Montag, 31. März 2014

Ein Jahr Butjadingen!



Ein Jahr Butjadingen...Kinder wie die Zeit fliegt....


Ich lebe jetzt unter einer Glocke. Einer Naturglocke, die alles abschirmt, was störend von außen eindringt, wenn ich das will. Wenn nicht, dann schalte ich einfach den Fernseher an oder klicke mit bei Facebook rein. Da werde ich dann genug mit nützlichen, wie auch unnützen Botschaften bombardiert..



Ansonsten bekomme ich hier auf dem Hof nichts mit, wenn ich es nicht will. Wundervoll! Umso stärker kann ich mich dann auf die Menschen konzentrieren die zu mir kommen. 
Ganz und gar auf die Leute einlassen, mit denen und für die ich arbeite. Ich kann mich ganz in meine schamanisch-magische Arbeit vertiefen, wenn es nötig ist. Oder einfach mit den Freundinnen  über Wats Ap klönen, wenn ich Lust dazu  habe. Technik sei Dank!


Hier in den Küstenbädern tickt die Uhr anders, die Menschen sind ruhig, haben Zeit und Muße. Sind eigentlich immer nett und zuvorkommend. Freundlich und begrüßen Dich lächelnd mit einem „Moin“ - das sagen die Friesen, "Moin -Moin," das ist eher den Ostfriesen und Inselbewohnern zuzuordnen.




Einkaufen fahren ist hier keine Last, alles geht ruhig, niemand drängelt, alle haben Zeit. Wenn die ersten Urlauber kommen, wird es voll,  dennoch sind viele von ihnen ungemein anpassungsfähig und nehmen, ganz und gar in Urlaubslaune, diesen "Rhythmus der Langsamkeit" gerne an.



Es kann vorkommen, dass ein Handwerker auch mal sonntags vorbeischneit, einfach um schon mal so zu gucken. Auch das gibt es. Die großen Städte und somit die Hektik der Menschen sind weit weck. Selbst der Schornsteinfeger macht keine genauen Termine, da bekommt man eine freundliche Karte in den Briefkasten, worauf geschrieben steht: Komme im Laufe des März vorbei. Kein Termin, keine Uhrzeit. 


Dann schneit der nette junge Mann mit der schwarzen Kluft irgendwann vorbei und auf meine Nachfrage hin, ob hier keine speziellen Termine gemacht werden, schüttelt er nett mit dem Kopf uns sagt: Wenn halt keiner da ist, dann komm ich wider. Wir haben Zeit hier. Herrlich, oder?!



Manchmal aber muss ich aus meiner kleinen Oase hinaus. Da ich aber momentan vieles alleine mache, musste ich meine Tochter zu nächsten Stadt fahren, damit sie eine Kieferorthopädie aufsuchen konnte, wegen ihrer Zahnspange. 


Dienstags nachmittags erinnerte mich nach dem Kreisverkehr sofort alles an die letzten Jahrzehnte des Dortmunder Vorstadt -verkehrs. Hektik, Betriebsamkeit und Autos überall!

Die Hafenstädte hier an der Küste, Bremerhaven und Wilhelmshaven, sind ebenso Pfuhle der Hektik und Stressbarkeit, wie jede andere Großstadt auch...



Nein, mir fehlt die Stadt auch nach einem Jahr so überhaupt nicht. Ich habe das, vierzig Jahre meines Lebens erlebt, da vermisse ich nichts.  Es macht kaum Unterschied ob ich in Dortmund, Essen, Wilhelmshaven  oder Bremerhaven lebe...Stadt halt. Ob mit Wasser oder ohne. Stadt-leben. Mit einem gewissen Ab-stand zu ertragen….



Aber wenn die Dame an der Kasse vom dänischen Bettenlager in der nahen Kleinstadt, ein schier Stundenlanges Telefonat mit einer Kundin führt und die Frau hinter mir schon mit den Fingernägeln auf die Theke trommelt, ich kann warten. 

Und auf meine freundliche Nachfrage, woher die Fingernagel Trommlerin denn komme, antwortet sie mir, " aus dem Ruhrgebiet." Da war mir auch klar, warum sie die Verkäufern zwei Mal, während des Telefonats unterbrach. Der Hektik Faktor.
Hier hat man eben die Zeit! Nicht alle verstehen das. Vieleicht wird das so manchen nerven, ich finde es schön.



Natürlich ist nach einem Jahr nicht alles Gold was glänzt und wir haben uns den Start wahrlich leichter vorgestellt. Es ist nicht alles nur schön und toll, natürlich nicht!Auch hier fallen keine goldenen Äpfel vom Himmel oder hat jemand nur auf mich gewartet. Nein, natürlich nicht.



Und wenn ich Euch sagen würde, von wieviel Geld wir die letzten drei Monate gelebt haben , dann würdet ihr mir das wohl kaum glauben. Und wenn wir nicht tolle Eltern hätten, wären wir jetzt am frieren, da das Geld für Öl einfach nicht mehr drin war. 

Ich habe einiges Opfern müssen, für diesen Hof, was, das wissen enge Freunde. Aber auch das hat seinen Sinn, weil das mein Weg ist. ...
Aber ich will darüber nicht klagen, geht niemanden etwas an und ich finde, so wie wir leben, steht es mir auch nicht zu zu klagen, denn ich bin sooo dankbar für diese Oase! Der Steuerberater, der bekommt nur bei diesen Umsätzen eher eine Krise. ...



Ein Jahr ist um. Chris hat die Reha genehmigt bekommen, nach dem Einspruch den wir formuliert haben und ein wenig...hex...hex. Eigentlich nur die Unterhaltung mit Sedna. Hat funktioniert.



Ihm geht es schon besser und heute fährt er das erste Mal wieder Auto.  Bald geht er in Reha und die Zukunftsaussichten sind gut, wir haben Perspektiven, die sich die nächsten Jahre zeigen. Die ersten Osterurlauber sind da, heute brummte der Hofladen wider.  Jetzt muss Sedna nur weiter helfen...
Vieleicht können wir uns zum Ende des Jahres dann einen Ofen im Laden leisten und die Schulden die wir bei unseren Eltern haben, zurückzahlen. Das wäre mein Ziel. Wenn mein Mann wieder gesund aus der Reha kommt und ich ein wenig Geld für den Winter  zurücklegen könnte...das wär’s. Wie war das noch gleich: Du musst die Fülle rufen das sie kommt?!


FFFFÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜLLLLEEEEEE!!!!!!!!!!!!!!!


Dienstag, 25. März 2014

Das Meer in Bildern...

Möchte Euch einfach einmal ein paar Fotos zeigen, die ich heute morgen am Meer gemacht habe...


 Einfach mal ohne viele Worte....weil es hier sooo schön ist....


 und ich war  früh am Morgen ganz alleine mit dem Meer im herrlichsten Sonnenschein...

Sonntag, 23. März 2014

Kunst und Magie - Die Magie der Kunst....

Göttinnen Rassel

Wenn ich male, dann erst einmal für mich.
Wenn ich einen Stab finde und gestalte, dann erst immer für mich.

Malen ist der Ausdruck meiner Seele. 
Wenn ich Formen, Farben und Muster auf einen Gegenstand bringe, dann denke ich nicht daran, dass ich ihn verkaufe, sondern tauche ein in meine eigene Mitte, in meine Kraft und daraus entwickelt sich etwas, wird etwas geboren…



Geisterrasseln
Auftragsmalereien habe ich versucht und  versagt, ich male für mich. Nach einer Weile ist dann das Bild soweit es verkaufen zu können/wollen oder zu dürfen. Das gilt auch für einige andere Kunsthandwerkliche Objekte. Bei  einigen meiner Werken war der Auftrag als erstes da, spielt eine andere Person, deren Energie, eine Rolle wie bei den Ahnenhäusern, Kraft und Redestäben, beispielsweise.


Ich arbeite autodidaktisch und habe mit den Jahren festgestellt, dass ich mit Methoden des Schamanismus arbeite. Auch die meisten Symbole meiner Bilder sind schamanisch. Wärent ich ein Objekt betrachte, gehe ich in seine Tiefe, streift meine Seele die seine.



Ich denke, dass meine Bilder, Stäbe, Rasseln und diverses, das ich das  asl Gesamtbegriff "schamanische Kunst"  nennen kann. Ich lebe nun seit fast einem Jahr  auf einem Künstlerhof. Den habe ich mir nicht ausgesucht, es war Fügung der Geister (hier im Blog festgehalten)

Dieser Hof und seine Umgebung haben eine besonders kreative Energie um sich, von der ich profitiere. Und andere hoffentlich auch! 

Von der Künstlerin durfte ich einige Bilder behalten, die mir besonders gefielen. Sie ist keine Schamanin aber studierte Künstlerin. Die Werke die ich behalten durfte, erinnern mich aber stark  an Kunst aus dem Schamanismus. 
 
Ist es deswegen keine schamanische Kunst, nur weil sie keine Schamanisch arbeitende ist?

Ich habe Kunst nicht studiert, bin ich deswegen keine Künstlerin, weil ich das nicht studiert habe?

Wer legt das fest?

Wie wird das festgelegt?

An was orientieren wir uns dabei?




Ich glaube, wenn uns bestimmte Kunstwerke, an unsere Urkräfte erinnern, in uns etwas wach rufen, mit den Symbolen der Seele und Geister arbeiten, dann dürften wir diese Objekte wohl schamanische Kunst nennen, oder?



Ist jede Hexe oder jede Schamanin gleichsam eine Künstlerin?

Genauso schwer sich das definieren lässt, genauso schwer lässt sich sagen, wer eine Hexe ist und wer nicht.
Ahnenhaus

 Bin ich eine schamanisch praktizierende oder Schamanin?
Eine Hexe oder nur Eine die Magie betreibt?

Zu wieviel Prozent ist Eine eine Hexe, die in der Stadt lebt?



Schamanismus lässt sich eben genauso wenig messen wie Kunst. Es liegt  immer im Auge der Betrachterin. Oft sind Schamaninnen künstlerisch tätig und Künstlerinnen schamanisch.

Beide sind aber Grenzgänger, Schwellentänzerinnen, Tabu Brecher-innen. 
Bei der schamanischen Kunst steht ein Spirit Pate, er ist der Geist des Gedanken, der Führer des Pinsels. Schamanen verleihen ihren Kunstwerken ein unsichtbares magisches Energiefeld, ein Objekt wird damit auch zum rituellen Gegenstand. 

Das Material beginnt zu kommunizieren und erhält in dieser magischen Symbiose sein Muster, seine Farben und seine Form. Damit erhält das Objekt eine magische Signatur oder wenn man will, seine Aufgabe. Wie meine Rasseln und das Ahnenhaus beispielsweise.
Kraftstäbe aus Hollaholz
Somit wird jeder dieser Kunstgegenstände ein Gefäß der Spirits. Es ist beseelt und nicht einfach ein Objekt.
Wenn ich ein Bild male, eine Rassel gestalte oder ein Ahnenhaus fertige, dann bin ich eins mit mir und dem Universum. Ich erhalte Zugang zu vielen Botschaften, Formen, Farben, Möglichkeiten.



Und was ist mit der Lebens-Kunst? 
Die dürfen wir dabei auch nicht vergessen.



Die Kunst sich sein Leben so zu gestalten, wie man es will, frei im Handeln, frei im Geiste?!

Lebenskünstlerinnen überleben, leben ihre Berufung, egal was es kostet.Lebenskünstler -innen sind selbstverantwortlich. Sie kreieren ihren Lebens-Raum. Immer an der Grenze des Machbaren, des Sichtbaren, des Überlebens.
 

Ja, da kann ich mitreden, wenn ich eines bin, dann das! Um unsere Freiheit zu bewahren, verzichten wir auf einiges und erhalten viel. Sorgen eingeschlossen aber dafür gibt es das Naturnahe Leben.



Eine Schamanin sagte einmal:

Kunst entsteht aus Freiheit. (Nana Nauwald oder Cambra war´s, ich weiß nicht mehr)

Jawohl! Kann ich unterschreiben!
Hier in diesem Haus, an diesem Ort webe ich mein ganz eigenes Lebensmuster. Dieses Muster kann manchmal grau sein oder schwarz, überwiegend besteht es aber aus der wundervollen Farbenvielfalt der Natur um mich herum, aus dem Lachen der Frauen im Ritual, dem Gesang des Windes und des Meeres, sowie dem Rhythmus der Erdenmutter, dem Grün der Heilkräuter.

Immer wieder lasse ich mich davon be-geistern, finden Geister also einen Zugang sich darin auszudrücken. Im Gesang, im Klang meiner Trommel oder eben in den Mustern meiner Objekte.
Ich habe gelernt und verstanden, dass meine Rituale wirksamer sind, wenn ich meiner Bitte ein Lied gebe, wenn ich die Götter mit Tanz und Gesang rufe. 

Wenn ich etwas im Bild banne oder binde, im Stab etwas heraufbeschwöre oder im Ahnenhaus etwas einlade. Das ist (M) eine Art von Kunst.




Freitag, 21. März 2014

Eine gesegnete Tag und Nachtgleiche...

das wünsche ich Euch! 
Alles ist nun in Waage. Tag und Nacht gleich lang. Gestern war ein *Traum Wonnen Tag* mit viel Sonne und Wärme. Ich habe, nein wir haben ihn ausgekostet und im Garten gewerkelt. Kraft getankt.
Mein Projekt *Zaubergarten* nimmt immer mehr und mehr Formen ( und Farben!) an. Angefangen mit dem Göttinnen Projekt, über den Sorgenbaum und jetzt...
 kommen die Windgeister Rufer dazu...
Dosen, bemalt und besprayt mit Muscheln, die schön klappern und klingen im Wind.
Ich möchte, das irgendwann einmal, jede Ecke unseres Grundstückes ein kleines magisches-künsterisches und sagenhafts Natur-Erlebnis wird....
Und am Abend dann, habe ich einige Blumen Samen energetisiert, damit unsere vielen Ideen und Projekte sprießen und gelingen....
Alles in allem ein *Wonne-Sonne klasse Tag!*

Montag, 17. März 2014

Die Hagazussa in Theorie oder Praxis?!

Eine gute Hexe erkennt man daran, dass diese weniger für sich ,als für andere zaubert.

Eine sehr gute Hexe aber erkennt man daran, dass sie gar nicht zaubert.

Sie lebt im Zauber und wirkt diesen, ohne auch nur einmal ihren Zauberstab zu heben....



Facebook, Netzwerke , Internet. Alles ist mit allem verbunden. Bunter Kosmos an Hexen, Schamanen, Druiden, Esoterikern. Wenn ich suchende bin, habe ich dort die Möglichkeiten zu finden, ohne viel Arbeit und Aufhebens. Alles wird beschrieben und / oder vermarktet.

Aber eines kann das Netzt nicht, dir deine eigenen Erfahrungen geben. Alles was dort steht, ist die Erfahrungen anderer, wenn das denn alles so stimmt, was auf den schönen bunten Seiten zu finden ist. Nur weil ich theoretisch viel  Wissen anhäufe, bin ich nicht gleichsam eine Wissende und schon gar nicht Weise. 

Wenn man im Netz stöbert kann man beispielsweise eine „online Ausbildung als Hexe oder Schamanin „ schon für 150 Euro im Jahr erhalten oder gar ganz kostenlos. Online. Wo früher über Jahre und Jahrzehnte die Weisen Frauen ihre Schüler bei der Hand genommen haben um ihnen die Pflanzen und die Geisterwelt zu erklären, da will das Frau X online in theorie. Nein, Hexen sein ist eine Lebenseinstellung, eine Lebensweise der Erfahrungen, der Praxis, nicht der Theorie. Und Schamanin wird man eher durch die Initiation der Geisterwelt. Ich arbeite schamanisch aber ob ich jetzt eine Schamanin bin...naja, das entscheide nicht ich.

Wenn ich so in den zahllosen Facebook Einträgen oder Webseiten stöbere, stellt sich mir die eine Frage: Wo bleibt die schamanische Erfahrung mit den nichtsichtbaren, der Natur und deren Zusammenhänge??

Das kann man nicht abkürzen oder aus einem Buch/Forum/Netzwerk  gelernt bekommen. Da muss jede selbst durch. Praktisch. Selbst und bewusst.

Ich werde, wie ich bin, ich lausche in mich hinein und dann wieder in die Natur. Fühle die Zyklen  und stehe eigenverantwortlich in meinem Handeln und denken. Ich muss lernen meine Fragen selbst, mit meiner Hilfe und mit den Gesprächen zwischen mir und den Spirits beantworten zu können, nicht diese bei Facebook stellen, damit ich mir aus hunderttausend Antworten, für mich die einfachste aussuchen kann. Menschen die mich lehren sollen, begegne ich persönlich, nicht in Netzwerken oder Internet. Das Internet ist nicht echt, Facebook ist es nicht, es ist virtuell und ein Kraftfresser, nur wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir gefiltert damit umgehen.

Zur Wissende werde ich durch eigene Rituale, nicht die Rituale und Zauber anderer. Durch die Eigen Macht die entsteht, wenn wir trommelnd um ein Feuer tanzen oder eine Nacht mit den Geistern im Wald verbringen. Initiation entsteht durch die Begegnung mit Ängsten und Lebensübergängen, die oft sehr bedrohlich sein können. Und dazu muss eine nicht in den Urwald fliegen oder an das andere ende der Welt. Die eine benötigt eine Nah Tod Erfahrung oder die Begleitung einer alten Wissenden, die andere nicht. Aber alle müssen lernen mit den Geistern der Natur zu kommunizieren. Was für Dich wichtig ist, weist nur du am besten.

Ich habe durch meiner arbeite erfahren, das nichts richtig oder falsch ist. Ob ich ein Ritualgewand trage oder das Messer schwinge, ob ich Alltagskleidung anhabe und dabei einen Dankesgesang anstimme, heilsames, magisches Tun ist davon unabhängig. Egal.

Auch wenn ich das noch vor zehn Jahren nicht für möglich hielt, es ist egal, was du anhast oder ob du einen Kreis ziehst oder nicht. Alles ist ein Teil der inneren Einstellung und wenn dir eine sagen will, das musst du so machen, dann tu es anders und lerne aus deiner Erfahrung heraus!
Wer tut und Erfolg hat, hat Recht. Wer heilt auch. Schade aber dir niemals und nicht anderen!
Wer die Natur ehrt lebt mit und in ihr, versucht sich gesund zu ernähren und raucht nicht.  Das sage ich aus Erfahrung, meine Initiation.

Alles ist miteinander verbunden , alles was ist, hat einen Geist. Ich benötige keine Bezeichnung für mein Tun oder mich als Person.  Wenn ich etwas intensiv begehe, bewusst und aus voller Überzeugung, wirken die Zauber schnell und gut. Aber ich liebe meine beseelte Trommel, meine Rasseln und das Räucherwerk, es sind Hilfsmittel damit es sich leichter reisen lassen kann.

Kontakte zur Geisterwelt entsteht. Aber wenn ich nichts dergleichen dabei habe, geht’s auch, garantiere ich Dir. Alles ist eine Frage der Einstellung und eine frage der Jahre. Am Anfang benötigst du Hilfsmittel, aber das stärkste ist, die Magie immer in deinem Leben zu haben, die Naturgesetze zu achten, immer. Wie geschrieben, demnach zu leben sich selbst und anderen nicht zu schaden und verantwortlich zu handeln. Ich bin immer eine Hagadizze, egal wo und wann. Mal mehr mal weniger, aber beständig!

Ich muss nicht suchen. Ich werde gefunden von den richtigen Menschen oder den Themen, die ich bearbeiten sollte. Das habe ich noch von den alten Wicca Hexen im Zirkel gelernt. Lernen und abwarten bis wir gefunden werden. Denn unser Lebensweg hat kein Ziel, es ist nicht linear sondern zyklisch. Wir begegnen uns immer wieder selbst, stehen irgendwo immer wieder am Punkt und drehen weiter am Lebensrad des Jahreskreises. Das funktioniert nicht in der Theorie, sondern in der Praxis.

Wer darf Priesterin sein und wer nicht?!
Bezeichnungen sind Schall und Rauch und sind eher für das eigene Ego gedacht. Wenn ich mich als Priesterin meiner Religion bezeichne, erhebe ich mich gleichzeitig über andere und setzte Dogmen auf. Ich habe mit dieser Bezeichnung im Heidnischen so meine Probleme, weil ich mich nicht über andere erheben möchte. 
Wichtig ist für mich, in meinem Tun, meinem Wissen und meiner Verbundenheit in mir zu Hause zu sein. Beheimatet in mir selbst und eins mit den Naturspirituellen Zyklen.
Ich habe die Erfahrungen machen müssen, das Menschen, die ihrer Berufung nicht nachgehen, nicht erkennen, wer sie sind und was sie zu tun haben, nur noch funktionieren und unglücklich oder krank werden.

Wenn  ich in meiner Aufgabe gefunden worden bin und nicht gesucht habe, weiß ich
genau, dass dies meine Berufung ist. Wenn ich zu Hexe , Schamanin, Priesterin werde, weil mich das zu etwas „besonderen macht“ mich von den anderen abhebt, dann ist das Ego groß und ich bin nur eine leere Hülle die nie gefüllt werden kann, dann benötige ich ganz viel KlimBim und Titel um mir selbst etwas zu beweisen und mein Ego aufzupeppen.

Ich bin eine Wald und Wiesenhexe, sehe mich in der Tradition der Schamaninnen des vorchristlichen Europas. Ich sitze auf der Hecke und lasse die Beine baumeln, lache den Geistern entgegen und hinterfrage gerne Menschen die mit Ritualrobe daherkommen wollen und Silberkelch. 

Wenn ich keine Lösung für ein bestimmten Zauber weiß, gehe ich auf die Reise und weiß, das die Geister mir beistehen. Ich bin weder vollkommen, noch strebe ich danach. Ich bin wie ich bin.
Die Hagadisse ist gern in der Natur und feiert ihre Feste nicht im Wohnzimmer oder heimlich hinter verschlossenen Türen an. Ich denke ich arbeite mit einer einfachen Art der Magie ohne Formeln oder hochtrabenden Anrufungen. 

Ich erfreue mich an der Mythologie meiner Umgebung und erzähle gerne Geschichten. Den Pflanzen meines Kulturkreises gebe ich den Vorzug, Ich mixe keine Dinge zusammen, von denen ich meine, dass sie nicht zusammen gehören.  

Meine Rituale und Jahresfeste sind bunt und lustig, bestehen aus Gesang, Trommeln, Tanz und viel weiblicher Eigen Macht und Männlicher Stärke, wenn mal ein Mann anwesend ist. Die Teilnehmerinnen haben Spaß miteinander denn das birgt eine Menge Magie und Kraft. Jedes Ritual ist anders, auch wenn ich alleine arbeite. Auch bei der Magie die ich für andere tu ist das so. Ich schlage nicht in einem Buch voller Zauberanleitungen nach, weil jeder Mensch einen anderen Zauber benötigt und jedes Ritual mit uns selbst wächst.

Mal sind wir kraftvoller, mal lustiger, mal trauriger. Das spiegelt sich in den Festen wieder. Mal benötigt die eine Heilung, mal Kraft. So tanzen wir immer den Tanz der Natur, denn die ist auch nicht immer gleich. Mal ist der Mai warm, mal sogar heiß und ein anderes Jahr gibt es noch leichten Frost, mal ist die Winterwende voller Schnee und mal Frühlingshaft....
und genauso ist die Magie.

Folgendes sollte eine gute Begleiterin / Lehrerin ausmachen:

Du musst selbst suchen, ein Tip oder die Erfahrung einer anderen helfen da wenig. 

Der eine Lehrer ist gut für deine Freundin, aber für dich vielleicht nicht.

Wichtig ist, sei nicht auf der Suche nach einem Heilersatz, denn dann gerätst du an einen Guru statt an eine Lehrer/in.

Prüfe ob die Lehrerin bereit ist, sich auf dich einzustellen und wenn nötig nicht auf ihren Weg starr beharrt.Er oder Sie sollte den Pfadt zwischen lehren und begleiten einhalten.
Ein guter Lehrer sollte das Feld zwischen Nähe und Distanz gut bewältigen. 
Privates hat in einer guten Begleitung nichts zu suchen.
Kein guter Lehrer verlangt Unterwürfigkeit und das Ausschalten des eigenen Denkapparates, eher im Gegenteil, deine Meinung sollte Ihm/ihr wichtig sein.

Wichtig, eine Begleitung sollte keine unmöglichen Kosten verursachen und angebracht sein. Solltest du im Laufe der Zeit einmal Zahlungsschwierigkeiten haben, so ist das für einen guten Lehrer  kein Problem.Lebensentscheidungen triffst du, nicht dein Lehrer! 

Du kannst jeder Zeit das Lehr oder Begleitverhältnis auflösen. 
Ein guter Lehrer/in  akzeptiert das.


Sonntag, 16. März 2014

Ein neuer Zyklus ...



Es  ist Sonntag, später Nachmittag und ich blicke auf ein wunderschönes Wochenende zurück.
Nicht nur, das ich am Samstag die erste Gruppe von Frauen im Seminarhaus begrüßen durfte, nein mein Enkel nebst Tochter und Schwiegersohn besuchten uns. 
Und was gibt es schöneres als ein Kinderlachen im Haus. Und mal ehrlich, sind die Kleinen nicht klasse mit dreieinhalb?! 
 
Mir kommt es wie gestern vor, als ich meiner großen Tochter noch anziehen geholfen habe und jetzt ist sie die Mama. Wahnsinn. 
Wir leben in unseren Kindern und Enkeln weiter, das wussten schon die Germanen, der Begriff Enkel (kleiner Ahn) macht es deutlich. Zusätzlich sieht der kleine noch meinem Sohn, als er drei war, sehr ähnlich. Solche Erinnerungen und Augenblicke sind kostbar.

  
Am Samstagnachmittag kam dann die Frauengruppe auf den Hof.
Die Buchung des Vortrages über mein Leben als Hexe stand schon vor Wochen. Pünktlich wurden wir im Seminarhaus soweit fertig, das ein gewisses Ambiente entstand. Ganz stolz standen mein Mann und ich am Abend nach dem Seminar, im leeren Seminahaus und hatten seit langem mal wieder das Gefühl von Leichtigkeit. 
Ich erzählte von den zyklischen Denkmustern der Hexen und von der Religion der großen Göttin. Bei einer Tasse Tee und Räucherwerk lauschten die Frauen ,wie ich über die Beseeltheit der Natur sprach aber auch über den nicht immer leichten Weg meiner Familie. Ich berichtete  über meinen Werdegang als Hexe, den Hexenladen und meinen Umzug zur Küste. Beantwortete Fragen und erzählte von der Religion und der Spiritualität der Hexen und Heiden.
So verging die Zeit wie im Fluge. Als dann alle gegangen waren und ich aufräumte, hatte ich wirklich die Erkenntnis etwas aufgelöst zu haben. 
Heute Abend werde ich mich der Vollmondin widmen und gleichzeitig eine Auftragsmagie erledigen, ich freue mich sehr darauf. Der Wind pfeift um den Hof und vor den großen Fenstern im Seminahaus hat man das Gefühl mitten in der Natur zu sein. Nein, man ist mittendrin. Das Wetter ist wieder nordisch-friesisch, ich liebe das.

Es war der genau Richtige Zeitpunkt und auch der Parkplatz vor dem Hof ist fertig. Mit vereinten Kräften hatten wir 5 Tonnen Schotter am Donnerstag auf der Wiesenfläche vor dem Hof verteilt.

Das Gefühl zu haben, weiter gekommen zu sein, das es Voran geht, das brauchten wir ganz dringend. Und so erfreue ich mich an dem neuen Bereich des Hauses, der bald auch den Zauberfrauen und Urlaubern, den Seminarteilnehmern und Jahreskreisfesten zur Verfügung steht.
Und ich glaube, die Schamanischen Abende werden so etwas ganz besonderes...! 
 
Ja, selbst meinem Mann geht es besser, wir haben das Gefühl, das etwas geschafft ist und es weiter geht und jetzt freue ich mich ende des Monats auf die Möbel aber noch mehr auf meine Clanschwestern die irgendwann im April zu mir kommen werden....