Montag, 31. Dezember 2012

Silvester Zauber


Hier mal ein kleiner, aber sehr schöner Zauber, den man gut mit Freunden oder den Kindern nachmachen kann. Nicht nur zu Silvester, auch als Neujahreszauber oder kleines Geburtstagsritual eignet dieser sich gut. 

Ihr benötigt:
Symbole von Glücksbringern, wie Kleeblatt, Fliegenpilz ect. was Euch so Einfällt und Gefällt.

Es kann auch jedes Familien Mitglied seinen eigenen kleinen Talisman in die Runde oder auf den Tisch legen...ganz gleich. Schön sind aber ganz alte Symboliken.

Rote Kerzen für Fruchtbarkeit ( innere und äußere) Kraft und Stärke ( steht auch für die Göttin Verdandi) . Es reich eine rote, es können aber auch so viele sein, wie Personen mitmachen.


Schwarze Kerzen ,Symbolisch für die Göttin Urd, das Zukünftige ( Schwarz für Schutz und aufhebung von Hindernissen) . Hier gilt auch, wieiviele spielt keine Rolle.


Lorrbeer Blätter , diese werden seit Jahrhunderten als Zauberpfanzen verwendet. Von den Römern beispielsweise.

Auf die Blätter schreibt ihr Eure Wünsche, am besten aber keine Materiellen Dinge, sondern soetwas wie Gesundheit, Erfolg, Glück, Liebe u.s.w

Kurz vor oder nach dem Jahreswechesl entzündet ihr die Kerzen, ihr könnt vieleicht noch Eure Schutzgöttin rufen oder was immer ihr möchtet. Dann verbrennt jeder der Reihe nach das vor ihm liegende Lorbeer Blatt und sagt seinen Wunsch laut in den Rauch, der entsteht.



Man kann da noch weiter gehen und aus der Art , wie die Blätter dann  verbrennen ablesen, ob der Wunsch schnell in Erfüllung geht, ob Hindernisse bestehen u.s.w.


Lorbeerblätter wurden  zum Zwecke der Orakelschau , seit Jahrtausenden benutzt. Man warf  die Blätter ins Feuer und las aus der Art, wie sie von den Flammen verzehrt wurden, die Zukunft ab. Verbrannten die Blätter geräuschlos, dann bedeutete das Unglück; knackten sie laut, dann würde sich alles zum Guten wenden. Verbrannten sie schnell , so kam schnell der erhoffte WUnsch, verbrannten sie nur halb, so dauerte es noch 6 Monate bis sich dieser erfüllen sollte...us.w



Schön als kleines Familien Ritual mit Kindern! Gestaltet es Bunt und fröhlich, damit Eurer neues Jahr auch so wird!

 *ALLES GUTE*

By Minerva

Der letzte Tag des Jahres...Nornentag!

Das Jahr endet.
Unser Feuer im Kamin wird nun extra entzündet um Hestia , die Göttin der Flammen  zu ehren.

Die Rauhnächte dauern noch bis zum 6 Januar an, dennoch ist heute der Tag ,dem Jahr nun entgültig "Lebewohl" zu sagen. Zeit hatten wir, Zeit von Samhain , bis jetzt. Zeit um Nachzudenken und um in uns zu gehen. Mit einem heißen Tee und Gebäck schaue ich in die Dunkelheit...lausche in die Stille....

Die Sonnenbahn ist beendet, Zeit für das neue Licht. Nach dem heutigen Tag, dem Tag der Nornen, wird es wieder merklich heller um uns herum und damit meine ich nicht nur das Licht. Die in diesem Jahr besonders "schweren  Energien" werden sich ganz langsam auflösen...

Heute Nacht ist nicht nur Silvester, es ist der Abend der Nornen, der Schicksalgöttinnen. Oder auch der Hekate, die ,die an den Wegen des Lebens steht, um gerufen und geehrt zu werden. Die Nornen, wie auch Hekate oder Hel, sind dreifache Göttinnen, sind die Seele der Natur. Sie stehen für das was war und das was sein wird. Sich mit ihnen zu verbinden, sie als Mütter oder Patinnen zu haben, kann sehr Schicksals beeinflussend sein.

Aber schon immer haben wir Hexen unsere Leben gut so lenken können, wie wir es gerne hätten. Zumindest haben wir Einwirkungen darauf. Wenn ich mich den Nornen nicht zuwende, dann hören sie mir auch nicht zu. 

Vor etwa dreizehn Jahren las ich ein Buch, es war von Zsusamma Budapest und hieß " der Einfluss der Schicksalsgöttinnen", das hat mir damals sehr bewusst werden lassen, wie wichtig es ist, sich mit den Nornen gut zu stellen. Ich kann seit dem nicht klagen. 

Das Buch ist schon lange nicht mehr im Handel, aber wenn es Euch mal in die Hände fallen sollte, so müsst ihr es unbedingt lesen.

Heute ist es Zeit, unsere Botschaft zu ihnen zu bringen, um Veränderung oder Beständigkeit in unserem Leben zu bitten.

Für die Nornen entzünde ich  in einem Gebet drei Kerzen. Eine Weiße für die Vergangenheit, eine Rote für die Gegenwart und eine Schwarze für die Zukunft. 

..."Ihr Göttinnen, Töchter der Welt!
Ihr webt das Band der Menschen, dreht die Räder und wirk den Wechsel der Gezeiten.
Euch bitte ich, bringt Lachen in mein Herz und Gleichgewicht in meine Seele.
Euch danke ich für das Vergangene , das Gegenwärtige und Bitte für das Zukünftige.
Beschert mir und allen die mir nahe stehen einen glücklichen neuen Zyklus im ewigen Winden der Welten!..."

Jetzt  sitze ich da... im Dunkel der Nacht, vor der roten Kerze der Gegenwart. Entzünde Baumharz und sehe in den Rauch, höre den Wind in den Bäumen. Und wie eine Antwort auf meine Bitte ,erhebt das Windspiel auf dem Balkon  seine Stimme.

Eine magische Silvesternacht wünsche ich Euch!




Freitag, 28. Dezember 2012

Das Jahr geht zu ende...



Das Jahr neigt sich seinem Ende zu und ab heute werden wieder hunderte von Euros sinnlos an Silvester Knallern verballert. Immer denke ich dann, an die armen Tiere die  da draußen sind, die Wildtiere und Vögel, die Katzen und Marder….Also, ich wäre für ein Böller Gesetz, pro Person über Achtzehn Jahre nur zwei Raketen oder so…ja, das ist nicht machbar …ich weiß…

Am allermeisten er freue ich mich über die Leute, die nach dem 21.12 wieder aus ihren Angst -Löchern heraus gekrochen sind, nur damit sie sich auf den nächsten Weltuntergang vorbereiten können…

Nun ja, es ist wieder einmal die übliche Zeit der Rückschau. Rückblickend dominierte  in diesem Jahr  unsere Suche nach einem, nein nach „unserem“ Hof . Aber schließlich;  WIR  wurden gefunden!

Wieder einmal hat sich der Spruch vom Loslassen und sich-finden-lassen bewahrheitet!
Immer wieder  muss ich lächeln, wenn ich an  den Weg der Realisierung, unsere Projektes zurückblicke. Wie lange wir gesucht haben, mit vielen Hindernissen und welche  kraftvolle Magie uns dann den richtigen Weg gewiesen hat. Drei Jahre intensiver Suche, die magische Drei! 

Makler haben uns versetzt, Banken wollten nicht helfen und was haben wir nicht alles für Höfe und was für Häuser gesehen! Eine alte verlotterte Mühle, ein zauberhaftes Café, einen riesigen Eifel Hof. Dann die Suche an der Küste, mit Uralten Reethäusern, abgesackten Wänden und Uralten Moorkarten im Nirgendwo…

Und wie gut, das sage ich jetzt, dass der Kauf eines ehemaligen Cafés in Soest nicht klappte und ein Landhaus  an der Jade ,an den Behörden scheiterte. Wie gut!  

Jedes Mal macht mein Herz einen Freudensprung, wenn ich mir klarmache, wo wir demnächst wohnen und arbeiten werden. Es hätte nicht besser kommen können, wie gemacht für uns!

Es ist das erste Mal, dass ich zum Ende des Jahres komplett alles hinter mir lasse und nicht im Detail zurück blicken werde. Diesen Luxus gönne ich mir jetzt mal, ich schaue lieber  nach vorne, plane und handle. 

Denn Gestern haben wir den genauen Grundriss und die Größe des Stalles aufgezeichnet, der der neue Hexenladen werden soll und mir ist die Kinnlade herunter gefallen.
Der Hofladen wird doppelt so groß, wie mein jetziger Hexenladen! Wir haben kurz überlegt, ihn dann doch zu verkleinern und sind zum Schluss gekommen, dass es dem ganzen Ambiente total schaden würde. Fast würde ich sagen, unbegrenzte Möglichkeiten tun sich auf. Warten wir es ab. Ich kann nur sagen 101 qm !!!

Wie geil ist das denn?!  Ein eigenes Atelier, was fantastisch ist!
Momentan sammeln wir Ideen, Vorschläge, Rezepte und so allerlei. Jeder Gedanke wird aufgeschrieben.

Es ist vorteilhaft mit zehn Jahren Einzelhandels Erfahrung weiter zu gehen.  Es wird einen ganz neunen Seminaraufbau geben. Über mehr als nur ein paar Stunden mit viel Platz drinnen und draußen!

Gerade heute habe ich die erste Ware für den neuen Hofladen bestellt, aber nur für mich, zum Ausprobieren. Schließlich will ich wissen, was ich meinen Leuten dort verkaufe.

Wie am Anfang des Jahres, muss ich auch an seinem Ende , wieder Stille- schweigen und Stille -halten und nicht zu viel zu verraten.

Tja, wie werden wir Silvester begehen...still! In jedem Fall. Mit gutem Essen, Katzen streicheln, vieleicht Brett Spielen oder DVD schauen...und mit einem Magischen Ritual für einen guten Jahresanfang...

Ich wünsche Euch alles Gute! 

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Weihnachten 2012 im Hexenhaus....

Schön wars wieder , gemütlich, heimelich und rituell. Von jedem etwas. Am Abend des 24. ten feierten wir im kleinen Kreis der Familie, die Geburt der neuen Sonne. Jeder brachte aus der Spiralmitte das Licht in die Welt hinein. Ohne Wünsche und ohne Erwartungen , nur der Göttin wegen, sie zu ehren. Danach gab es , wie in jedem Jahr, die heidnische Weihenachtsgeschichte und ein wenig Gesang, bis wir alle vor dem Baum standen, uns zur Wintersonnenwende beglückwünschten und gemeinsam das Abendessen genossen...

 Am nächsten Tag kam die Familie. Zu Zehnt sind wir nun, seit unsere Enkelchen da ist, der mit großen Augen den Baum und den Tisch betrachtete. Ich kann es nicht erwarten, bis wir im nächsten Jahr die Wintersonnenwende gemeinsam mit Feuer und einer großen Spirale begehen werden! 

Meine Mutter brachte das Fleisch der glücklichen Kühen, vom Bauern mit und mein Mann und ich  bereiteten selbstgemachte Kartoffelklöse dazu, ein Wunsch meines Gatten. Ein riesen Unterschied zu gekauften.

Unsere Sohn sorgte dann für den Nachtisch, Waffeln und Birneneis mit Weihnachtgewürzen. Ich bin froh, das wir alle so gut zusammenarbeiten. Da ich eigentlich immer am 24. ten noch arbeite , ist das eine Selbstverständlichkeit für meine Lieben.

Ich erinnere mich, das früher die Frauen fast den ganzen Tag in der Küche standen, bei meinen Eltern ist das zum Teil noch so. Da unsere Sohn aber ein sehr gutes Vorbild durch seinen Vater hat, bringt er sich ab und an auch in der Küche mit ein.




So gestaltete sich auch der zweite Festtag sehr angenehm und eigentlich stressfrei, hinterher fanden wir uns auf dem Boden spielend unter dem Heiligen Baum wieder ,bauten den Duplo Zoo mit unserem Enkel auf. 

Heute ging es traditionell in den Wald, wie seit vielen Jahren schon. Wir opfern Plätzchen, Vogelfutter, Äpfel für die Wildtiere und die anderen Bewohner des Waldes. Es ist ein dankeschön und ein teilen mit Wesen, die uns verborgen bleiben. Für die Kinder war es langezeit ein wichtiges Ritual , die Bäume zu behängen. Und wir sind sogar  mit der Begegnung von Rehen belohnt worden...


So geht es morgen wieder in die Normalität und in die Ehrung der Rauhnächte, über die ich jetzt hier nichts schreibe, da ich dies schon x mal getan habe....

Ich hoffe, ihr hattet auch eine schöne Zeit.

Montag, 24. Dezember 2012

Ein Gebet für alle da draußen....



Ein Gebet  für die Welt
und alle da draußen
ein Gebet  auch
für die ,die mir nicht zuhören.
Eins für Möglichkeiten
und Träume,
und eins für alle
dort im Schatten, die ich sonst nie sehe
Ein Gebet  für das Wissen,
Berge versetzen zu können,
und für die , die nur ihren Glauben dafür  haben.
Eins für die Hoffnung , dass Liebe  niemals stirbt
 und eins noch
für die ,die sich niemals selbst  zuhören.


Ein Gebet  für die Trauer, Menschen zu verlieren und eins dafür, andere zu gewinnen
Ein Gebet auch für die, die einfach Losmarschieren, ohne zu fragen, Vertrauen haben.
Ein Gebet  gegen Armut und eins für den inneren  Reichtum. Eins für alle Menschen, die andere Lebewesen schätzen, und eines für die, die Mutter Erde retten.
Ein Gebet  für alle  Brüder, Schwestern  und eins noch dafür, sie gefunden und verloren zu haben.

Ein Gebet  für den Frieden und alle da draußen, die für ihn kämpfen. Eines auch für die, die sich niemals im Spiegel sehn.

Eins für die Hoffnung ,Liebe stirbt niemals, und eins für die , die ich niemals wiedersehen werde.
Ein Gebet  für den Frieden, eines für die , die vor mir gegangen sind.

Ein Gebet für meine Brüder ,Schwestern und alle Kinder und eins noch für alle Begegnungen, ob Mensch oder Tier, und ein Gebet für das Jetzt und Hier.

Frohe Geweihte Nächte!
Wo immer ihr seit, an was immer ihr Glauben mögt,
ich wünsche Euch eine gesegnete Zeit! 

Samstag, 22. Dezember 2012

Schamanische Reise zur Wintersonnenwende


Heilige Stille….weis strahlt die Steppe vor mir, Schnee fällt aus einem Wolkenverhangenen Himmel. Dunkelheit. Es scheint, als wäre die Welt untergegangen, nichts regt sich. Das kenne ich, hier war ich schon einmal. Lange ist es her….Rabenschwarz alles um mich her. Dennoch, ich spüre eine Wärme an meinen Beinen und weis, die Wölfin ist bei mir. 

Jetzt erst realisiere ich ,wo ich genau bin. Ich bin wieder einmal auf der Reise. Lange war ich nicht mehr hier. War es damals Winter? Ich weiß es nicht mehr…

Während ich so dastehe hört es auf, zu schneien und die Mondin schaut hinter den Wolken hervor. Ihr Licht fällt wie ein weißer Schleier, auf die Ebene vor meinen Füßen. Alles glitzert in ihrem Licht. Ich stehe da, in einem  Kleid aus  Tierfellen gehüllt. In der Ferne sehe ich eine Erhebung und erkenne diesen Berg wieder. 

Es bestätigt meine Annahme: Hier war ich schon einmal, diese Welt kommt mir bekannt vor.
Mir wird warm und gleichzeitig fühle ich eine Gänsehaut im Nacken. Meine Tätowierung pocht. Ein Zeichen?  Langsam bewege ich mich auf den Hügel zu, das Mondlicht führt mich und ich erkenne die bewaldeten Hänge vor mir.  

Ein ungutes Gefühl beschleicht mich, wie leise Stimmen im Wind, die mich warnen wollen, nicht weiter zu gehen, umzukehren in den tiefen Schlaf des realen Lebens. Aber ich wehre mich, zu lange ist es her und ich will wissen, was mich hier erwartet…oder wer?!

Kannst du mir Antwort gebeb, frage ich meine Wölfin, sie schaut kurz zu mir hoch, schüttelt ihren Pelz und trottet dann weiter vor mir her.  

Der Weg windet sich spiralförmig um den Berg, immer dichter werden die Bäume, immer älter und dunkler. Ich überlege, ob ich diesen Weg weiter folgen sollte, aber warum sonst, bin ich hierher geführt worden. …

Unter einem sternenklaren Himmel komme ich auf der Kuppe des Hügels an, dicht an dicht stehen die alten Baumriesen. Ich gehe weiter und folge der Wölfin. Dann sehe ich das Feuer, es brennt in der Mitte einer Lichtung.
Die riesigen Bäume stehen im Kreis, wie mit einem Zirkel gezogen, um ein Baumfreies Areal, in dessen Mitte ein Feuer brennt. Die Mondin erhellt den Platz und die Baumspitzen. Ja, auch diesen Ort erkenne ich wieder….Ich fühle mich beobachtet und das Gefühl nicht mehr alleine zu sein, beschleicht mich. 

Ich bleibe hinter einem der riesenhaften Bäume stehen. Meine Wölfin schabt ungeduldig mit den Pfoten . Ich drehe mich zu ihr um, damit sie mich nicht verrät und während ich ihr gebiete ruhig zu sein, fällt mein Blick auf einen Baum hinter uns.
Dieser ist über und über mit  Bändern behangen. Sie rascheln leise im Wind, der wie ein eisiger Schauer über den Hügel zieht.  Ein Blitz der Erinnerung taucht in meinem Geiste auf, stand dieser Baum nicht einmal in der Mitte der Lichtung? Weiter darüber nachzudenken, dazu komme ich nicht.

Ein Schatten taucht hinter dem Baum mit den Bändern auf, er wirkt groß und unheimlich. Eigentlich weiß ich, das mir in dieser Welt nichts passiert, aber meine Wölfin knurrt und das erschreckt mich dann schon.
Ich umfasse meinen Stab mit beiden Händen während der Schatten langsam auf mich zukommt. „ Du hast Angst..“ höre ich seine Stimme aus der Dunkelheit. Sie trifft mich wie ein Schlag. 

Lange habe ich sie nicht mehr gehört, aber ich erkenne ihn sofort wieder.
Oh ja, schwarz steht ihm gut und die Dunkelheit ist sein Reich, denn er erkennt nur die Dunkle Seite der Menschen, die ihm begegnen. Sucht nach den Fehlern und Schwächen, damit er sich damit besser fühlen kann.  Ich halte mich an meinem Stock fest und weiß, dass meine Wölfin bei mir ist, sie gibt mir die Sicherheit. 

Er wiederholt seine Feststellung: „ Du hast Angst vor mir…“ ich höre diesen unterschwelligen Vorwurf heraus. „ Viele haben Angst vor mir, weil ich sie durchschauen kann, sie können mich nicht ansehen…aber du?! Ha!“  

Wie versteinert stehe ich da. Dann sehe ich, wie meine Wölfin einfach von dannen trottet. Was soll das?? Frage ich mich und gehe automatisch zwei Schritte zurück. „ich will nicht mit dir reden“ schreie ich fast gegen den aufkommenden Eisigen Wind.


Er scheint mit der Dunkelheit, der Kälte und dem Wind im Bunde zu stehen. Ich fühle fast  körperlich, dass er näher kommt. Nun erkenne ich seine Silhouette, den Fellbehangenen Mantel die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen. 

Schon kann ich seinen Atem hören, während sich sein Umriss deutlich vor mir abzeichnet. Seine Atmung verrät mir, das er selbst über diese Begegnung überrascht scheint.
„Geh und lass mich in Ruhe,“ höre ich mich sagen und schon werde ich von seinen Augen in den Bann gezogen, fühle diese dunkle Trauer und diese fatale Verbundenheit und Verwundbarkeit.  Und seine Männlichen Anziehungskraft..ich atme tief.

In dem Moment dieser unglaublichen Begierde, seine Dunkelheit zu meiner werden zu lassen , steht mein rationales Ich neben mir, schüttelt den Kopf , tippt sich mit den Fingern an die Stirn und sagt emotionslos; „ Sag mal, du hättest vielleicht heute nicht True Blood (für Nichtkenner:  Fantasy Serie) schauen sollen…!! Geht’s noch?! Komm zurück …das ist doch nicht real!
 
Nein! Ich dränge mein Ich zurück,hier will ich nicht feige weichen, ich bin nicht wie er!

Ich fühle seine Hände auf meinen Schultern, seine Augen verbinden sich mit meiner Seele und sein Mund auf dem meinen…Eisiges Verlagen , dunkle ist die Begierde ...NEIN!

Ich reiße mich los, hebe meinen Stock auf. Ich schreie ihm entgegen: "Du hast mich verraten, mich belogen, du bist die Dunkelheit…!!!"

Er streift seine Kaputze ab, seine schwarzen Haare scheinen noch schwärzer als seine eindringlichen Augen, als er erwidert: „ Wir zwei können viel erreichen, haben eine Aufgabe, wir sind verbunden…immer…

Eine unermessliche  Trauer umgibt mich , wie eine schwärze meiner Seele und ich kann nur  mit dem Kopf schütteln: ..“Es ist  zu spät.  Nicht hier, nicht jetzt.“ Ich weine. 

Als er meine Tränen bemerkt, meine Verwundbarkeit, greift er an. Rote feuerige Augen, wilder Atem.  Ich falle in den Schnee und fange an, um mich zu schlagen. Warum  tut er das? Geht es mir durch den Kopf. 

Ich reiße mich los und renne in Richtung der Lichtung mit der Feuerstelle. Als ich aus den Bäumen herausstolpere schaue ich mich um. Neben mit tauchen Menschen auf, sie haben einen Kreis gebildet.  Wo kommen sie her Egal, sie sind da! Hier ist alles möglich! 

Hand in Hand stehen sie zwischen Waldrand und der  Feuerstelle. Und da steht noch jemand.  Der mich jetzt auch entdeckt hat. 
Atemlos bleibe ich stehen, während ich sehe, dass er mir nicht durch den Kreis folgen kann. Wie ein wildes Tier steht er schnaubend vor dem Kreis. 
 
Der Mann, eben noch  am Feuer ,steht plötzlich an meiner Seite. Mit einer Geste der Abwehr zum Wald gewendet, ertönt seine Stimme :

„Die Dunkelheit geht, das Licht kommt. Liebe gegen Verrat , Treue  gegen Verlangen ,Heilung gegen Egoismus und Freundschaft gegen den Neid. Verbundenheit gegen Unstetigkeit. Tat gegen Untat. Recht gegen Unrecht. Wärme gegen Kälte. So sei es!
Du bist hier nicht willkommen!“

Seine Hand umfasst mein Handgelenk und Wärme durchzieht meinen Körper. Dann geht alles so furchtbar schnell.
Wie ein Tier bricht der Schwarze Mann in den Kreis. Aber der andere, auch ganz in Fell gekleidet, mit blonden Haaren und freiem Oberkörper, ist vorbereitet. 

Ein Gerangel zwischen ihnen  entsteht, das nur kurz wärt. Und der schwarze flüchtet mit gesenktem Haupt in die Dunkelheit. Ich bekämpfe das Verlangen  ich sollte im Folgen um zu trösten.
Da steht der Blonde Mann vor mir, hebt meinen Kopf, schaut mir in die Augen und sagt: „Das ist seine Macht, lass es nicht zu. Bleibe hier. Bei mir. „

Seine Augen, blau und klar, tief und so voller Liebe.  „ich kenne dich..“ sage ich ihm und er nickt. „ Wie du ihn kennst, aus unendlich vielen Leben, so erkennst du auch mich. Verbunden und doch getrennt,  zusammen und doch nicht miteinander. „ 

Dann beugt er sich zu mir, küsst mich mit einem Kuss der innigsten Liebe. Meine Knie werden weich und Wärme erfüllt meinen Körper. Er zieht mich an sich und ich erwidere seinen Kuss, das Versprechen des ewigen Kreislaufes von Tod und Wiedergeburt. Trommeln ertönen jetzt, ihr Rhythmus folgt dem meines Herzens.

Die Menschen um mich, sind verschwunden und ich finde mich wieder am Feuer, in der Umarmung der Verbundenheit. Während wir uns lieben, vergeht der Winter, die Kälte weicht und kein Schnee fällt mehr vom Himmel. Drei Mal lieben wir uns in inniger Verbundenheit, Seele zu Seele und Herz an Herz. Verschmolzene Körper.

Dann taucht der Umriss der Sonne über dem Hügel auf, mit ihr die Wölfin. Die Sonnenstrahlen werfen  auf uns  ein magisches weiches Licht. Und als ich aufstehe um mich zu verabschieden, ist er schon außerhalb meiner Reichweiter,  winkt  mir von weitem zu, seine Augen glänzen in ewiger Liebe zu mir und sein Geweih erstrahlte im Lichte der aufgehenden Sonne…

Der Baum mit den Bändern rauscht derweil im leichten Wind  des Sonnenaufganges, darunter wartet er, der Dunkle auf mich….

Dienstag, 18. Dezember 2012

In Erwartung auf Weihnachten...




Ich bin ein Weihnachtsfreak, das war ich schon immer. Obwohl ich eine Kritikerin der Christlichen Kirchen und deren leere Rituale und des Weihnachtlichen  Konsums bin, der in den letzten Tagen rund um das Fest  vorherrscht, so bin ich doch ein absoluter Weihnachts-Fan! 


Ich liebe die immer gleichen Rituale an Weihnachten.  Den Glitzerkram und die Lichter. Ich muss dazu sagen, ich habe keine schlechten Erfahrungen mit diesem Feiertagen gemacht. 
Als Kind gab es das bei uns schon bestimmte Rituale an diesem Tag und den weiteren.
Da wurde ich am frühen Mittag des 24. ten Dezembers  von der Oma und dem Opa abgeholt und solange „ bespaßt“ bis wir am Spät Nachmittag wieder nach Hause zur Bescherung durften.   

Mal ging es in den Zoo, mal nur spazieren, mal dort hin mal da….aber nur einmal war ich in einer Kirche. Weihnachtbaum zählen, war ein beliebtes Spiel von uns, wer die meisten gesehen hatte, der gewann.

Am Heiligabend waren wir zu Hause, am ersten Weihnachtstag bei den einen Großeltern, am nächsten Tag bei den anderen Großeltern. Es war wohl nie anders. In meiner Familie wurde es dann ähnlich.


Als junge Frau und später dann als Junge Mama machte es mir unglaublichen Spaß alles zu beleuchteten und unsere Haus schillerte im Weihnachtfieber. Das wurde für ein paar Jahre  ein richtiges Hobby, endete etwa Mitte –Ende Zwanzig. 

(Ja, das Pentagramm am Haus war damals schon so beabsichtigt, das Bild entstand etwa 1997)

Ich glaube auch, dass sich damals meine Sichtweise auch sehr änderte. Ich bemerkte wie blöd und Sinn entleert ich eine Bescherung fand, bei dem die Kinder lediglich vor der Tür warten mussten, bis dann alle mit Geschenken bombardiert wurden.  So was wollte ich für meine Kinder nicht haben. Und Geschenke, nur um der Geschenke wegen, das wollte ich schon überhaupt nicht.

Noch immer schmücke ich gerne, beschäftige mich aber auch mit der Symbolik dahinter. Ich schenke auch gerne,keine Frage.



Seit ich selbst Kinder habe und wir im Heidentum bewusst leben, gibt es bei uns schon am 21. den Tannenbaum. Meist eine Blaufichte, schön Ursprünglich stachlig.

Diese Nordmann Tannen haben keine Seele mehr, riechen und stechen nicht…nein, nichts für mich. Ecken und Kanten sind wichtig, auch beim Baum. Schließlich ist das Natur..


Einen Baum im Haus zu haben, ist etwas, was ich für diese Zeit sehr genieße. Der Geruch , wenn man in das Zimmer kommt, die Kerzen und überhaupt diese Ausstrahlung. Seit tausenden von Jahren machen Menschen das so. Da kann man ganz ehrfürchtig werden, davor. Wird wieder zum Kind.

Unser Baum wird an diesem Datum zur Wintersonnenwende, am 21.12 aufgestellt und geschmückt. Aber die Lichter werden erst am 24. Entzündet. 

Warum wir erst am 24 feiern? Nun zum einen hat es einen Organisatorischen Grund, ich habe meist zu diesem Datum selbst ein Ritual zu leiten oder im Hexenladen ist der Yuleverkauf. Um diese Zeit muss ich mich vorbereiten und auch Plätzchen backen, den Yulepunsch herstellen. Die Kinder haben noch keine Ferien, meist jedenfalls nicht. Am Heiligabend ist alles für uns viel entspannter...


An diesem 24. ten , am frühen Abend ,bauen wir seit über einem Jahrzehnt unsere kleine Lichterspirale auf.
Selbst als unsere Kinder älter wurden und jetzt im Teenager Alter bestehen sie auf das immer gleiche Ritual.
Wir stellen und schmücken zusammen die kleine Spirale dann entzünden wir die vielen Kerzen. Wir setzen uns drum herum und hören, warum wir die Winterwende feiern und was unsere Ahnen darin gesehen haben.

Dann lese ich die Heidnische Weihnachtgeschichte vor. Jeder geht dann mit einer Kerze vom Gesang der anderen begleitet, in die Spirale hinein. Erneuert das Versprechen an das  Licht, in dem wir die Kerze an der großen Göttinnen Kerze, in der Mitte der Spirale, entzünden und bringt es hinaus zu den anderen aus der Familie.

Der nächste geht in die Spirale hinein, begleitet mit dem immer selben Lied:


Wir haben in der Dunkelsten Nach,

das neue Licht in die Welt gebracht,

wir haben in der dunkelsten Nacht,

das neue Licht gebracht!


Wenn alle durch gegangen sind und die Kerzen brennen, wird ein Abschluss „Gebet „ gesprochen. Dann erst wartet der erleuchtete Baum mit den Geschenken darunter, wobei es bei uns nie eine Geschenkeflut gab und gibt.   

Es wird schön miteinander gegessen, bei Kerzenschein dem Abend gedacht und meist danach noch zusammen ein Brett Spiel gespielt.
Der Heilige Abend gehörte immer uns alleine, als heidnische Familie. 

Wir stressen und nicht mit einem drei Gänge Menü oder sonst etwas. Bei uns gibt es am Abend viele tolle kalte Sachen, Wurst, Brötchen, viel Gemüse, Eier, Salate und heißen Kakao mit Gewürzen. Wir haben somit viel mehr Zeit füreinander und einen anderen Schwerpunkt, üppig  gegessen wird dann erst am nächsten Tag.



Am ersten Weihnachts Tag, gibt es dann ein etwas größeres Familien Fest. Nun kommen die Omas, Opas und Uromas und Enkel zu uns. Es wird zusammen gegessen und die Kinder werden beschenkt.  Es wird voll bei uns. Früher waren wir noch bei meinen Eltern, später im Hochsauerland. 


Seit ein paar Jahren sind wir auch mal bei uns und da unser Enkel jetzt da ist, wird ganz bei uns gefeiert. Ich freue mich so, es ist so schön, wenn die kleinen  Kinderaugen wieder leuchten. Unsere Kids sind da jetzt schon sehr "unüberrascht...."

Ja, ich bin ein bekennender Weihnachts Fan!