Freitag, 28. Juni 2013

Rosengarten...Rosenmythologie

Die Rose  steht für Vollkommenheit, Schönheit, Anmut, Lebensfreude, die göttliche und die irdische Liebe, aber auch für Blut, Tod und Vergänglichkeit. Sie ist Sinnbild für die ewige Weisheit und das Geheimnis. Sie ist die Blume der Jungfrauen und Frauen, aber auch des Lasters und der Prostitution. 

Die Ambivalenz von Liebe und Leid, das Bild von Rose und Dornen macht die Faszination der Rose in der Mythologie und Symbolik im Laufe der Jahrhunderte aus. Sie scheint wie die Göttin selbst zu sein.....denn sie war auch lange Zeit im Christentum als Blume des Lasters verpöhnt.


Lange Zeit mochte auch ich keine Rosen, mir waren Margriten und Wiesenblumen die Liebsten.  

Erst jetzt, mit diesem faszinierenden Rosengarten den ich „geerbt“ habe, weiß ich wie traumhaft schön Rosen sind. Ich denke, es hat auch etwas mit meiner eigenen Reife zu tun, das ich diese Pflanze jetzt so sehr kennenlernen darf und schätze.

Ihr Duft ist magische und mystisch, sinnlich und verführerisch zugleich.  Nach einem Gewitter, wenn es richtig heiß war, dann schwebt der Duft über den Hof.   ...Und verzaubert hier alle.

Vorher kannte ich nur die Rosen aus den Blumenläden, die richen nicht, jetzt aber bin ich gefangen und weiß, nicht umsonst, nennt man die Rose, die Königin der Blumen….
In vielen Kulturen  ist die Rose ein wichtiges und vielschichtiges Symbol. Sie begleitet die Geschichte des Morgen- und des Abendlandes und ist stets mit Geheimnissen und Zweideutigkeiten umgeben , wir die Hexen und Priesterinnen dieser alten Völker.


Die älteste bekannte Abbildung einer Rose ist etwa 4.000 Jahre alt und auf einer sumerischen Tontafel zu finden. Persien galt als das Rosenland schlechthin. Das Wort für Rose bedeutet nichts anderes als „ Blume“ oder " schöne Blume".


Für den Islam stellt die Rose ein heiliges Symbol dar, da sie aus einem Schweißtropfen Mohammeds entsprossen sein soll.


In der griechischen Mythologie sind die Rosen aus dem Blut von Fruchtbarkeits- und Liebesgottheiten entstanden und waren diesen geweiht. 
Die Germanen verehrten  in ähnlicher Weise die Wildrose  (Hagebutte)und weihten sie der Göttin Freya zu, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit.


Die Römer erblickten in der Rose eher den puren Luxus. (Typisch, oder?) Kaiser Nero soll einmal für ein Rosen-Bankett vier Millionen Sesterzen ausgegeben haben. Kleopatra soll Mark Anton in einem Raum, der angeblich mit Rosenblättern bedeckt war, verführt haben. 


Rosen standen für Lebensfreude, Luxus und Verschwendung sowie für körperliche Liebe und Fruchtbarkeit. 
Die Kirche verabscheute daher natürlich diesen Rosenkult. Es galt ihnen als Sünde, sich mit Rosen zu schmücken und die Gräber mit Rosen zu bedecken. Lange galt es als "nicht schicklich", Rosen auf Gräbern zu pflanzen ( sehen wir heute auch eher selten).

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass eine christliche UM-Deutung der Rose nicht ausbleiben konnte. Dabei tat man sich sehr schwer mit der Rose als Blume der  Freya oder  der Venus und  vieler andrer Erotischen Göttinnen. So eine Erotisierende Pflanze machte es den Christlichen Männern nicht leicht....



In Goethes Gedicht vom „Heidenröslein“ ( ..sah ein Knab ein Röslein stehn….)symbolisiert sie die Reinheit und Unschuld eines  jungen Mädchens. Diese bricht der wilde Knabe, auch wenn sich das Röslein wehrt und sticht. 
 Auf Grund der volkstümlichen Beliebtheit der Rose begann die christliche Theologie langsam, sich das Symbol der Rose umzudeuten. Etwa  im 11. Jahrhundert wird die Rose so zum Attribut Marias, der Mutter Jesu und zum Symbol der himmlischen (reinen) Liebe.
Die Rose setzte sich schnell als Sinnbild von Reinheit und Sittlichkeit durch und wurde zur ständigen Begleiterin der Gottesmutter. Also das Gegenteil von dem, was sie um Ursprung bedeutete.



Spätestens als die Christliche Gebetschnur des heiligen Dominikus den Namen Rosenkranz erhielt, war die Aufnahme der Rose in das Christentum perfekt.



Cupido, der Gott der Sinnlichkeit und Liebe, sandte an Hippokrates, den Gott der Verschwiegenheit, einige Rosen, um ihn zu Bitten, die Liebesaffäre der Venus  ( seiner Mutter) für sich zu behalten.   

Aus dieser Grichischen Mythologie lässt sich die Bedeutung der Rose als uraltes Symbol der Verschwiegenheiten zurückführen. So hängte man im alten Rom bei geheimen Besprechungen eine Rose an die Decke, um die Anwesenden zur Diskretion zu ermahnen.  Alles, was damals“ im Zeichen der Rose“ gesagt wurde , steht somit unter dem Siegel der Verschwiegenheit.

Und fasziniert bin ich momentan ,über all die zauberhaften Dinge, die man mit der Rose zu machen kann…sie hat mich verzaubert!
 

Donnerstag, 27. Juni 2013

Ein Gruß der Wilden Weiber!



Ja es fehlt mir, sie fehlen mir. Der Clan der wilden Frauen!
Das tanzen mit ihnen, das singen und trommeln.
Das lachen und staunen ...
 
Sehr gefreut habe ich mich, über ihren Sonnenwendgruß in Form eines Kräuterkranzes, der
Verpackt und wohlbehalten an die Nordsee zu mir geschickt wurde.
Hier oben habe ich nur die wilde Kamille gefunden, weder Beifuß noch sonst ein blühendes Sonnenwendkraut. 

Muss aber auch ehrlich zugeben, keine Zeit für lange Ausflüge zu haben.
So gab es für mich keinen selbstgemachten Sonnenwendkranz, das erste Mal seit über fünfzehn Jahren.  Ein seltsames Gefühl, da fehlt doch was. Was so ein Kranz doch ausmacht. Rituale sind deshalb eben Rituale, weil sie sich immer wiederholen, ins Herz und in die Seele eintauchen und stützen und tragen. 

Dafür aber bekam ich Post von einer von meinen Schwestern, was mich so gefreut hat!  Denn dort drinnen fand sich einen Sonnenwendkranz. Extra für mich gebunden, im Ritual geweiht und gesegnet. Oh wie schön!



*Danke ihr Lieben!*

Freitag, 21. Juni 2013

Sonnenwende an der Küste

Sonnenwende. Litha. Längster Tag-kürzeste Nacht.
(Nein, ich schreibe jetzt nicht zu den 11. male, die Bedeutung auf…)
Barfuß laufe ich durch den Garten,
pflücke Rosen im Regen,
ein leichtes Kleid umspielt meine Haut,
die Regentropfen gleiten sanft aus meinen Haaren auf meine Schultern herab.
Mein nasses Kleid bemerke ich kaum.
So betäubt mich der Duft dieser schönen Blumen.
Wir besitzen einen Rosen Hof!  Göttin ist das schön! 

 
Eigentlich wollten wir am frühen Morgen los, an  das Meer, die Sonne begrüßen
Wir stiegen um 4 aus dem Bett, aber es regnete in Strömen.  Nun, dann eben nicht.
Sie läuft nicht davon und der Göttin ist es egal, wann ich sie ehre,
Hauptsache ich tue es überhaupt.  Dann wird halt morgen nochmal um 4 aufgestanden, vielleicht klappt es dann mit dem Ritual am Meer. Wer weis…
 











  So eher ich SIE heute mit einem guten Essen für die Familie,
einer Sonnenwend-Tarte , oder aber auch  Gemüse-Lauch Kuchen genannt.
 
Ich räuchere das Haus und genieße die Stimmung
Und als ich dekoriert habe, alles nach den Rosen duftet,
(einschließlich mir ) und die Tarte im Ofen ist,
da kommt mein Mann , lächelt und
zeigt mir eine Werbezettel des Markant Marktes.
Auf diesem ist unsere Flyer abgedruckt , es wird hier an alle Haushalte verteilt. Das alles für uns kostenlos und wie selbstverständlich. Wir freuten uns sehr darüber!

Ein Geschenk zu Litha von den Göttern!

Und ich habe wieder jeden Grund dankbar zu sein….


 Ich wünsche allen , die ich nicht persönlich in diesem Jahr in den Arm nehmen kann, um ihnen ein gesegnetes Litha zu wünschen, dieses jetzt hiermit! *Mögen die Götter Euch segnen*
Ich denke an Euch !




Dienstag, 18. Juni 2013

Haus der öffenen Türen







Unser Haus ist  offen für Mann, Frau, Kind und alle anderen, fast zu jeder Zeit stehen bei gutem Wetter alle Türen auf. Auch damit unsere Katzen mühelos überall hinkommen können.  Es ist schön, so ein Hof der offenen Tür. Manchmal,  am Abend, dann ist das Hoftor geschlossen, aber auch das nur symbolisch, denn eigentlich ist es kein richtiges Tor. 
Einmal wurde ich gefragt, ob ich denn keine Angst hätte, soweit draußen aber wir hätten doch ganz bestimmt dann einen Wachhund. Nein, weder habe ich Angst, noch haben wir einen Hund.  Ich besitze ganz viele Dinge von Wert, aber sie sind nur für mich kostbar,  sie sind Geldlich bzw. materiell nichts wert. Für mich bedeuten sie alles, aber für einen anderen nicht.


Bei uns kann man nichts stehlen, es ist ja nichts da. Keine Bilder berühmter Künstler, keine Erbstücke von der Tante oder Goldschmuck. So etwas besitzen wir nicht.  Selbst Bargeld ist ganz oft sehr knapp bemessen bei uns. Selbst auf dem Konto- also auch der Raub der EC Karten würde nichts bringen.  Gut, das Auto vielleicht, aber mit der Werbung darauf?! Kaum denkbar. 


Also, wovor sollte ich Angst haben?!  Jeder der mag ,kann ins Haus  herein und heraus. Keine teuren Antiquitäten, keine großartigen kostspieligen  Computer, keinen Laptop und keinen Mega Fernseher. Sorry- leider nicht. Und selbst die Fotoausrüstung meines Partners ist schon etwas älter. Selbst ein teures Fahrrad besitzen wir nicht...

Nein, hier kann jeder rein. Nachts, da ist verriegelt, wenn wir es denn nicht mal vergessen. Es gibt hier so viele Türen und Tore, das kann schon einmal vorkommen. Egal.  Wer zu uns fährt, will auch zu uns, hier gibt es nichts mehr, außer den Hexenhof. Mein Hab und Gut ist mein Mann, meine Kinder und das zu Hause . Ab und an mal ein schönes Kleidungstück, ein gutes Buch, etwas Dekoratives, oder ein netter Besuch, das ist für mich Wertvoll.  


Ein Haus ohne Schwelle, ohne das drinnen von draußen zu unterscheiden. Ich kann draußen sitzen, im Wohnbereich, die Türe weit öffnen und den Regen genießen ohne nass zu werden. 

 Ich kann auf dem Sofa oder Bett liegen und das Meer riechen, wenn der Wind aus Richtung Deich weht.  Die Möven hören, beim kochen  oder die Blätter rauschen hören, wenn ich vor dem Computer sitze. 
Noch wechsle ich die Schuhe, wenn ich vom Garten in die Wohnräume gehe, aber wenn es wärmer wird, laufe ich wieder Barfuß und so ist auch diese Schwelle, keine mehr……

Samstag, 15. Juni 2013

Schwellen Geister & Ritual

In nordischen Megalith Anlagen und sardischen Felsengräbern finden sich Schwellensteine, die den profanen vom sakralen Bereich trennen..

Den Römern galt die rechte Seite als glückverheißend, die linke als unglückbringend. Daher sollten Besucher, die ein Haus betraten, den rechten Fuß zuerst über die Schwelle setzen. Ebenfalls seit der Römerzeit bekannt ist der verbreitete Brauch, dass der Bräutigam die Braut über die Türschwelle des Hauses trägt, in dem das Ehepaar gemeinsam wohnen wird.

Er symbolisiert einen gemeinsamen Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt, doch möglicherweise steckt hinter dieser Prozedur gleichzeitig die Vorstellung, die Wächter des Hauses oder böse Geister müssten überlistet werden, damit der Braut nichts Böses geschehen kann, oder die Braut müsse davor bewahrt werden, auf der Schwelle zu stolpern, was ein schlechtes Omen sei.
Die Bewohner  Von Bauernhöfen im Ruhrgebiet wie auch im Norddeutschen Raum  vergruben oft unter der Schwelle kleine Tiere, für einen Schutz  damit böse Geister die nicht ins Haus kommen sollen, sondern auch vor Unglück. Kleine Kinder sollen nicht in der Nähe der Schwellen stehen, damit ihnen nichts Böses geschieht. Oft wurde eines Hauses Schwelle noch mit Sprüchen oder Gebeten gesegnet.  Selbst im "Nach-Heidentum "war das der Fall, noch heute können wir über so manchen Tür  Schwellen manch einen  Christlichen Sinnesspruch lesen.

In Russland ist die Vorstellung, dass der Aufenthalt zwischen zwei Räumen unheilvoll ist, verbreitet. Daher werden Besucher erst zum Eintreten aufgefordert und dann begrüßt, nicht aber auf der Türschwelle. Auch andere wichtige Handlungen dürfen nicht auf der Türschwelle stattfinden. Das scheint mit dem Glauben zu tun zu haben, das eine Türschwelle, „nicht hier und nicht da“ ist, also einen Zwischenbereich darstellt, das Reich der Geister und Ahnen.

In Goethes Faust  meint Faust seine Türschwelle durch ein Pentagramm gegen das Eindringen böser Geister geschützt zu haben, doch da das Symbol nicht sorgfältig genug ausgeführt ist, gelingt es Mephisto in Pudelgestalt die Barriere zu überwinden.

In vielen Gebieten Deutschlands streute man in der Walpurgisnacht oder in der Nacht auf den 1. November  geweihtes Salz auf die Türschwelle. Das sollte vor „bösen Hexen“ schützen.  Besonders geeignet schien, um jeglichen bösen Zauber fernzuhalten, der Besen. 

(Deshalb stellte man ihn mit dem Reisig nach oben an die Mauer, damit sich daran die Hexe verfangen konnte.  Das aber nur am Rande.)

Es gab auch einen Brauch, den Verstorben eines Hauses, nahe der Hausschelle zu begraben, damit er das Haus bewache.  In vielen Ländern wie Taiwan oder Japan ist der Glaube an „Schwellen Geister“ sehr verbreitet. 
Es kann also auch bei  uns die Türschwelle als symbolische Grenze zwischen Diesseits und Jenseits gesehen werden.

Ich habe diese Mythologie aufgegriffen und daraus mein eigenes Geister Ritual gemacht, indem ich geweihtes Salz verwendet habe, gegen die Bösen Hexen ( haha..) ein Pentagramm mit Roter Farbe, die Farbe Rot steht für mich für Frauenkraft und Fruchtbarkeit, schließlich wollen wir, dass es hier fruchtet und Kraftvoll ist. 
Gerasselt habe ich, um die Schwellenhüterin zu ehren und geräuchert.
Noch einige Runen aufgemalt, die mir sehr nahe stehen und diese mit Blut und Spucke geweiht, getanzt und wieder geräuchert.  Dann die Türe geschlossen. Gewartet auf die Anwesenheit der Geister und nach einigen Minuten..schwups hatte ich die Antwort, in dem sich die Türe ganz langsam öffnete. Sie sind da! 



Geister der Schwelle
Bewacht diese Stelle
Lasst nichts Böses hier herein
So will ich es haben
So soll es sein!

Sonntag, 9. Juni 2013

Lieblingsplätze…

Immer wieder ist das Grundstück, Garten ,wäre das falscheste Wort dafür, eine Herausforderung, ein Abenteuer. Im positivsten Sinne...
Zu jeder Tageszeit ist es hier anders, jeden Tag eindecke ich etwas Neues . Pflanzen-Tiere-Magisches...

Ich liebe die verschlungenen Wege, fast wie die Lebenswege und die vielen kleinen Türen und Öffnungen , die ganz plötzlich auftauchen und wenn wir uns trauen hindurchzugehen, dann kommt die weite der Wiese zum Vorschein und ich habe das Gefühl wieder ein neues Areal entdeckt zu haben… 


Es gibt wilde Flecken für die Wildtiere, am Rande wächst das Reid sehr hoch und raschelt ständig auch ohne Wind. Aber auch mittendrauf gibt es kleine Inseln, die Unterschlupf für so manches Tier bieten. Wunderbar alte Kastanien säumen den Rand, Buchen, Walnuss und Birke wechseln sich ab.
Jede Ecke hat eine ganz eigene Energie, das ist später einmal sehr gut für meine Seminare. 

Der Platz rund um das alte Seminarhaus ist sehr erdig und urtümlich, bietet Schutz und ein Heimatliches Gefühl, während vorne der Wind dir die Haare verweht und die Seele auf Reisen gehen kann…

Mein aller Lieblingsplatz ist definitiv der Ort unter der alten Linde, der älteste Baum auf diesem Platz, er hat das alte Haus schon erlebt und erlebt auch das neue, hat viele Menschen kommen und gehen sehen und auch eine Zeit, als das Haus leer stand. Hier ist das Wasser ganz nahe und immer präsent.
Immer noch weiß ich nicht sonderlich viel über unser Gulfhaus, aber manchmal, wenn ich im Atelier bin und es ganz leise im Haus ist, habe ich das Gefühl Musik zu hören, Musik von weither aus einer anderen Ebene, es klingt wie eine Ziehorgel, oder wie sagt man doch gleichdazu , ein „Schifferklavier“. 

Einmal erkannte ich, als ich draußen kurz eindöste das etwas neben mir stand, es war ein Mann mit einem Breitkrempigen Hut.  Ich bin sicher, dass ich mit den Jahren noch mehr herausfinden werde. 
Mein Lieblingsplatz unter der Linde, nahe am Wasser das unseren Gulfhof komplett umschließt und man kann hier so weit sehen, ohne das der Blick verbaut ist. Hier an der Linde scheint das Wasser recht tief und während es an manchen Stellen im Sommer fast ganz versiegt ist es hier immer da.  Dunkel ist es dennoch kann man auf den Grund sehen, ideal für Meditationen.  Ein magischer Platz.
Und der Baum bietet Schutz sich anzulehnen, um sich fallen zu lassen in die tiefe seiner Wurzeln. 

Der Ort wo einmal das Tipi stehen wird, ist wiederrum ganz anders, ganz geschützt und rund herum gesäumt von Kastanien, Kirschen und Holunder Bäumen gänzlich hinter dem Kräutergarten. Hier hat man auch direkten Blick unter den Bäumen hindurch zur Weite der Ebene aber dennoch ist der Platz recht geschützt vor dem Wind, der hier immer da ist.

Hier war es nicht schwer sich das Tipi vorzustellen. Aber es gibt auch Stellen auf dem Areal, die man nicht einsehen kann, wo selbst der Mensch sich zurückzieht, nicht gesehen werden kann. 

Am Gartenteich gibt es immer etwas zu beobachten, dort zu sitzen, macht eine menge Spaß, auch den Katzen, die immer wieder versuchen, die Laubfrösche zu fangen, die sich dort herum tummeln. Fische gibt es nicht, aber eine Menge Lurche. Und, traumhaft schöne Seerosen!

Vieles wird so bleiben, einiges mit den nächsten Jahren anders werden, aber mit jedem Tag ist es momentan ein Abendteuer den „Garten“ mit seinen Bewohnern, den weltlichen, wie den nichtweltlichen zu erkunden und kennenzulernen….. 

Und für die Menschen, mit denen ich intensiv arbeiten werde, ein Rückzugsort von dem Alltäglichem....

Donnerstag, 6. Juni 2013

..und sonst so?...

Die Tage rennen, ach was schreibe ich, die Wochen laufen dahin. Heute Nachmittag habe ich meinen ersten Fahrrad Ausflug ins Nachbardorf unternommen, um eine nette Dame zu besuchen, die dort ein Atelier hat und seit Jahren hier die „Gezeiten Wochen“ leitet.  Bei den Gezeiten Wochen, die im August beginnen und bis in den September hinein reichen, handelt es sich um vielfältige Projekte verschiedenster Künstler, die hier für die Menschen etwas bewegen wollen. 
 
Mit den Unterschiedlichsten Dingen wie Ausstellungen, Malkurse, Lesungen und viel mehr. Die nette ältere Dame, habe ich schon vor unserer Hof Eröffnung Feier kurz kennengelernt und da war ja  ein Gegenbesuch für das hiesige Netzwerk einfach wichtig und höflich. 

Der Hexen Hof darf sich bei der Gezeiten Woche nun beteiligen und ich habe bis nächste Woche Zeit, mir etwas Geeignetes zu überlegen, dann gibt es ein Treffen mit allen Beteiligten. Ich bin ganz gespannt…



Des Weiteren ist mein Gatte momentan am Seminarbereich tätig, der Hofladen ist zwar nicht ganz fertig, aber fürs erste muss es reichen. Später wird dann weiter gewerkelt. Es wird nim Moment nur nach den Wichtigkeiten gearbeitet. Es zieht sich natürlich alles, da Chris allein ist und ich keine besonders große Hilfe dabei. 

Aber der ganze Anbau ist  größer als erst gedacht. So haben wir kurzerhand beschlossen auch einen Schlafbereich für etwa 5-6 Leute in das Dach mit einzubauen, so dass dann niemand mehr woanders übernachten muss.  

Ich bin immer wieder faziniert von der Energie dieses kleinen Bereiches das wie ein eigenes kleines Haus wirkt.

Noch ist alles ziemlich chaotisch aber wir können uns leider keine Hilfe leisten, denn das Geld fehlt natürlich total und die Einkünfte decken gerade mal die Lebensmittel. 

Ich merke die Umstellung natürlich körperlich, bin abends schon früh totmüde. Ab und an tun die Beine weh..wie das so ist.

Aber ich will nicht klagen, steht mir auch nicht zu, wenn ich hinaus gehe, jeden Morgen meine Garten Runde drehe, dann weis ich wofür: angekommen zu sein.

Als ich heute mit dem Fahrrad  über das weite flache Land gefahren bin und dann mit dem Wind im Rücken unseren Hof schon von weitem sehen konnte, da wurde mir richtig warm ums Herz. Diese kleine Tour war wie ein kleiner Urlaub.Die Luft roch so sehr nach Meer und ich habe meinen ersten Sonnenbrand, weil ich draußen an meinen Kräuterölen gearbeitet habe. 
Nein, es ist wundervoll, trotz der Zeitverzögerungen, denn auch die Tipi Stangen haben wir (noch immer) nicht und es ist schwer hier oben solche Holststangen zu bekommen. Nun, mein Chris ist reichlich am telefonieren, irgendwer kann uns sicherlich helfen.

Aber ich weiß auch, wenn wir alles soweit fertig haben, wissen wir, das haben wir ganz alleine geschafft und erschaffen. 
Und ich sehe alles schon vor mir.....


Montag, 3. Juni 2013

Mein Wochenende....

Ich habe  Freundinnen Besuch.  Und so wurde gleich das neue Gästezimmer „ eingeweiht“. Wogegen wir aber für den nächsten „Freunde Besuch“ gleich ein Doppelbett benötigen werden.  Der kommt schon in ein paar Wochen. Ja, es muss noch ein wenig gemütlicher werden, wird es auch!


Am Sonntag strahlte die Sonne vom Himmel aber der Meer Wind blies kräftig, so das wir beschlossen, zur Garten und Ambiente in das Nachbar Städtchen zu fahren.  Kein Vergleich mit den Märkten der Ruhrgroßstädte aber gerade das machte den Reiz aus.  

 Wir stöberten zwischen „Shabby Shic „ und anderen Dekorationen, Blumenarrangements und vielen bunten Stoffen. Wirklich hübsch. An einem Stand voller Kräuter fand ich die Karde und den Alant, die ich für recht wenig Euros mitnahm.   



Wir kamen zu dem Ergebnis mit unseren Bädern, Seifen, Kräuterdekorationen  und vielleicht auch der Räucherware dort sicherlich eine Lücke zu füllen und werden uns im nächsten Jahr ganz einfach mal bewerben. 

Als wir am Sonntag wieder auf dem Hof waren, haben wir aufgeatmet, so viele Leute! So ein Rummel.  Es ist danach etwas Herrliches in die Einsamkeit zurück zu kommen. Ich genieße es sehr, selbst entscheiden zu können ob ich Trubel will oder die fast totale Einsamkeit.  Denn kleine Städte sind ja nicht weit und ich habe den ein oder anderen schnuckeligen  Laden gefunden wie die Kräuterrei Oldenburg:  www.kraeuterei.de

Im Hoflanden läuft es schwerlich an, aber ich erwarte auch nicht, dass man uns die Tür einrennt. Ich bin da Realistin, am Samstag war der bisher beste Tag, es waren etwa zehn Leute da und später eine Familie mit Kindern, mit denen ich wieder einen Hexenbeutel gestaltet habe. Es ist halt schön, mehr zu tun, als zu verkaufen.  

Aber heute wurden schon die Anrufe und Nachfragen mehr und gerade eben habe ich wieder mit zwei Kids "zaubern" dürfen.  Jetzt bald muss  das Tipi stehen!


Und  eben höre ich meinen AB ab und da meldet sich ein  Besuch, der vor Wochen uns hier per Motorrad begrüßte, er ist Musiker und spielt Indianische Flöte und Didgeridoo‎ . Er hat  uns einen wirklich guten Vorschlag gemacht, was unsere Seminare  angeht, mehr dazu aber, wenn es soweit ist. 
 
 Ach , und ein ganz tolles Päkchen erhielt ich noch mit lauter kleinen schönen Dingen
 
Also, es war ein ganz normales Wochenende mit viel Spaß, Muskelkater in der Zunge vom vielen Quasseln und lachen . Das Eulentuch ist echt genial:)