Freitag, 26. April 2013

Mein Tag…All-Tags-Rituale




Wenn ich am Morgen zuerst den Kamin im *ZauberZimmer * anzünde, die Tür zum Flur offen lasse, damit die Wärme in die Zimmer dringt, ist es mein Tag. 

Wenn ich das Frühstück um sechs in der Frühe vorbereite, der Kaffee Duft meine Lieben aus den Betten holt, ist es mein Tag.

Wenn ich durch die große Deele gehe, die Hofgeister begrüße, um die Türen aufzuschließen, beginnt für mich mein  Tag.

Beim staubsaugen den Katzenhaaren zu Leibe rücke, die Betten mache und die Landluft durch die Fenster in das Haus lasse, die Windwesen begrüße, ist es mein Tag. …Dabei kommt mir in den Sinn, das es mehr Spaß machen würde, wenn der Staubsauger einen Namen hätte und gleich der Besen dazu, die Kaffeemaschine und vielleicht noch der Rasenmäher vor dem Haus… 

Wenn ich zum Postkasten gehe, dazwischen etwas ins Geisterhaus lege und die Sonne, die Wolken oder den Bussard, die Enten oder sonst etwas begrüße, dann ist das mein Tag. …Dabei kommt mir in den Sinn; wie es wäre, all diese All-Tags-Gegenstände ( Staubsauger, Mixer, Waschmaschine) zu bemalen, sie zu beseelen. Wenn ich ihnen schon Namen gebe, könnten sie ja gleich ein neues Aussehen erhalten…
Wenn ich das Essen zubereite, dabei mit dem Herdgeist spreche, mit dem Radio singe oder aus dem Garten Kräuter hole, ist das mein Tag. Wenn ich zwischendurch für die Familienspirits am Ahnenbaum im Flur anhalte und ein Räucherstäbchen entzünde, so ist das mein Tag. …Dabei kommt mir die Idee beim essenkochen , eine schöne Kraftvolle Musik zu hören, die meiner Seele entspricht wie die Medicina Shamanica beispielsweise. Warum das ewige Gedudel aus dem Radio?!  Ich folge diesem Gedanken.


Der Herdgeist sollte auch mal wieder geehrt werden und vielleicht die Wesen im Hollerbaum. Ich hole mir ein Räucherwerk und eine Kerze und entzünde sie in der Nähe des Ofens. 

Wenn ich mich nach dem Mittagessen  für eine Stunde in den Garten oder in das Zauberzimmer zurückziehe, um mit den Spirits zu arbeiten, zu trommeln oder zu malen, so ist das mein Tag. Es kann auch sein, das ich Gartenarbeit mache, streiche oder Wäsche aufhänge, ganz egal, es ist ja mein Tag!


Wenn wir am Nachmittag dann wieder alle zusammen in der Küche Tee trinken, um zu quatschen, so ist das mein Tag. …Dabei kommt mir der Gedanke,  einige Tee Kekse ( oder das Stück Kuchen vor mir) , könnte ich unter dem alten Hollerbaum im Garten legen, um Frau Holle zu ehren. 

Nach dieser kleinen Opfergabe, geht es mit irgendeiner Arbeit weiter, bis zum Abend.


Am Abend kommt die Tochter heim, steht die Arbeit still, wird der Kamin im Zauberzimmer gelöscht und die Türe geschlossen. Die Kerzen im Wohnraum angezündet. Noch ein letztes Räucherwerk am Ahnenbaum.
 
Dann wird zusammen auf dem Sofa gesessen und Ferngesehen, vieleicht auch ein Buch gelesen oder ein Spiel gespielt....das war mein Tag….voller kleiner All-täglicher Magie…

Montag, 22. April 2013

Ver-wurzeln...

Die letzten Tage hatten wir in Butjadingen das schönste Wetter. Traumhaften Sonnenschein. So habe ich die letzten zwei Tage für die Gartenarbeit genutzt. Der Kräutergaren musste  vorbereitet werden, denn die ersten ganz speziellen Pflanzen sind bestellt. Es soll ein „Meer –Heil-Garten“, mit Heil und Gewürzkräutern, die rein an der Nordseeküste wachsen, entstehen.
Dann wird es den normalen Kräutergarten geben, was bei mir so „normal“ ist, einen Bereich mit Räucherpflanzen und dann der Hexengarten.  Heilkräuter sind es ja alle. Wildkräuter gibt es ja rund herum genug. Nicht alles habe ich schaffen können, aber einiges. 

Es ist eine gute Arbeit sich mit der Erde vor Ort zu verbinden, in dem man sie umgräbt, ihr Luft verschafft und schaut, was alles so darunter ist. Wurzeln habe ich gefunden, die ich noch zuordnen muss. Es war eine harte Arbeit, den Marschboden umzugraben, aber es hat mich sehr erfüllt, wie ein gutes Gespräch.  Als Dank gab es den Rauch vom Fichtenharz von mir.

Heute ist ein Teil des Kräutergartens vorbereitet, wenn die Pflanzen eintreffen.  Und ich fühle mich sehr verbunden und geerdet dabei.  
Einige Leute haben mich schon gefragt, ob ich das Gefühl hätte, im Urlaub zu sein. Hmm… auf das Gefühl habe ich gewartet, es kam aber nicht. Mein Mann lag in der Hängematte und meinte, er hätte manchmal das Gefühl, gleich käme jemand und würde ihn bitten, aus seinem Garten zu gehen…Ich dagegen habe mich von Anfang an total heimisch und zu Hause angekommen gefühlt. 
Heute hatten wir einen netten Besuch aus der Nachbarschaft. 
Er hatte von uns gehört und spontan entschieden sich  vorzustellen, oder sich uns mal anzuschauen, wie man  es nimmt…Er suchte nach Indianischen Zeremonien, was wir aber selbst nicht anbieten. Aber Zufälle gibt es ja nicht und wer weiß. .. 
Und Vorgestern  wurde das Tipi für die Übernachtungen bestellt. Wir sind sehr gespannt.  
Für mich waren die letzten Tage wichtig, ich habe den Garten weiter erkundet. Kalmus wächst in den Gräben und ich meine die ersten Stängel des Baldrians zu erkennen.
Eine Menge Girsch und Gundermann gibt es auch noch und so haben wir he
ute wieder einen Kräuterauflauf mit Bärlauch, Girsch  und Lauch genießen können. 
Morgen soll es regnen. Dann geht es im Laden los. Rumräumen, streichen, aufstellen…..Da bleibt keine Zeit mehr für draußen.  Schließlich rennt uns die Zeit davon.  

Ich freue mich sehr auf Beltane, am Feuer sitzen und ,ich habe es mir bis dahin aufgehoben, denn das wird das erste Mal , das ich draußen trommeln werde...













Mittwoch, 17. April 2013

Mich beheimaten…



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Langsam wird es Zeit anzukommen, durchzuatmen und sich mit meiner spirituellen Umgebung vertraut zu machen. Ich muss eigentlich nicht viel dazu tun und doch ist es schwer, einmal wirklich „nichts“ zu tun. 

Für das Ritual „des beheimaten“, ist es aber wichtig dem NICHTs ins Auge zu sehen.
Ich habe das Essen fertig, die Wäsche ist gemacht ..bla..bla. Ich nehme mir einfach diese  kleine Auszeit!

Eigentlich muss ich nun am den Online Shop arbeiten, aber die Sonne schreit gerate zu, in den Garten zu gehen. Nein, diesmal wird kein Laub gekehrt  und nichts geschnitten. Natürlich gibt es noch viel zu tun.
Der Garten ist einigermassen erkundet, ich habe Bärlauch entdeckt,  gerochen habe ich ihn schon, als ich auf der Terrasse stand. Und frischen Lauch , der schon im Saft steht.  Daraus und aus dem Salbei an der Ecke, wurden schon Küchengerichte gezaubert, das hat fabelhaft geschmeckt, so haben wir uns innerlich verbunden. 

Habichts -und Skorbut Kraut , Fetthenne, Melisse und Minze habe ich gefunden und bin auf die vielen Beeren gespannt, die da kommen werden. Und ich meine wilden Dill endeckt zu haben.

Jetzt ist das Spirituelle dran, meine Erden Seele. Vor ein paar Tagen haben wir  zwei Hängesessel gekauft. Einer wird nun in dem alten Baum am Rande des Grundstückes aufgehängt, nahe dem Reid (Schilfgras) das ich so gerne mag. Hängematten und weitere Ruhepunkte werden folgen. Aber der erste, ist ganz meiner.  

Ich danke dem alten Obst Baum, dass sein Ast mich hält und dass ich unter seinen Zweigen willkommen bin.
Der Hängesessel empfängt mich, wie eine Umarmung der Göttin, ich fühle mich dort, das Kissen in meinem Rücken, sehr geborgen. Meine Füße lege ich entspannt in den Schneidersitz und lehne mich zurück.  

Langsam fängt die Windin an, mich zu schaukeln, während der Schwaden des Räucherwerks zu mir rüber zieht, mich einhüllt.  Ich genieße das Nichts-tun  und schaue wohin der Sessel sich gerade dreht. Schaue über das Reidgras , über die weite Marschlandschaft, dann wieder dreht der Sessel sich zum Garten hin. Ganz sanft gehen meine Gedanken mit der Landschaft auf Reisen.

Das Reidgras fängt an zu singen und die Sonne schaut durch die Äste, die mit kleinen Blüten bestückt sind, die sich zu öffnen anfangen. Das Summen der Bienen ist leise aber klingt wie eine Harmonie, zusammen mit dem Wind und dem Gesang des Schilfes.  

Ich schließe die Augen. Was nehme ich nun wahr? Vogelgezwitscher und in der Ferne ein Schrei der Möwen.  Das Summen der Hummeln und das rascheln des Reids. Ich meine das Wasser zu riechen und dann wieder das Fichtenharz des Räucherwerks und der leichte Duft des Bärlauchs streichelt meine Nase. Sanft werde ich in meinem Sessel hin und her geschaukelt und ich fühle mich von allem umarmt und zuhause.  

Ich bin angekommen, in meinem Körper und in meiner Seele. Ich tausche mich aus, mit dem Wind, der See und den Gezeiten.  Bin verbunden mit allem. Der Sinn des Lebens ist mir egal- ich will die Erfahrung des lebendig seins! 

Es ist ein guter Wind, der mich trägt, der Ast der mich hält und das Land was mich empfangen hat. Das Haus, was meine Seele Kraft und Inspiration bietet. Ein gutes Haus, ein gutes Land, ein guter Geist!

Ich weiß, dass ich das alles teilen muss, das ist die Option der Götter. Ich will dass es anderen auch gut geht, das sie sich genauso fühlen, wie ich in diesem Moment, hier in dem Hängesack unter dem Baum!

Es ist doch so einfach!


Dienstag, 16. April 2013

Fotos..Fotos ...Fotos!!!!

Hier kommen sie endlich! Die ersten Bilder vom Hof! Wir sind wieder Online und auch nun am Festnetz angeschlossen! 

Hier seht ihr den Essbereich und den Wohnraum: 









 Die Küche:


 Das Schlafzimmer:

 Flurwächter:
 Treppe zu den Räumen unserer Tochter und dem Gästezimmer:
Blick in den Flur der obere Etage: Geradeaus das Zimmer der Tochter, links das Gästezimmer mit Bad.

 Zimmer unsere Tochter, auf zwei Etagen.


Mein Zauber Zimmer:

 Sieht  ein wenig wild aus...
 mit Zugang zur Deele, muss nicht unbedingt durch den Privaten Bereich des Hofes laufen, das ist mir wichtig.





Das Badezimmer mit einer großer Badewanne ..



 Fensterblicke...nichts als Natur um uns herum!!!!

Alles in allem haben wir schon viel geschafft und müssen nun den Ladenbereich renovieren, da ist noch allerhand zu tun...

Und auch der Bereich, wo wir die Seminare abhalten möchten,muss noch renoviert werden:


Ansonsten gibt es nicht nur rund um den Hof eine Menge Platz, für Rituale und Jahresfeste, auch wenn das Wetter mal nicht so gut ist:



Die Dreschdeele ist über 4 m hoch, so das sogar Kerzen und eine kleine Feuerstelle vorstellbar sind. Ein Spiralritual ist ohne weiteres machbar. Dort oben möchte ich später Mythen und Sagen Abende abhalten....




Ein Blick in die Dreschdeele vom Zauber Zimmer aus. Noch steht gaaannnnnzzz viel rum...

Demnächst mehr....

Sonntag, 7. April 2013

Arbeit..arbeit..arbeit !!!

Noch immer macht uns die liebe Telekom(a) einen Strich durch die Rechnung, was das Internet angeht, jetzt haben wir einen kleinen Notbehelf für 7 Tage. Momentan suche ich auch noch nach meinem Kartenlesegerät, für die Fotos, das in all den Kisten und Kästen untergetaucht ist. Wie das so ist, jeder der einmal umgezogen ist, kann sicherlich nachvollziehen, in welchem Caos wir uns befunden haben. Und zum Teil noch befinden.

Ja, es ist tatsächlich recht überschaubar, dank des Platzes und helfender Hände. Ich habe das Gefühl schon ewig hier zu sein und muss mich selbst immer wieder darauf aufmerksam machen, das unsere Persönlichen Dinge und Ladenware nebst Aussatttung, ja erst am Mittwoch kamen. Wir haben in diesen paar Tagen eine Menge geschafft!
 

Heute habe ich angefangen, mein "Zauber Zimmer" einzuräumen  und das Haus auszuräuchern. Draußen hängen die ersten "Hexen Dinge" wie eine stattliche Anzahl von Hühnergöttern, die ich teils selbst gesammelt, teils geschenkt ( Grüße an die liebe Kerstin!) bekommen habe.

Der Garten ist inspiziert und erfreut stellte ich fest, das viel Holunder rund ums Haus wächst. In den Weiden gibt es Fledermäuse und ein Marder schleicht ums Haus. Noch ist der Eulenbaum leer und ich hoffe sehr, das es bald wärmer wird, damit Frau Uhu wieder dort Platz nimmt.

Jetzt, da mein "Zauber-Zimmer "Gestalt annimmt, fühle ich eine gewisse Unruhe , bald wieder mit meiner Hexen arbeit zu beginnen. Einige Anrufe haben wir schon erhalten, ich fühl mich einfach nicht "ganz" ohne meine Berufliche Ritualarbeit als Hexe. Es fehlt mir doch sehr.

Was mir nicht fehlt , ist Facebook. Aber das bloggen schon, so das ich auch ohne Fotos kurz mal einen Eintrag verfassen musste, bevor ich wieder im "Nirvana" versinke...

Falls Ihr mich erreichen möchtet, findet ihr die Handy Nummer auf der Hexenhof Seite. Meine Neue Festnetz Nr könnt ihr erfahren, wenn ihr die alt bekannte Hexenladen Telefonnummer wählt, dann erhaltet ihr die neue Rufnummer.

Jetzt werde ich einmal den Kartenleser suchen, damit ich euch entlich die neuen Fotos zeigen kann...


Montag, 1. April 2013

ein kurzes *hallo* von der Küste

Ich schreibe mit denkbar schlechter Netzverbidung und auf dem Laptop meiner Tochter...
Die letzten Tage waren wirklich hart und voller arbeit, es hat sich aber gelohnt und so ist heute der erste Tag ohne Putzen,Malen oder renovieren. Mittwoch kommt der Umzugswagen ,aber vor allem: Mein Mann!
Es ist hier verdammt still und trotz der vielen arbeiten die anfallen, auch sehr einsam ohne ihn. Dennoch habe ich keine Angst , ich fühlte mich vom ersten Tag hier wilkommen und zu Hause.
Es ist ein Traum am Küchentisch zu sitzen und den Deich sehen zu können. Beim meiner Sichtung des ersten Storches war ich ganz außer mir!

Diese Stille hier, ist Kraft gebend und so traumhaft, der ewige Wind, der vom Meer her um das Haus streift, und das Salz auf meinen Lippen.  Der Hof ist den ganzen Tag Sonnendurchflutet und die  Vollmondin konnten wir auch schon in der ersten Nacht genießen.
Ich freue mich so, entlich wieder mit meinem Hexenhandwerk beginnen zu können, hier gibt es schier unentliche Möglichkeiten.

Ab und zu...naja...in den ganzen Tagen habe ich hier nur zwei Mal einen Menschen gesehen. Kein Geräuch, kein Auto ,noch nicht einmal ein Flugzeug! Von weitem sehe ich , bis jetzt noch, die Landstrasse, wenn alles bewachsen und grün ist, werde ich sie nicht mehr sehen können. Schon von weitem kann ich erkennen, wer zu uns will, das ist echt genial.
Jetzt kehrt die Ruhe vor dem Sturm ein, Mittwoch geht es dann erst richtig los, wenn  die Möbel kommen und alles vom Hexenladen.

So, das wärs erst mal,ich werde mit dieserm Laptop nie warm werden und dieser verdammten Tastatur.
Ach ja, die Post kommt erst Nachmittags hier  und es ist echt lustig zum Briefkasten laufen zu müssen , ohne Jacke geht gar nicht.

Bald werden eine Menge Fotos folgen!