicherlich auch viele schöne und verzauberte Momente 2016 aber der Schönste wird 2017 kommen! Wenn ich vor dem Kräutergarten stehen werde, den ich mir Anfang des Jahres herbeigeszaubert habe....


Mit schlag Zwölf des neuen Jahres, werden wir feiern, denn im Frühjahr wird der Kräutergarten entstehen. Größer als gedacht. Die Außenanlagen um den Hof und das ein oder andere private können wir verwirklichen , dank des Erbes. Ein Kräuterhexenhaus wird es geben, mit Tee und anderen schönen Dingen für die Leute, die uns im Sommer besuchen.

Gerade suche ich Adressen von Gartenbaubetrieben heraus, setze mihc mit Kräuter Gärtnereien in Verbindung und schaue zusätzlich den Ikea Katalog rauf und runter. Habe mir ganz tolles Laminat für den Flur ausgesucht und auch das Bad ist Anfang des Jahres dran…


Wir vergrößern den Seminarraum und es wird endlich den Ausstallungsraum im Hexenladen geben…..ach ja und sowas normales wie " Rollanden vor den Fenstern" ....

Also so anstrengend und schleppend ,wie das Jahr 2016 war, so toll werden wir nun für das neue Jahr belohnt werden. Aber es wird viel arbeit sein, schöne und gute arbeit....

Aber jetzt muss ich erst mal diesen schiet Husten loswerden….


Dienstag, 27. Dezember 2016

Raunachtsbräuche und Silvesterzauber

Die Raunächte sind eine Zeit der Wiederkehr der Ahnen und des Erscheinens von (Natur-) Geistern. Das wilde Heer tobt am Tage und in der Nacht um den Hof. Frau Holle geht um und Orakel erlauben uns den Blick auf das neue Jahr. 
Die alten Raunächte sind die Nächte vom 24.12 bis 6.1. Die Zeit von Weihnachten bis zum Tag der Weisen aus dem Morgenland. 

Die Zeit der Wintersonnenwende, bis zu den Mütternächten ist eine heilige Zeit und gehört noch nicht dazu, da es die Feiertage unsere Vorfahren waren. Erst nach ihren heftigen Ritualen zur Wintersonnenwende am 21.12 fing die heilige Ahnenzeit an. 
Etwa am 24.12 begannen die Mütternächte, die am 26.12 in denen der Raunächten-Geraunten Nächten, denen der Lostage folgten.

Durch die Lüfte kann von da an Wodan brausen mit seinem Wilden Heer aber auch die Holle mit den vielen lachenden Kinderseelen, die ein neues Zuhause suchen. 


Diese Zeit war die Zeit des Wechselns, die Lostage und Ruhezeit. Es durfte weder gesponnen noch gewaschen werden. Keinen Streit geben und auch keine Türen laut ins Schloss fallen, was verliehen war, musste vor den Raunächten wieder im Haus sein. 

Und an den Tagen vom 21-26. Dezember sollte geschlemmt und gefeiert werden, um die Geister milde zu stimmen für das kommende Jahr. 
Wer es sich also an den Weihnachtstagen hat gutgehen lassen, der kann davon ausgehen, dass es ihm im neuen Jahr auch immer gut gehen wird, also das der Tisch immer reichlich gedeckt sein wird.

Wer an diesen Tagen nicht auftischt, nicht schlemmt und prasst, der werde das ganze Jahr seinem „Erfolg“, also der inneren und äußeren  Fülle hinterherlaufen. Die Ernte für seine arbeit würde gar ganz ausfallen.

In diesen Nächten geträumtes, wird sich in den nächsten Monaten erfüllen, sagten die alten Weiber und gibt es in dieser Zeit viel Nebel, wird es ein sehr nasses Jahr.

Unheimliche Geister und alte Heidnische Götter wandern in diesen Nächten herum, deswegen läuteten die Glocken der Kirchen in diese Zeit viel häufiger, das sogenannte „Schreckenläuten“ um Geister und heidnisches zu vertreiben. 

Das Haus sollte in dieser Zeit aufgeräumt sein, kein Teller und nichts herumliegen, damit die Ahnen nicht fallen und wohlgesonnen sind. Unruhe, Unordnung oder gar ein Umzug in dieser Zeit, bedeutet/e ein schlechtes Omen für das ganze Jahr.  
Wäsche durfte nicht aufgegangen sein, damit kein Geist sich darin verfing und was beim Kochen herunterfiel, das war den Andersweltlichen bestimmt. 

Man umrundete in der letzten Nacht der Lostage sein Haus dreimal und räucherte dabei für die Geister, streute Mehl für die Wilde Jagt aus und stob feinen Zucker auf die Fensterbänke für die Kinder der Frau Holle. Man gab Milch und Honig nach draußen und stellte für Wodan Bier auf den höchsten Punkt des Hauses. 


Auch kann man vier Runenstäbe auf seinem Grundstück jeweils in die Himmelrichtungen schlagen ( Im Osten anfangen, dann Süden, Westen und Norden) , den letzten um punkt 12 Uhr. 
So ist das Haus geschützt vor Unwetter und bösen Nachbarn.

Ein alter Brauch der Seefahrer hier ist es, auf dem Schiff eine Kokosnuss herumzurollen, in ihr sollen sich alle schlechten Geister des Jahres einfangen lassen. Um Schlag zwölf wurde diese dann auf den Schiffsbohlen zertrümmert und musste mit dem ersten Wurf zerspringen. Dann wurde sie ins Meer geworfen. 



Ein Silvester-Reinigungs Zauber:


Nimm eine Kokussnuss und rolle sie auf der Erde durch dein Haus oder deine Wohnung. Vergiss keine Ecke und keinen Winkel. Du kannst die Kokosnuss vorher noch ab räuchern und/oder sie bemalten. 
Ich lege sie drei Tage vorher auf unsren Altar, bevor ich sie verwende. Schau das du etwa um kurz vor dem Jahresende mit allem durch bist. Gehe mit der Kokosnuss um kurz vor zwölf nach draußen und warte. 
Um genau Schlag 12 (nicht vorher, nicht nachher) wirfst du die Kokosnuss auf einen Stein draußen oder auf deinen Weg, damit sie sofort zerplatzen kann. Umso lauter sie zerspringt, umso besser. Die Reste kannst du nicht an Ort und Stelle als Opfergabe liegen lassen und in einem fließenden Gewässer, dann bitte aber sofort, entsorgen. 

Ein uralter Brauch ist es, in der Nacht des 31.12 auf den 1. Januar, Wasser, Salz und Kreide zu weihen. Diese Gegenstände werden dann besonders Schutzkräftig. Mit ihnen segne man dann am 6. Januar sein Heim, so hat man ein ganzes Jahr Schutz vor allem Bösen und schlechten Menschen.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Dienstags: Dortmund und zurück


Unsere Julebaum steht seit der Wintersonnewende nun wieder

Eigentlich wollte ich euch ein schönes Julfest oder schöne und friedvolle Weihnachten wünschen, tue ich hiermit auch, aber leider hat der Montagabend wieder einmal gezeigt, dass es auf dieser Erde Menschen gibt, die weder Herz noch Menschlichkeit in sich tragen.  

Vor dem Fernseher saßen wir, als das Programm unterbrochen wurde. Die Berichterstattung war auf allen Sendern einfach nur grausam, auf Sensationsgeilheit getrimmt. Für mich hätte ein Laufband mit Infos unter dem Programm gereicht, spätere und kompetente Nachrichten in der Tagesschau oder sonst wo. Dem Internet nein, dem schenke ich keinen Glauben, ich verlasse mich nach wie vor auf die Kompetenz der gelernten Pressevertreter im TV oder Radio.

Aber nein, bevor man überhaupt weiß, was genau passiert ist, wird schon live mitgesendet, schön draufhalten und schön die Gerüchteküche anheizen. Amerikanische Verhältnisse mit Reportern die so nah wie möglich am Geschehen sein wollen und womöglich auch noch die Rettungskräfte behindern. 

Ich find es einfach Scheiße. Ich bin froh das ich am Montag, wie auch am Dienstag, nicht in den Netzwerken war, nicht diese ganze Hetze gegen die Flüchtlinge mitbekommen habe, die ganzen Spakkos mit ihren Verschwörungstheorien und ihrer bräunlichen AFD Soße…* übel wird mir dabei, dass die das wieder mal für ihre Partei Propaganda nutzen* 

Es hätte auch ein Unfall sein können, oder eine Amokfahrt ohne den Hintergrund des IS oder..oder...(Damals in München waren  auch viele, zu schnell bei der Meinung eines Anschlags.)

Ich muss das nicht in einer ständig, sich wiederholenden Bilderschleife sehen...*grusel*. Zwielichtige, undurchsichtige Inforamtions-Seiten im Netz machen es noch schlimmer.

Da wir am nächsten Morgen gegen 5 aufstehen mussten, haben wir dann das Geschehen erst einmal nicht weiterverfolgt. 
Am nächsten Morgen informierte uns dann das Radio über den aktuellen Stand. Reicht auch.
Dortmund Hauptbahnhof am Abend ( Rückreise)
Ich will aber zugeben, das wir am Dienstag mit etwas gemischten Gefühlen in den Zug nach Dortmund stiegen, mussten wir in die alte Heimat, um einiges rund um unser Erbe klären, und auch heute ist mein Mann nochmals in Dortmund, zum diesmal letzten Termin, so hoffen wir. Danach werden wir endlich wissen, was wir erben bzw. wieviel Geld es ist.

Die Zugfahrt war schön und entspannend. Teilweise gab es lustige Begegnungen, die ich auf dem Damenkloo im Bremer Hauptbahnhof hatte. Es sprach mich eine ältere Dame an, aufgrund meiner Bunten Kleidung und meiner (ihre Worte) so freundlichen Aura…
Ich erwiderte, das ich grundsätzlich zu allen Menschen freundlich bin, allen ein Lächeln schenke, denn das kostet mich nichts und das „Bunt sein „, zu meiner Lebenseinstellung gehört. "Bunt ist meine Lieblingsfarbe" erwiederte ich ihr.

Darauf hat sie gelacht und gesagt, dass viel mehr Menschen so denken sollten. Denn in dieser tristen Zeit (ihre Worte) würden solche Menschen, wie ich (damit meinte sie wohl die Farben) wie ein bunter schöner Punkt in der Masse aufleuchten und das sie mir alles Gute wünschen würde. 

Dazu muss ich sagen, dass ich mein Haar hochgesteckt hatte, ein Fliegenpilztuch in meinen Haaren und ein gefilztes grünes Band drum herum.  
 
Da war ich schon sehr zerknautscht, am späten Abend im Zug nach Bremen
Das war eine so schöne kurze Begegnung, die mich lachend weiter zum Zug trug. Die zweite kurze Begegnung kam dann mitten im Dortmunder Bahnhof. Eine Frau ging uns entgegen, sah mich an und lächelte, nickte und sagte: Sie sehen aber schön aus, das macht ja richtig Spaß sie anzuschauen…und ging weiter. Ich lachte und mein Mann schüttelte lächelnd den Kopf. 

Da alle guten Dinge , derer Drei sind, wie schon die Kelten wussten, hatte ich nur wenige Minuten später an einer der ersten Buden des Dortmunder Weihnachtsmarktes..( übrigens der hässlichste Markt , den ich je gesehen habe)

Ich interessierte mich für einen Stand mit selbstgemachten Seifen und nach nur zwei Minuten sagte die Frau hinter dem Stand: Sind sie nicht die Hexe aus Berghofen?
 
der grueseligste Weihnachtsbaum ever! Schrecklich!
Ich muss vielleicht geschaut haben, hab ja überhaupt nicht damit gerechnet. Ich mein, Dortmund ist ja nun sehr groß und dass ich nach vier Jahren noch erkannt werde…hier??!
Ich bejahte das und sie fragte, wo wir denn genau an der Küste wären und ich gab ihr meine Visitenkarte. 

Es war voll und hektisch in der Stadt, der Weihnachtsmarkt unromantisch und mit überteuerter Ware zugeschüttet. Kurz schlüpfte ich bei Lush rein, wenn ich schon mal da bin. 

Die  bewaffneten Beamten überall in der Stadt, machten es auch nicht besser, eher schlimmer und so gingen wir dann zur U Bahn und weiter zum Termin nach Berghofen. Danach dann unsere Kinder nebst Enkel besuchen.


Am frühen Abend fuhren wir mit Bus und Bahn wieder zurück in die Innenstadt zum Bahnhof. Nochmal einen Blick auf den scheußlichsten Weihnachtsbaum der Welt und weiter, dann nichts wie weg. Zu voll. Zu viele Leute. 


Der Zug nach Bremen wartete und danach ein kurzer Aufenthalt am Bahnhof, den wir mit Heißen Kakao und einem Baguette als Abendbrot verkürzten. Weiter in den Zug nach Nordenham. Fast zu Hause, nur noch in das Auto steigen und ab nach Butjadingen….! 

Ruhe, Stille, Einsamkeit, Natur!

Heute ist mein Mann nochmals unterwegs in die alte Heimat, diesmal alleine aber wieder mit dem Zug. Es ist entspannter als über die Autobahnen zu fahren. Ich denke, dass sich nun, kurz vor den Feiertagen vieles entwirrt, und es wird für uns ein schönes Fest werden. 

Nach dem letzten Jahr haben wir es uns mehr als verdient.

Genau zum richtigen Zeitpunkt können wir nun innehalten und die geweihten Nächte ganz und gar genießen ohne Stress und ohne Hektik.  Und dann werden wir unsere Planung für das nächste Jahr machen…
 
Euch, meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich auch eine friedvolle und gesegnete Zeit!