Donnerstag, 28. Februar 2013

Morgen Kinder wird’s was geben….

Bei der Göttin! Heute ist der letzte offizielle Arbeitstag im Hexenladen. Ein normaler Tag eigentlich. 

Aber als wollten mich die Götter noch einmal herausfordern, hatte ich die letzten Tage einige Kuriose Menschen, eine Frau, die meinte, sie müsse mir das Neue Testament schenken und ein Kartenverkäufer der , weil ich keine Haustürgeschäfte mache, weder im Laden noch Privat, meinte, er müsse ausfallend werden. Nicht zu vergessen, der Holländer der mir Messer und Töpfe verkaufen wollte und ganz schnell ab flitzte, als ich ihm mit der Polizei drohte.

 
So richtig geärgert hat mich das alles nicht, mir tut die Frau mit der Bibel in der Hand eher leid, weil sie meint, andere überzeugen zu müssen. Sie sagte, sie hätte gelesen ich hätte mich nie mit dem Christentum beschäftig…ach herje! 


Gerade ich, die sich ausführlich mit vielen Arten von Religiösen Gemeinschaften auseinander gesetzt hat!  Ich war natürlich so zuvorkommend, die Dame aufzuklären, dass ihre Anstrengungen vergeblich sind und sie möge die Bibel jemanden geben, der sie besser gebrauchen könnte. Ich musste mich beherrschen, nett zu bleiben, sie meint es sicherlich gut, ich kann so etwas allerdings nicht ausstehen. Ihr könnt es euch denken!


Tja…zehn Jahre, eine lange Zeit. Ereignisreich, lustig und voller kleiner und großer Wunder! 


Zwei meiner ganz persönlichen Träume habe ich verwirklichen können, den Hexenladen und einmal ein Buch zu veröffentlichen. Beides habe ich geschafft, viele können nicht mal einen ihrer Träume verwirklichen. Was ja nicht immer ausschließlich an demjenigen liegt. Gerade deswegen weis ich das so zu schätzen!


Der Hexenladen war ein Risiko, ich würde es immer wieder tun! 
Für das Buch war es damals die richtige Zeit . Da hatte ich Glück.
In ferner Zukunft wird nochmals ein Roman folgen. Eine Verlagsanfrage für ein Pflanzenbuch liegt auf Eis...aber wer weis.
  

Der dritte und größte Lebenstraum, steht unmittelbar bevor, genau wie der neue Lebensabschnitt. Meine Erfahrung für mein Leben hat gezeigt, das bisher alle zu (m)einer Zeit kam, die genau richtig war. Ich wurde früh Mutter, was ich recht lange bereut habe. Heute weiß ich, dass das alles so optimal war. Oder wir sind damit optimal umgegangen, wie auch immer.


Ich habe früh und jung geheiratet, den richtigen und passenden Partner für diesen Weg. Wir waren immer fleißig und haben nie Wert auf Äußerlichkeiten gelegt. Reinreden habe ich mir nie lassen und bin immer meiner Eingebung gefolgt. Auch das war gut so.

Heute bin ich dankbar dafür, wie alles gekommen ist.



Fast scheint es so etwas wie eine Vorsehung zu geben...



Ich bin froh, hier so viel im Laden an Erfahrungen gemacht zu haben, gute wie schlechte. Kein Studium und keine Ausbildung kann das, was ich über Menschen erfahren habe und immer wieder erfahre. Und über mich selbst.


Hier in Dortmund ist alles getan, was getan werden musste, ich habe alles gesagt oder geschrieben, alles ist erledigt und bleibt hier, was ich nicht mitnehmen wollte. Menschen und Situationen die mir nicht gut taten sind gegangen, haben sich gelöst. Teilweise ohne , das mir das bewusst war. 


Jetzt kann ich gut Abschied nehmen, denn ich habe hier nichts mehr, was ungelöst bleiben würde. Nur meine beiden Kinder und den Enkel, wie meine beste Freundin, werde ich bestimmt ganz stark vermissen. Sie trösten mich mit den Worten: schneller als du denken kannst, stehen wir mit Kuchen vor der Tür! Ich werde sie beim Wort nehmen!


Heute Morgen noch Geschäftliches erledigt, das Kartenlesegerät abgemeldet und das Busticket der Tochter gekündigt. Danach brummte der Kopf. Schreibkram. 

Gerade war der neue Besitzer des Hauses im Laden und hat Fenster ausgemessen und ich finde es gut, dass nach mir hier nichts mehr ist. Nur noch eine nette Junge Familie wohnt. Das hat es uns sehr leicht gemacht. 



Ich lehne mich jetzt zurück, bevor es morgen so richtig losgeht mit dem Abschiednehmen. Merkwürdigerweise bin ich ganz ruhig. Seltsam oder? !

PS:
Gerade habe ich Erfahren das morgen um 14.00 Uhr ein Beitrag im örtlichen Radio über uns laufen wird...

Dienstag, 26. Februar 2013

Wieder zurück ...



Ein verlängertes Wochenende voller Termine ist zu Ende und ich wurde quasi von der Autobahn in den Hexenladen katapultiert, im lustigsten Sinne, versteht sich. 

Jetzt sind wir Niedersachsen, offiziell, im Ausweis und gemeldet als wohnend auf dem Hexen Hof, Dükerweg 6 in Tossens–Butjadingen, Landkreis Wesermarsch. Neues Autokennzeichen der Kreisstadt Brake haben wir  auch und sind nun nur noch in Dortmund auf Besuch! 
Am Samstagnachmittag gab ich mein erstes Interview der dortigen Zeitung. Und es ist schon Kurios, das ich gerade diese Zeitung als Hübsch verpacktes Geschenk von meiner Freundin Ulli an meinem 40.ten Geburtstag bekam! 
Bis zur Unterschrift des Kaufvertrages, im letzten Jahr,  lag der „Wesermarsch Kurier“ auf meinem Altar!
 
Natürlich war auch meine Freundin die erste, die vom Hof Kauf erfuhr, wie ich sie auch jetzt über den neusten Stand informiert wurde, schließlich verbindet sie mit der Kreisstadt Brake ihre Kindheit und ich kann es kaum erwarten, dass sie zu Besuch kommt und ich ihr alles zeigen kann. 

Wie kleine Mädchen haben wir schon los gesponnen….
Auch mit den fast-ehemaligen Besitzern des Künstler Hofes verbindet uns eine Sympathie und als uns der Journalist der Zeitung fragte, wie wir gerade auf diesen Hof gekommen sind, war die Magie dieses Weges wieder da. ...

Ich glaube ich werde noch in dreißig Jahren darüber staunen…..

Und selbst in dieser kargen Jahreszeit bringt mich das weite Land zum Träumen und bietet meiner Seele eine Kraft und nie gekannte Freiheit! 
 
Am Sonntag hatten wir Zeit die weitere Umgebung zu erkunden, waren in den Mooren rund um Butjadingen unterwegs. Aber der Wind war so eisig und richtig  kalt war es. Ich kann mich an dem Zauber dieser Moore und Marsch Landschaften einfach nicht satt sehen und die Kraft und Mystik des Erdbodens dort.



Am Montagnachmittag, nach all den Behörden Gängen hatten wir dann noch etwas Zeit am Wasser in den Salzwiesen zu wandern und siehe da, es war nicht mehr so kalt! Zugvögel kreisten in Scharen über uns, wo die wohl jetzt hinfliegen?! 


Und so irgendwie hatte ich das Gefühl es roch nach Frühling….


Auch mein persönlicher Umzugstermin steht fest: 

Ich werde am 26. März, also genau in 28 Tagen auf den Hof ziehen, während mein Mann am 2. April folgen wird. Wir werden vorarbeiten leisten, wie streichen und unsere Tiere eingewöhnen. 
 

Jetzt zähle ich noch die Tage bis zum Umzug!

Donnerstag, 21. Februar 2013

Niemals geht man so ganz...?!



Es wuselt im Hexenladen, jetzt kommen sie alle nochmals um mich oder den Laden, oder beide, zu verabschieden. Einige möchten das in Ruhe tun, nicht in der Hektik der Abschlussfeier.


Was ich verstehen kann. Wir unterhalten uns, ich erzähle wo es hingeht ,freue mich und bekomme jedes Mal leuchtende Augen. Von ein paar Menschen habe ich gehört, dass ihnen wehtut, wie sehr ich mich darüber freue, weg zu gehen, denen möchte ich anvertrauen, dass ich  nicht mal eben so ,alles hinter mir lasse.  


Natürlich nicht! 


Glaubt mir, momentan vergieße ich ab und an schon mal Tränen. Das lässt mich nicht kalt, trotz aller Freude und Euphorie. Ich lasse nicht mal eben so meinen Sohn zurück, das Mutterherz weint da schon und ich lasse nicht mal eben so, Entwicklungen von Kunden oder Klienten, die ich gerne weiter verfolgt hätte, los. 

Ich habe meine Kindheit, Jugend und den großen Teil meines Dahseins hier an dem selben Ort verbracht. Da lässt man nicht einfach mal eben so los! Auch wenn es so klingen und aussehen mag.

Natürlich nicht!
 
Es werden immer einige Menschen in meinem Herzen sein, auch solche, von denen ich mich oder sie sich von mir, getrennt haben. Und es fällt nicht leicht zu gehen, denn ich habe eine Handvoll lieber Menschen kennenlernen dürfen, die ich mit den Jahren sehr zu schätzen gelernt habe. Aber gerade bei ihnen weiß ich, dass sie mich besuchen werden. 

Und ich lasse nicht mal eben so, meine Plätze , Quellen und Baumfreunde los.

Natürlich nicht! 

 Und vor ein paar Stunden kam mir die Idee ,Kurse anzubieten die aufgrund ihrer Beständigkeit und Gruppengröße für den Einzelnen doch recht günstig ausfallen, wenn jemand die Anfahrt zu uns nicht scheut. 

So habe ich auf meinem Hexenhof Blog ,die Ausbildung zur Erdenheilung anzubieten.



Meine Plätze hier, an denen ich wirklich energetisch und gefühlsmäßig sehr hänge, diese  zurück zu lassen, das ist  sehr schwer. Es macht mich traurig diese Bindung mit dem Land hier zu verlieren. Ich durfte hier viele kraftvolle Orte kennen lernen.  Ich weis aber alle in guten und beseelten Händen, schließlich gibt es eine Handvoll Hexenschwestern, die mein Erbe antreten werden und auf die ich mich verlassen kann.


Selbstredend, gibt es gewisse Ängste: Mehr als drei Monate keinen Umsatz zu haben und danach auch nicht zu wissen, wie es wird…klar schürt das Existenzangst. Ich bin da aber Ehrlich, die letzten 2 Jahre im Hexenladen waren auch ein auf und ab und im letzten Jahr standen wir vor der Fragen ganz zu schließen. Mein Vertrauen in diesen (neuen) Weg ist aber so überwältigend Groß, das mich das nicht umhaut. Mit jeder neuen Woche, tauchen auch neue Ideen und Möglichkeiten auf.


An diesem Samstag , wenn wir zum lezten Mal als Besucher zum Hof fahren,  erwartet uns schon der erste Journalist, der dortigen Zeitung. Was will ich mehr?! 

Hier ist alles erledigt und meine Arbeit beendet. 
Was zu tun war, habe ich getan
 
Um mich selbst weiter entwickeln zu können, musste ich zwangsläufig gehen. Und ich will zu Ruhe kommen. Ich war die letzten fünf oder sechs Jahre sehr umtriebig und ich freue mich sehr einen Punkt zu haben, von dem aus ich arbeiten kann, beweglich zu sein, ohne mich unbedingt weit bewegen zu müssen. Meinen Kraftplatz um mich herum zu haben. 

In Ruhe und Harmonie jetzt noch viel umfangreicher lehren zu dürfen und selbst weiter zu lernen....

Dienstag, 19. Februar 2013

Wo bist Du?



Liebe Anne,
seit einiger Zeit bist du Thema im Frauenkreis. Du kennst sie doch sicherlich noch alle:  Kerstin oder die Claudia? Du bist eine lange Zeit mit uns den Weg der Göttin gegangen und mit einem Male verschwunden.

Kein Abschied und kein Wort. Wo bist Du? Geht es Dir gut? Bist Du gesund? 
Gerade bei unserem letzten Imbolc Ritual haben wir alle wieder an  Dich denken müssen. 

Ist alles OK bei Dir? Und warum bist Du so leise verschwunden?!


Du hast sehr häufig mein damaliges Tagebuch verfolgt und nun bleibt mir kein anderer Weg als Dich direkt öffentlich anzuschreiben, denn niemand von uns hat Deine Adresse oder Telefonnummer. Deine Mail Adresse hatte ich einmal, aber leider ist die auch weg. 

Beim Einpacken fiel mir Dein Roman , „der Versteinerte Engel,“  in die Hände, den Du geschrieben und veröffentlicht hast. Du hast es mir damals geschenkt. Und ich fragte mich, wie ist Dein Weg heute so?

Die Mädels haben sich damit einverstanden erklärt, das ich Dich jetzt auf dieser Plattform  öffentlich anschreibe, in der Hoffnung, Du liest immer noch mal mit. 

Es wäre schön, wenn Du dich bei mir melden könntest, ( oder bei den anderen), es würde mich sehr freuen, auch weil ich gerne wissen möchte, wie es dir geht. 

Liebe Grüße
Minerva 
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Eintrag Juni: für alle Neugierigen die Wissen wollen, wie es weiter gegagen ist: Anne hat sich gemeldet und ist wohl auf! Es freut mich sehr und wir sind nun wieder in Kontakt...