Donnerstag, 30. Mai 2013

Wasser und Moorgeister….

Es ist nach 22 Uhr, langsam bricht die Dunkelheit herein und ich bin müde, schalte den Fernseher aus und bringe die Gläser in die Küche, dabei gehe ich durch den langen Flur des Gulfhofes und mein Blick fällt dabei genau auf das große Fenster zur Einfahrt. Hinter den Bäumen erkenne ich den aufsteigenden Bodennebel. 
In der Küche schaue ich aus dem Fenster, von hier hat man immer einen weiten Blick über die Felder, während Bäume die Blickrichtung der anderen Fenster jetzt im Frühjahr mit ihrem Laub versperren.
Wunderschön und gleichzeitig ganz mystisch sieht es draußen aus, der Nebel steigt aus den angrenzenden Gräben auf die Felder und schleicht von dort weiter. 

Etwas, so habe ich das Gefühl, zieht mich hinaus.
Über meinen Schlafanzug schmeiße ich nur meine Jacke, niemand sieht mich hier, es ist ja auch keiner da. Nur die Kälte könnte mein Vorhaben  noch unterbrechen. Ich schnappe mir die Kamera und gehe nach draußen. 

Wow, es ist windstill, kein Lüftchen geht, was hier schon außergewöhnlich ist und es ist mild. Unglaublich mild, ich friere nicht. Ganz im Gegenteil, es ist herrlich draußen.  So gehe ich über den Hof, aus dem Tor hinaus und trete auf den kleinen Weg  vor dem Haus. Hier schweift der Blick weit über Felder bis hin zum Deich…aber nicht jetzt. 

Der Bodennebel kriecht dahin, man kann ihn förmlich schweben sehen. Über ihm ist der Himmel noch ein wenig rosa von den Farben der untergehenden Sonne. Ein magisches Licht. Ich stehe einfach nur da und betrachte das Schauspiel. Kein Wunder das die Menschen hier an Wassergeister und Moorwesen glaubten. 



Jetzt kann man das frühere Moor erahnen,  ich habe das Gefühl mitten in ihm zu sein. Kein Laut und kein Wind regen sich, dennoch scheint der Nebel lebendig zu sein, ganz langsam nimmt er Wiese für Wiese für sich ein.  Ich zucke zusammen, als ein Fischreiher über mir hinweg fliegt und dabei seine krächzenden Laute abgibt. 

Erst jetzt bemerke ich, dass es fast ganz dunkel geworden ist aber der Nebel steigt nicht auf, er bleibt auf dem Boden und ist heller als der Himmel über ihm.  Ab und zu mache ich Fotos, weil ich so fasziniert bin, bezweifle aber, dass sie verwenden kann.  So irgendwie habe ich das Gefühl, das gleich ein Schatten zu sehen ist, mitten im Nebel oder der Geist der „Meetje“ der Wasserfrau die hier auf die Gräben und Siele aufpasst, auf mich zu kommt um mich mit in die Tiefen zu ziehen.  Realitäten verschwimmen hier in der Weite der Ebene. 


Nun sehe ich auch die fernen Lichter nicht mehr.
Ich bin nur ein paar Schritte vom Hof entfernt und bemerke das es nun fast ganz dunkel ist. Langsam gehe ich zurück und wärend ich gehe, habe ich das Gefühl, jemand ist hinter mir. Ich höre die Schritte ganz deutlich.  Ich drehe mich ruckartig um und schnaube meine Imaginäre Begleitung an „ Willst du mich verarschen, ich hör dich doch?!“  und dann versteht der Verstand, obsiegt über das Andersweltliche:

Der Boden ist so getränkt von Wasser, das er bei jedem meiner Schritte leicht nachgibt, ohne zu verschlammen, aber dennoch so etwas wie „ leise patschende Geräusche“ von sich gibt, es hört sich original so an, als ob jemand ganz dicht hinter einem her geht. Ich muss grinsen, trotzdem bleibt das Gefühl das ganz dicht bei mir eine Präsens mitläuft...

Der Hof sieht in der Finsternis nun aus, als sei er eine kleine Moorkarte. Wer weiß, in welcher Welt ich gelandet bin, denke ich und schlüpfe durch das geschlossene Tor. Die leicht erleuchteten Fenster des Zauberzimmers, erhellen mir den Weg um den Hof herum zum Eingang.

Als ich kurze Zeit später im Bett liege habe ich plötzlich wieder das Gefühl den Nebel zu fühlen, wie dieser eingehüllt mit seinen vielen  Geistwesen näher  und näher  zumHof kommt und fühle mich das erste Mal  unwohl . Merkwürdig und Seltsam.
Ich rieche auf einmal auch den Nebel, es riecht nach Wasser, Moor und Salz. Ganz leicht nur.  
Ich setze mich auf und formuliere drei Mal einen Schutzsegen:

Göttin schützte dieses Haus und alle die hier gehen ein und aus
So sei es! Danach fühle ich mich besser. Dennoch habe ich gleich heute Morgen angefangen die Hausecken mit Salz und Beifuß zu schützen. Besser ist besser….



Sonntag, 26. Mai 2013

Die Geisteruhr...


Uhren sind Zeitfresser und Stressfaktoren, keine Frage. Das erste was meine Schülerinnen von mir gelernt haben, ist auf die Uhren weitestgehend zu verzichten. Uhren machen krank!

Weder mein Mann noch ich tragen eine Uhr mit uns, klar am Handy gibt es auch eine, manchmal wichtig um das Kind pünktlich abzuholen. Aber den eigenen Körper Rhythmus wiederzufinden, das geht am besten ohne Uhr. Seit Jahren trage ich keine Uhr mehr, ach was, seit mehr als zehn Jahren. Ich kann die Zeit gut abschätzen, das ist gelernt. Wenn keine Uhren da sind, niemand der Taktgeber Deines Lebens ist, schlägt Dein Herz einen ganz eigenen Schlag. 

Gestern regnete es den ganzen Tag, es prasselte und windete an der Scheibe. Ich zog mich ein wenig zurück an den Kamin im Atelier und begab mich für eine halbe Stunde auf Ahnenreise. Einfach nur so, einfach, weil mich das Wetter momentan an die Ahninnen Zeit erinnert.

Als ich wach wurde, war sie da, vor meinem inneren Auge, diese dämliche riesengroße Uhr, die damals in meinem Seminarraum hing, die einfach irgendwann nicht mehr so richtig die Zeit zeigen wollte, trotz Batteriewechsel.  Diese Uhr, die mich immer an eine Bahnhofsuhr erinnert hat. Später habe ich festgestellt, dass meine Schamanischen Arbeiten mit Klienten auch gut ohne Zeitmesser funktionierten und ich habe sie einfach an der Wand gelassen.

Warum habe ich dieses dämliche Ding eigentlich mitgenommen? ! Nun, ich hatte sie damals im Haus der Großtante gefunden, als diese ins Seniorenheim kam und mitgenommen. Vielleicht ist diese olle Uhr eine unterschwellige Erinnerung an sie, ich weiß es nicht.

Aber jetzt , nach der Ahnenreise wusste ich , ich musste diese Uhr jetzt gleich finden, so suchte ich in den noch auszupackenden Kartons nach ihr und wurde fündig.  

Ich wusste was ich mit ihr zu tun hatte, eine Geisteruhr sollte sie sein, nein, die war sie schon längst. Denn irgentwann, nach m/einer Schamanischen Arbeit funktionierte sie nicht mehr, sie blieb aber nicht einfach nur stehen nein, sie lief plötzlich nach ihrer eigenen Zeit und nichts und niemand konnte diese Uhr davon abhalten.

Sie sollte ihr eigen/es Leben behalten,  schloss ich damals und heute wollte ich es dementsprechend honorieren.  Sie soll jetzt  ihre eigene Zeit anzeigen.

Ich schraubte den Deckel ab, die Plastikscheibe und lies mich inspirieren. 
Geisteruhr..hmm…also Tiergeister, Pflanzengeister und Ahnengeister….
 Nun, jetzt hängt die Uhr im Atelier über dem Kamin. Jetzt gibt es bei uns die Geisterzeit….

Samstag, 25. Mai 2013

Vollmond auf dem Hof


Nur ein paar Wolken am Himmel, die Mondin strahlt hell und groß über den Garten und die Felder rund um uns. An manchen Abenden gibt es hier eine tiefschwarze Dunkelheit, einen Vorgeschmack auf die langen Winterabende an der Küste. Heute aber taucht Frau Mond alles in ein helles Licht und Schattenhaft gleiten die Wolkenfetzen am Himmel entlang.

Während ich die Hoftüren verschließe und das alte  Holztor  am Pferdestall langsam zu mache, fällt mein Blick in den Garten.  Jeden Morgen gehe ich eine Runde um den Hof, stecke mein Revier ab, schaue ob alles in Ordnung ist, begrüße die vielen Wildtiere, die sichtbaren und unsichtbaren Wesen.

Jetzt in der Halbdunkelheit wandere ich langsam um den Hof, überall raschelt es. Über mir erscheinen zwei kleine Fledermäuse, die nun ihr Abendessen vor unserem leicht erleuchteten Wohnstubenfenster einnehmen. Mir wird ganz warm, wenn ich so um den Hof gehe.
Ich spüre in die Energien hinein, wie riecht es jetzt, was höre ich? Es ist still, aber nur oberflächlich, denn im Reit /Schilf der rund um das Grundstück wächst, raschelt es. Jetzt, genau jetzt ist es Windstill, wie erhaben, wie er -heiligt scheint alles.

Wieder wird mir klar, keine Begrenzung, keine Zäune, kein Haus. Ich stehe mitten auf dem Grundstück, vor mir die Mondin und atme ihre Kraft. Atme die Seeluft und fühle die Heiligkeit des Augenblickes.  Ich trete zur alten Linde am Rande des Grundstücks, lehne mich an und schaue in das dunkle Wasser vor mir, in dem sich Mutter Mond wiederspiegelt.  Ganz leise gleitet etwas ins Wasser, kleine Wellen machen die Scheibe am Himmel jetzt undeutlich. Seltsam, auf einmal habe ich das Gefühl, nicht Mai zu haben, sondern es scheint mitten in der Ahnenzeit zu sein. Vielleicht macht es das Wetter, warm ist es nicht, eher Herbstlich. 

Dann gehe ich meine Hof Runde weiter um das Haus, den kleinen Trampelpfad durch die Büsche zum Hoftor.  Mit einem Knatschen ziehe ich die Flügel zusammen, es ist geschlossen aber auch wieder nicht. Es ist nur symbolisch wer zu uns hinein will der kann das auch, alles andere wäre ein Wiederspruch. Aber die Wächter am Tor passen schon auf, ich habe da keine Bedenken.
Dunkle Schatten scheinen aus den Wassergräben rund um den Hof herauszukommen, ich habe keine Angst vor ihnen. Ich kenne meine Schattenseite und suche immer wieder diese Herausforderung.  Meine Schwächen kenne ich, meine Dunkle Seite. Jeder hat dunkle Seiten.   

Ich habe sie akzeptiert.

Heute vor genau zwei Monaten sind wir hier angekommen, damals stand die Mondin viel weiter nördlich, ich erinnere mich an das Nachlager aus Matratzen im Wohnzimmer und das Mondlicht, das die ganze Nacht durch die Blattlosen Bäume auf uns schien.  Sie wanderte über das Firmament und stand in den frühen Morgenstunden über dem Alten Kastanienbaum mit der Borkigen Rinde. 
 Ihr lauf ist jetzt im Mai ein ganz anderer, dort wo sie noch vor zwei Monaten aufging, steht sie jetzt in den Morgenstunden, damals habe ich sie noch vom Schlafzimmer aus betrachten können, was jetzt nicht mehr möglich ist. 

Jetzt spiegelt sie sich im Teich vor dem Haus, was in den Sommermonaten bestimmt sehr mystisch rüber kommt, wenn es warm ist und man sich lange draußen auffällt. Eigentlich könnten wir das schon, jetzt Ende Mai, aber es ist viel zu kalt hier oben. 

Ich schaue nach oben und wünsche mir die Wärme des Sommers!




Mittwoch, 22. Mai 2013

Die letzten Tage...neues von der Küste...


Ausatmen. Sich ein wenig Zeit zum schreiben gönnen…
der Hofladen ist eröffnet, hier und da möchte ich jetzt anfangen meine Kräuter zu ernten oder zu verarbeiten. Aber es ist windig und kalt, ich warte auf die wärmende Sonne und die Pflanzen rund um den Hof warten darauf, von mir entdeckt zu werden. 


Der weiße und auch der lila Flieder blühen, aber es ist viel zu windig, die Blüten abzupflücken und die Wärme fehlt, der Duft würde zu schnell vergehen. Als Räuchermischung sind sie so  ungeeignet.

Momentan habe ich das Gefühl, das der "Startschuss" noch nicht gefallen ist...


Die letzten Wochen harte Arbeit liegen hinter mir, eine Menge Organisation noch vor mir. Manchmal erwischte ich mich selbst dabei, vor lauter Überarbeitung, mich über Kleinkram aufzuregen. Aber der Pfingsttermin der Eröffnung musste eingehalten werden, komme was da wolle. 

Als mein Mann ein paar Tage vor der Eröffnung mit meiner Tochter einen Autounfall hatte, wobei es glücklicherweise für alle Beteiligten bei einem Sachschaden blieb, mussten wir aufhören, uns so unter Druck zu setzten.  

Jetzt fehlt noch die gemütliche Tee Ecke mit dem Boller Ofen. Aber das wird im Herbst nachgeholt. Ab nächste Woche wird dann der Seminarbereich renoviert, denn das Tipi wird wohl nun jeden Tag geliefert werden.

Viele nette Leute haben wir auf der Eröffnung kennengelernt, die meisten in Butjadingen wohnhaft. 

Immer wieder wundert es mich, wieviele Künstler es hier her Verschlagen hat; "die guten Energien, "höre ich fast jedes Mal.  

Sie sind  alle aufgeschlossen und neugierig auf unsere Arbeit, offen und so herzlich! Auch wenn es wieder schwer wird, wir wieder einmal alles riskiert haben, wie schon damals mit dem Hexenladen, so schaue ich hinaus in eine  Natur, die meiner Seele entspricht, höre den Wind und sehe das Wasser.  

Ich weiß, es ist ein zweischneidiges Schwert, zum einen Luxus, das zu tun, wie wir es tun, zum anderen ein hohes Risiko, wenn da nicht mein Vertrauen in die Göttin wehre, die mich führt.
Das flache Land ist es, welches mir so nahe ist, ich mag es eben. 


Die langen Marschwiesen, die Moorigen und Sumpfigen Felder und der dunkle Meeresboden. Urtümlich-Uralt. Hier atmet die Mutter ihre Kraft. Aus und Ein. Der Rhythmus ihres Blutes ist der des Meeres. 

Ihr kennt sicherlich alle den Hexenhof Blog und dort bekommt ihr einen Bildlichen Eindruck von unserem Hofladen.
Hier beginnt nun langsam das Rhtymische Hofleben und seit Sonntag kommt der ein oder andere Nachbar und Radfahrer vorbei, um „Moin“ zu sagen…

Noch ist aber viel zu tun und die Verschnaufpause dauert nur kurz. Ich muss mich sputen.


Nun ja, Übermorgen wohne ich erst zwei Monate an der Küste, dafür haben wir schon richtig was geschafft, ich sehe was alles schon hinter uns liegt und freue mich nun auf das " vor uns".

Dienstag, 21. Mai 2013

Unwetter Zauber…





Vor 7 Tagen brachen die Wolken auf, Hagel stürzte herab und Thor krachte mit seinem Hammer auf die Erde. Elementarer ist es, mitten in der Ebene, so ein Gewitter. Unmittelbarer und Unheimlicher.


"Sind wir geschützt?" Frage meine Tochter bangend,
" das Haus ist doch der höchste Punkt, oder etwa nicht?"

Ihr Augen waren erschreckt aufgerissen. 

Nein, ein Baum ist hier höher als der Hof, aber hab keine Angst, wir Hexen sind mit den Elementen verbunden, ich verspreche dir, es passiert uns nichts. Wärend ich das sagte, knallte es und auch ich zuckte zusammen.


Wieder prasselte der Hagel auf die Fenster. Ich ging durch die Scheune, holte meinen Kessel und Räucherwerk, stellte mich auf die Schwelle dem Unwetter entgegen.



Große Mutter schütze dieses Haus

Und alle die hier wohnen

Wir werden es dir lohnen

Mit Arbeit und mit Opfergaben

Werden wir dich immer im Herzen tragen.



Große Mutter schütze dieses Haus

Und alle dir hier gehen

Ein und aus

Lass nicht Sturm noch Wasser ein

Feuer und Böse Menschen

Sollen auch nicht sein!

Mutter, wir werden es dir lohnen

Mit Arbeit und mit Opfergaben

Werden wir dich immer im Herzen tragen….



Der Rauch verblich

Der Regen versickerte

Und Thors Hammer schwieg….

Montag, 6. Mai 2013

Die Heiligkeit der Dinge...(?)



Kürzlich wurde ich bei Facebook angeschrieben, warum ich denn Fotos meines *ZauberZimmers* öffentlich posten würde, da es doch, nach Ansicht derjenigen, ein heiliger Raum wäre.
Die Dame verstand nicht, warum ich denn meine " heilige Dinge", der Öffentlichkeit preisgeben könnte. Schließlich wären ja so viele negative Energien überall.

Genauso wie ich einmal angeschrieben wurde, weil jemand der Meinung war, ich würde Rituale der Öffentlichkeit preisgeben, nur weil ich unsere schönen Jahreskreis  Altäre fotografiere und somit den "bösen Blicken" aussetzen würde...

Ich muss zugeben, dass ich immer ein wenig perplex darüber bin, ist für mich doch selbstverständlich schöne Dinge als Foto zu veröffentlichen.  Ich mache keinen Unterschied zwischen Rituellen Gegenständen oder der zauberhaft schönen Blume in meinem Garten….ALLES was ich als schön erachte, halte ich in Bildern gerne fest und lasse auch andere daran teilhaben.

Ich sehe meine Arbeit als ein Handwerk an und das „ZauberZimmer „als meine Arbeitsstätte, genauso wie Altar oder Trommel. Ich empfinde alles als Heilig oder Nichts. Ein Heiliger Raum ist überall da, wo ich es will und diesen erschaffe. Und diese „Angst“ das irgendwelche Neider oder negative Personen, gleich beim Anblick eines Fotos, diesem die Heiligkeit klauen, bringt mich eher zum Schmunzeln.  (*Schwup* ..und das war`s mit der Heiligkeit* Ach herjeee..., na wer das glaubt...)

Eine schöne Blume verwelkt auch nicht schneller, nur weil ich sie als Foto in meinen Blog oder bei Facebook hineinstelle, genauso wie meine Trommel immer noch klingt.
Ritualgegenstände können mal der Kochlöffel sein  oder der Besen, der gerade noch zum Küche ausfegen genutzt wurde. 

Früher habe ich noch den ( extremen ) Schriftsteller/innen geglaubt, die mir vorzumachen versuchten, dass wir unbedingt einen Silberkelch, ein ganz bestimmte Schale und so ein Zeugs benötigen.  Heute weiß ich es aus meiner eigenen ,über fünfzehnjährige Erfahrung einfach besser.  Das ist Blödsinn!

Dank Luisa Francia und Cambra Skade bin ich eines viel leichterem magischen Lebens belehrt worden und es führt mich ja nun wirklich gut, das Leben...so versuche ich es auch weiter zu geben.

In schamanischen Traditionen sind Gebete, Rituale, Heilsitzungen oder Anrufungen in ganz alltäglichem eingebettet.  Naturvölker machen daraus nicht so ein „Gehabe“ , wie wir.  Sie haben ja auch nicht die Möglichkeiten einen Silber Kelch zu kaufen. Es ist immer wichtig sich zu erinnern, woher der Hexenkult einmal kam. Glaubt ihr wirklich die Schamaninnen vor zweitausend Jahren hatten so viel Auswahl??! 

Es gibt natürlich Gegenstände, die so kraftvoll sind, dass wir sie niemals aus der Hand geben würden, aber meist beschränkt sich das auf eins oder zwei, die mit Mensis Blut geweiht wurden. 

Ich habe für mich entdeckt, meine Hexengegenstände nicht wegzusperren.
Nein, ich bin niemand, der hinter jeder Ecke Energien sieht, die einem etwas weckschnappen könnten, deshalb poste ich fleißig meine Fotos weiter, weil ich gerne Fotografiere und auf sämtliche meiner Arbeiten stolz bin. 

Was bringt es, wenn wir etwas herstellen und es nicht zeigen? Etwas Schönes für uns entwerfen und Angst haben müssten es zu veröffentlichen?  Ich habe, seit ich vor etwa zehn Jahren anfing, mein Internet Tagebuch zu schreiben, immer versucht, durch Bilder, Geschichten oder Berichte ein Vorbild, Beispiel oder Ideengeberin zu sein.  Ich weiß, dass ich Urheberin einiger Praktiken geworden bin. Weil ich von Anfang an ziemlich selbstverständlich und öffentlich mit Ritualen und Magie umgegangen bin.

Und ich habe bei Menschen  Rituelle Handlungen gefunden, deren Idee einmal im Ursprung meinem Internet Tagebuch entnommen wurde, wie das hinlegen der gegossenen Figur der Venus von Willendorf , beispielsweise, die ich seit vielen Jahren an alten Kraftplätzen hinterlasse. 

Aber auch ich finde schöne Ideen oder Rituale im Blogs oder in Netzwerken, zauberhafte Bilder regen die eigene Phantasie und Ideenwelten an, man kreiert dann etwas Eigenes daraus. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diese „Esoterische angst -macherei „ von negativ Energien und Bösen Blicken ziemlich übertrieben finde. 
Mir klaut niemand irgendwas, nur weil er oder sie mit einer negativen Aura auf eines meiner Fotos schaut.
 
Ihr werdet  auch nach wie vor meine Fotos, die ich gerne knipse und veröffentliche bei Facebook oder hier finden, versprochen!

Donnerstag, 2. Mai 2013

Mein Beltaine....

Mein Beltaine war in diesem Jahr ein ruhiges Familienfest mit Feuer, Räuchern, Beltainebrot und Krafttierfindung . Dieser Botschafter der Göttin, die uns bis  zu Samhain begleiten werden. Für die Ahnen kam etwas ins Geisterhaus und es war alles in allem ein schöner , sehr ruhiger Abend am Lagerfeuer mit Musik. Es war auch nicht anders machbar, so zwischen Umzug und Hofbaustelle.
Aber ich vermisse meine Gruppenrituale, wie schön die letzten Jahre Beltaine mit den Frauen war!
Natürlich auch mit den Männern, wenn einmal welche dabei waren. Keine Frage, jedes Jahreskreisfest war und ist in den letzten fünfzehn Jahren immer anders gewesen....immer!

Ich kann mich entsinnen, das ich zwei Mal diese kommerziellen Hexenfeste mitgemacht habe, einmal auf der  Burg Hohenlimburg und einmal auf Burg Altena. Nein, das ist nichts für mich. Ich bin keine „Vorführhexe“ und sehe das als eine Art „Sakrileg“ den Leuten da etwas vorzuspielen. Rituale,  Gebete, Anrufungen gehören in den Kreis von Menschen die Gleichgesinnt sind, die Verstehen was dahinter steckt. 
Rituale kann man nicht „zeigen“, man muss dabei sein, unmittelbar selbst „erleben“.
Beltaine ist ein Fest der Liebe, der Frauen aber auch der Ahnen, weil es Samhain direkt gegenüber liegt. 

 Nach diesen Festen auf den Burgen hatte ich jedes Mal das Gefühl, meine Seele verkauft zu haben. Guter Umsatz hin oder her, ich habe es sein gelassen.  Ganz schnell. Auch ein Pilgern zu den Extern Steinen war so gar nicht mein Ding. Nein, ich vermeide diese Massenveranstaltungen.
Ich begehe die Jahresfestrituale lieber im Kleinen Kreis, dafür intensiv. Für mich ist der Naturkontakt zu Gott und Göttin wichtiger und die Magie die dahinter steht. 
Die Botschaften die wir dann erhalten und den Kontakt zur Anderswelt.  Solche Rituale gehören für mich nach draußen, in die unmittelbar erlebbare Natur.  Es ist ,beispielsweise ,ein unbeschreibliches Gefühl, wenn genau an der richtigen Stelle eine Eule ihren Ruf ertönen lässt, oder alle gleichzeitig etwas sehen oder fühlen…

Nicht dass es nicht schön war, mit Mann und Tochter, aber das hatte ich viele Jahre lang, vor dem Hexenladen.  Es fehlen mir die kleinen schönen Momente in der Gruppe und ich bin heilfroh, wenn ich wieder meine Seminare und Jahreskreise auf dem Hof halten kann. 

Heute beim Einkaufen, habe ich im hiesigen Touristenführer einen Eintrag über die Eröffnung des Hexenhofes gefunden und mich sehr gefreut. Momentan ist es anstrengend, da ich die Angst habe, das wir nicht fertig werden. Aber das ist wohl normal, wenn man unter Zeitdruck steht. 
Natürlich wird der Seminarbereich , der Anbau, bis dahin nicht fertig aber das macht nichts. 

Wir haben von unseren Ahnen zu Beltane wirklich kraftvolle Tiere an unsere Seite gestellt bekommen, mein Mann den Falken und ich den Reiher, beides Vögel und beides Tiere der Ahnenwelt und der Göttin.Und beides Tiere, die wir ohnehin hier schon jeden Tag um uns haben. Eine magische Bekräftigung, es hätten ja auch Bär und Luchs sein können...

Jetzt geht es mit voller Power in den Mai und auf die Eröffnung zu!Drückt alle Daumen, die ihr habt, damit alles klappt!