Dienstag, 31. Juli 2012

Amtlich...

Noch ACHT MONATE!
So, nun ist es vom Bürgermeister bestätigt…wir sind jetzt Butjadinger…oder Butjaner…oder Wesermärscher…oder was nun?? Egal, Hauptsache, alles ist in „ trockenen Tüchern“. Wir sind nun  ab dem 01.04 .2013 Friesen und Nordländer. Zusätzlich noch Hof und Grundbesitzer einen zauberhaften Friesenhofes auf einer der schönsten Orte in unserem Lande! Nun ja, kostete uns auch gleich mal 40.- Euros für die Info, das wir nun im Grundbuch stehen und das Land kein Interesse an dem Hof und Land hat. Ist überall gleich.

Meinung meines Mannes dazu: " Ich dachte, wir erhalten die 40.- als Begrüßungsgeld" ( Scherz)....

Immer wieder werden wir positiv über die Reaktionen der Leute dort oben überrascht. Wenn wir hier erzählten, was wir tun, an was wir glauben und wie wir leben, gab es immer nur ein Schulterzucken, komische Blicke und mit viel Glück ein lächeln. Aber auch sehr oft das Gegenteil von dem. Aber dort ist es anders, von Anfang an. Ich musste der Bank damals eine Betriebsbeschreibung  schreiben. Da es sich ja um einen  Neuanfang handelt und die möchten, nein, die  müssen, natürlich alles wissen. So schrieb ich über das, was wir tun, das was wir dort tun werden, bis hin zu den Ideen die wir für den Friesen Hof  haben. 

Wir wurden von beiden Banken mit offenem und neugierigem Geist empfangen. Unsere Berater, beide männlich, gaben zu, sich mit diesem Themen ( Heidentum, Schamanismus, Naturtherapie u.s.w) noch nie auseinander gesetzt zu haben ,(der eine Bankmensch zog sich sogar Infos aus dem Internet ) waren extrem zuvorkommend und sagten beide, unabhängig voneinander, so etwas bräuchte man in jedem Fall hier. 
Schon einer der Immobilienberater, der den Bürgermeister kannte und mit ihm sprach, teilte uns danach mit, das wir eine Bereicherung für das kleine Butjadingen wären.Und sie sich freuen würden.

Unsere Ideen kamen bei den Banken sehr gut an. Ich bin da sehr skeptisch gewesen, aufgrund der Erfahrungen die wir in unserem schönen NRW machen mussten.
Ich erinnere mich noch rege an mindestens zwei Bankgespräche hier bei uns. „ Na, ob das mal was wird..:“ „Das kann ich mir nicht vorstellen..“ und so weiter…

Mit jedem Besuch in Butjadingen wurden wir sicherer, den richtigen Schritt zu tun. Und mit jedem Besuch auf dem Hof, können  wir es kaum noch erwarten. Auch unsere Tochter ist total aufgeregt und plant jetzt schon ihr Zimmer großzügig. Das Schulzentrum sagt uns sehr zu. Am Anfang hatten wir bedenken, dass es unserer jüngsten vielleicht schwer fallen würde, aber als sie hörte, das die Schule den Schwerpunkt auf Musik legt, freute sie sich. Schließlich spielt sie Gitarre, Schlagzeug und singt. 

Außerdem passte es noch sehr gut, dass die Künstlerin, von der wir den Hof kauften, auch noch lange Zeit dort Lehrerin für Kunst war. So konnte sie unserer Sophie schon einiges erzählen und evtl. Ängste waren schnell verflogen. 

Wir haben so lange gewartet, damals, als wir das Haus kauften, das den Hexenladen beherbergt, wollten wir eigentlich schon etwas ganz anderes. Aber die Kinder waren einfach zu  klein. Unser Enkel wird  hoffentlich davon profitieren, Oma und Opa an der Küste zu haben. 

Jetzt ist es Amtlich und Rechtlich. Wir stehen im Grundbuch, der Kaufvertrag ist unterzeichnet und nun heißt es warten und Vorarbeit leisten. Ausräumen und aussortieren. Aber auch Umzugsunternehmen finden und die Planung für alles andere machen. Es bleibt spannend….

Montag, 30. Juli 2012

Let´s sing…singend schamanisieren

Singen ist ein Weg die Magie des Wortes und deines Atems zu verbinden. Besonders kraftvoll wird es, wenn zusätzlich der Rhythmus der Mutter Erde hinzu strömt, in Form des Trommelschlages. Seit Urzeiten singen Menschen um seelisches und körperliches Wohlbefinden zu erzeigen und sich in einen tranceähnlichen Zustand der Magie zu versetzen.

Wer mit Hingabe singt, wird feststellen, dass seine Energie vom Kopf zum Herzen fließt. Die verstärkte Sauerstoffzufuhr sorgt dafür dass unser ganzer Körper unter Spannung steht.

Ich hoffe es geht euch so wie mir, ich habe als Kind schon lauthals singen dürfen. Mir ist das nie aberzogen worden. Ich kann mich erinnern bei der Oma im Garten auf der Schaukel sämtliche Kinderlieder auf und ab gesungen zu haben. Und hatte immer das Gefühl für mehr, als nur für mich zu singen. Mir war egal, ob es für andere Ohren gut klang oder nicht. Muss es auch nicht. Auch heute nicht.

Ich habe mir diesen Teil meiner instinktiven Kräfte nie nehmen lassen und immer wenn es mir Gefühlsmäßig nicht gut geht, singe ich auch heute noch. Das Wort mit der Musik und dem darauf folgenden Gefühl zu verbinden ist eine Kraft, die viel in uns bewirkt.

Wir können unseren inneren Zustand ,jederzeit durch das Singen eines inspirierenden Liedes verändern, dabei spielt es keine Rolle ob wir das Lied unsere eigenes nennen oder es irgendwo gehört haben.

Gefühle lassen sich gut in Lieder umwandeln, wer kennt es nicht, das berühmte pfeifen im Keller bei Angst?! 

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch sein eigenes Lied hat, ja sogar jedes Tier und jede Pflanze.Alles besteht aus einer Art von Klang, Rythmus und Melodie. Durch meine Arbeit mit der Trommel ist mir klar geworden, das jeder meiner Klienten einen eigenen Klang Rythmus zu besitzten scheint.

Ich habe ja schon einmal darüber geschrieben, dass ich ein Bussard Lied habe,  ( Artikel Indianische Pfade) welches ich für meinen Begleiter singe. Immer wenn ich ihn sehe. Manchmal singe ich ganz spontan bei Wanderungen leise vor mich hin, um mich mit all den Wesen um mich herum zu verbinden. Ich ehre sie damit. 

Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor etwa neun Jahren einmal bei einem Gewitter auf meinem Platz überrascht wurde. Es ergab keinen Sinn zum Auto zu rennen und auch sonst war Panik nicht angebracht, obwohl ich im ersten Moment furchtbare Angst hatte. Zwei Jüngere  Frauen begleiteten mich, denen man schon ansehen konnte, wie sehr sie sich fürchteten. Ich wollte aber ihren ersten Eindruck von mir und ihrem ersten Ritual nicht in einem Gefühl von Angst und Panik enden lassen. So riss ich mich zusammen, stapfte kurzerhand im Kreis bei jedem Donnerschlag auf den Boden und fing an die Elemente zu besingen. 

Die Erde ist mein Köper
Wasser mein Blut
Luft mein Atem und Feuer die Gedanken…

Meine zwei Frauen stimmten und rasselten mit ein und wir liefen zusammen im Kreis und fingen an, förmlich mit dem Donner über uns zu spielen. Wir wurden Teil des Unwetters.  Für einen Außenstehenden muss es wirklich komisch und witzig gewirkt haben, denn wir wurden übermütiger und kraftvoller. Und wie von Geisterhand zog das Unwetter  weiter. Es hinterließ drei klitschnasse  aber sehr glückliche und stolze Frauen.
Ja, man kann Regen herbei tanzen, aber auch Unwetter weck singen! Das ist uns seit dem ganz klar!

Samstag, 28. Juli 2012

Erinnerung an einen Traum...

Seit  ich die Trommel bei mir habe, träume ich sehr intensiv. Was ich im Moment so träume, schreibe ich hier nicht, bevor ich nicht selber über die Bedeutung meiner Träume weiß.  Seit ein paar Tagen ist meine Traumwelt so intensiv, das sie mich viel Kraft kostet. Ich bin kein Mensch der ständig weis, was er träumt. Ich interpretiere auch nicht ständig meine Traumwelten, vorallem, wenn sie wirr sind...

Ich möchte Euch aber von einem Traum berichten, den ich
vor etwa zwei Jahren träumte; er war so intensiv das ich noch am selben Tag ein Bild malen musste.
Immer wieder werde ich daran erinnert, wenn ich mein gemaltes Bild ( siehe oben) betrachte....

Der Traum:

Ich stand vor einem Berg, ich wusste, ich muss dort hoch, es gab keinen anderen Ausweg. Ich wurde verfolgt, sie waren mir auf den Fersen. In meinem Traum gab es nur diesen Berg, nur diesen einen Weg. Nichts anders.
Schwarze Dämonen mit Reißzähnen, lang wie Stoßzähne eines Elefanten, mit roten Augen und Krallen, gleich die eines Tigers. Ich  hatte unglaubliche Angst vor ihnen. Ich lief auf diesen Berg zu, erschien er mir doch als Ausweg vor ihnen. Aber sie kamen mir nach, ich hörte sie hinter mir. Ihr knurren und schnaufen, ihre Krallen auf dem Stein…

Ich hatte nur diesen einen Weg, den ich nehmen konnte, der sich spiralförmig um den Berg zu winden schien. Es gab hier keine Vegetation, nur Felsen und Stein. Alles glänzte, es erinnerte mich an den Ayars Rock in Australien, auch die Farbe. Immer wieder versuchte ich den Weg zu verlassen, rutschte aber überall ab.
Ich lief und lief bis ich trommeln hörte. Vor mir öffnete sich eine Plattform und ich sah ein Zelt Dorf. Die Menschen schienen die selbe Hautfarbe zu haben, so rot wie der Fels, hatten lange schwarze Haare und dunkle Augen. Einige sahen mich und kamen  auf mich zu. „bitte versteckt mich“ bat ich außer Atem und hilflos. Ich hatte solche Angst. 

Sie aber schüttelten den Kopf und ein Ältester trat zu mir. „ Du musst weiter nach oben, wir können nichts für dich tun. Sie wollen dass da“ er zeigte auf meine Tasche, die ich erst jetzt bemerkte. Sie hing mir quer über meiner Schulter und als ich mir ihrer bewusst wurde, wog sie schwer.

 Nervös zog ich an ihr und wollte sie öffnen, der Indianer vor mir, schüttelte eindringlich mit seinem Kopf. Ich wusste, ich bekam sie weder auf noch konnte ich sie von mir lösen. Ich hörte das knurren der Dämonen, das kratzen auf dem Stein, sie kamen hinter mir her!

Der Mann vor mir zeigte mit der Hand in eine Richtung. „ da her“ und ich rannte…
Nassgeschwitzt sah ich nach einer Wegbiegung ein neues Dorf und wieder hörte ich Trommeln. Ich sah das der Weg, auf dem ich mich befand, schwarz wurde, Steine wie Kohle, säumten ihn. Und immer noch kein Baum und kein Strauch, nichts, wo ich mich verstecken könnte, keine Wegkreuzung, nur dieser eine Pfad, auf dem ich mich befand. 

Dann sah ich Rundhütten und Menschen, so schwarz wie die Steine auf dem Boden. Als sie mich sahen, kamen sie mir entgegen, umringten mich und nahmen mich bei der Hand, wollten mit mir tanzen. Immer wiederholte ich, sie sollten mich bitte verstecken, ich würde verfolgt werden und Panik stieg in mir auf.
Dann  riss ich  mich einfach los und rannte zum anderen Ende des Hüttendorfes, weil ich mir dort erhoffte, ein Versteck zu finden. Eine kleine, untersetzte Frau mit Muschelkette und Perlen in den Haaren rief mir zu, ich solle weiter nach oben fliehen. Dem Pfadt solle ich folgen. Und da sah ich den Weg vor mir. Ich rannte weiter, immer bergauf. Nach einer Weile wurde es sandig unter meinen Füßen und der Weg, wie alles um mich herum, wurde Sandfarben, gelblich.

Ich hörte leise Klänge, wie von Windspielen und eine seltsame Musik. Als ich außer Atem um eine Kurve bog, sah ich eine Weite Ebene vor mir. Kleine krumme Steinbauten säumten meinen Weg. Geschäftiges Treiben ,das aufhörte, als ich näher kam. 

Eine kleine Frau mit gelber Haut und zugekniffenen Augen zog mich am Arm..“ was hast du da in Deiner Tasche?“ „ Ich …ich weiß es nicht..“ erwiderte ich. Sie zipfelte daran herum und eh ich mich versah, war die Tasche auf und die Alte holte einen Eiförmigen Gegenstand heraus.

 Ihre Gesichtszüge sprachen Enttäuschung. „ hier nimm wieder“ so etwas haben wir schon“ und zeigte auf den alten Tempel,  an dessen Wand sich der Pfad vorbeischlängelte. Das Ei schien in meiner Hand zu brennen und klappte plötzlich auf. Aus ihm heraus entwich glitzernder Staub auf dem  unzählige  Tiere, Pflanzen und andere Lebewesen, in einer nicht endenden Spirale schwebten. „klapp das zu“ herrschte die Alte mich an und grob schmiss sie das Ei wieder in die Tasche hinein.

 „ Die Dämonen kommen, du musst das Ei denen da oben bringen..“ Sie zeigte mit ihren knorrigen Fingern, die denen eines Astes glichen , auf die Bergspitze, die im Nebel kaum zu sehen war. Dann hörte ich knurren. Sie kamen. Die Dämonen. Ich rannte den Weg entlang, wie eine Irre, immer weiter. Der Weg unter mir wurde glatt, die Felsen sahen aus wie Eis. Weiß und glänzend. Dann musste ich klettern, rutschte immer wieder ab. Meine Hände bluteten und meine Panik wuchs. Aber dann war ich oben, wie hochgehoben von einer nicht zu beschreibenden Kraft. Stand ich ganz oben auf einem Runden Platz. Menschen rannten um mich herum, alle redeten in vielen Sprachen. Sie schienen sich nicht zu verstehen.

Alle hatten meine Hautfarbe, moderne Kleidung , Handys oder hörten Musik. Es war laut und viele verschwanden einfach im Nebel. Durch die vielen Stimmen schrie ich. Ich schrie ich sollte etwas abgeben. Niemand schien mich zu hören oder zu verstehen. Ich stellte mich mitten in die Menschenmassen. Dann sah ich sie, die Roten , die Schwarzen, die Gelben Menschen, denen ich begegnet war, sie kamen den Felsen hoch. Bildeten einen Kreis um mich. Ich öffnete das Ei und heraus kam wieder dieser Sternenstaub. 
Die Weißen blieben stehen. Schauten und staunten. Ich schrie ihnen zu, sie sollten mir das Ei abnehmen, ich sollte das hier abgeben. Mein Leben hing schließlich davon ab. Mehrere Leute traten auf mich zu, in Anzügen und einige in Kutten der Christen. „ Wir brauchen das nicht“ verhöhnten sie mich. Sie lachten mich aus. Grinsten und wiederholten " wir brauchen das nicht".

Sie drängten mich an den Rand des Felsens und ich hörte die Dämonen hinter ihnen. „Ihr  müsst das doch haben wollen!!“ schrie ich, heulte ich, jammerte ich. Nichts, sie lachten nur.  Tränen liefen mir über die Augen.

Der aus dem Roten Volk trat zu mir in die Mitte, nahm mich in den Arm und sagte; „ Dreh dich um, schau hinunter“ . Tief unter mir sah ich ein Weizengelbes Feld im Wind, es war riesengroß. Wie die Farbe der Sonne schimmerte es.  Ein Fluss floss im Kreis, wie mit dem Zirkel gezogen. In seiner Mitte sah ich die Elemente , Feuer, Erde, die Luft und das Wasser sich bewegen. Sie waren lebendiges Innenleben dieses Flusskreises!

Ich wusste in diesem Moment was zu tun war….
tief traurig wurde ich. 
Ich wusste, es gab nur diesen EINEN Ausweg für mich...
Ich beugte mich vor, wärend ich viele Hände auf meinem Rücken spürte.
Ich lies mich fallen
und fiel immer tiefer …
näher kam der Fluss und dieser Merkwürdige Kreis…
ich sah das Weizengoldene Feld
den Fluss und die Steinsetzung drum herum
ich vergass meine Trauer 
und vergass die Verzweiflung
ich wusste,
dies hier konnte nicht Real sein
so schön war es mit einem mal
dann versagte mir der Atem
ich wachte auf….
und schnappte nach Luft...

Donnerstag, 26. Juli 2012

Wanderung bei Sonnenaufgang

Bei Sonnenaufgang, zog es uns heute aus dem Haus. Die Luft war noch angenehm kühl und alles strahlte die ruhe eines frühmorgentlichen Sommertages aus. Kein  Mensch auf unsererStraße, als wir loszogen in Richtung des Waldes….

 
In den Wiesen um uns, kroch leise der morgendliche Nebel dahin,wie ein Geist, der die Träume der Menschen mit in die Anderswelten nimmt…

Und im Wald herrschte eine fast heilige Stimmung, als die Sonne durch die Wolken strahlte und meinen Ritualplatz im Wald erhellte, war ich erfüllt des Zaubers.

 




















In solchen Momenten können wir begreifen, das diese Zwischen Zeiten unseren Vorfahren heilig waren. Kurz bevor die Sonne ganz am Himmel steht, kurz bevor ihre Strahlen die Erde erwärmen und die Vögel anfangen zu singen...da gibt es einen Bereich, der unfassbar erscheint, Zeitlos, voller Magie! 

Als ob Mutter Erde, mit all ihren Kindern einen kleinen Moment lang die Luft anhällt.... wir stehen daneben und können diesen Moment schier greifen und mit tiefster Seele sagen:
Ja, alles ist Eins! 
Und alles ist mit einander in Verbindung! 
Alles ist Heilig!

Wer in einem solchen Augenblick in der Natur ist, der kann vom Wissen der Mutter lernen...

Montag, 23. Juli 2012

Zu Besuch bei Medicin Bridge

Es war ein herrlicher Tag am Rand des Harzes, die Sonne schien und wir wurden von netten Menschen begrüßt. Wir hatten uns viel zu erzählen. Ihre Vorhaben, unsere Pläne. Im Allgemeinen war der Tag eigentlich viel zu kurz.
Andrea und Wayn gehen im Oktober zurück nach Nebraska , wir wurden eingeladen sie dann dort zu besuchen. Und wer weiß, vielleicht…
Wir waren alle der gleichen Meinung, dass wir uns schon viel früher hätten, treffen sollen. Aber es ist jetzt so.
Wayn machte mich und Chris mit dem Medizinrad der Lakota Indianer vertraut. Erzählte uns von seinem Leben und wie sein Opa ihn vieles lehrte...überhaupt von der Weltsicht seines Volkes.
Vieles was er sagte, kam mir sehr bekannt vor und traf mich tief in meiner Seele. Wayn sagte, das  auch wir Europäer eine Vergangenheit haben und eine spirituelle Verbindung zu Mutter Erde und wir müssen dafür sorgen, diese wieder herzustellen...auch deshalb bekomme ich wohl diese Trommel.

Er erzählte mir dann von der Trommel, die er mir übergab, nicht bevor er sie mit Süßgras abräucherte. Er zeigte mir die vielen kleinen Geister in ihr und ich war wieder den Tränen nahe…
Auch sonst war da so viel Herzlichkeit.Er sagte so vieles, was mich sehr berührte, auch über die Geschichte und die "Zufälle",warum ich seine Hirschhaut  Trommel bekommen sollte...

All diese Dinge werde ich im Herzen tragen und hüten. Dieses Wissen ist kostbar, auch weil es mir so sehr entspricht. Glücklicherweise haben wir dann noch ein Song von den beiden hören dürfen, Gänsehaut pur!

Wer weiß, vieleicht führen Andrea , Wayn und uns ,die Spirits zur richtigen Zeit wieder einmal zusammen. Wayn sagte wir sehen uns wieder. Schön zu wissen.

Am Abend zuhause, schlug ich die Trommel einmal ganz leicht an, dann stellte ich sie erst einmal auf meinen Altar. Ich setzte mich und beachtete sie erst einmal nicht mehr. Viel Später dann, mein Mann schnarchte auf dem Sofa und das Kerzenlicht erhellte den Raum, da schaute ich zur Trommel rüber, es war, als ob jemand neben mir stand und sagte; schau mal zu der Trommel. Sofort! Wie ein Zwang sah ich zu ihr hin.

Im Kerzenlicht schien das Leder ganz Feckig zu sein, bekam seltsame Formen und fing an, sich zu bewegen. Ein großer Hirsch in seiner Mitte, darunter mehrere Personen . Tanzten sie?! Es sah fast so aus. …Fasziniert davon starrte ich dort hin. Wow…sie änderten ihre Formen wieder, ich sah Tiere , Menschen, Geister. Bewegung. Ich weis nicht, wie lange ich so geschaut habe, dann ging ich zu ihr hin, berührte sie, sagte, sie müsse jetzt schlafen und blies die Kerzen aus. ...

Ich weiß, auf diese Trommel muss ich mich ganz einlassen. Wayn sagte mir schon, das ich herausfinden würde, was die Geister wollen.

Als ich heute Morgen, sehr ungewöhnlich früh (für meine Verhältnisse )wach wurde, war ich nass geschwitzt. Kein Wunder,,,ich hatte heute Nacht mit meinen Ahnen getanzt…

Andrea, Ich, Wayn

Mein Herzensdank an diese zwei Leute  und den schönen Tag!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Der Anfang… oder, die Geschichte hinter der Geschichte…


Ich sitze hier und bin innerlich erfüllt mit Freude. Wenn ich im Moment vorwärts schaue, bin ich so stolz und voller Taten Drang endlich  anzufangen. Aber dennoch beschleicht mich eine leichte Panik, wenn ich an all das organisieren und die vielen Umzugskartons und die anstehenden Umzugskosten denken muss. So etwas ist nicht mal „ebenso“ getan….

Also schiebe ich diesen Gedanken noch vor mir her, genieße die momentane Situation und lass mich erfüllen von dieser „Unglaublichkeit“ es geschafft zu haben und am Ziel zu sein….ich bin Glück-seelig!

Immer wieder werde ich gefragt, wie lange wir gesucht haben, wie das angefangen hat oder wie wir ausgerechnet diesen Ort gefunden haben….tja. 
Ich könnte jetzt einfach behaupten, ich hätt mein Zauberstab geschwungen und „hex hex“ gemacht und *plob*, wäre ein bezahlbarer, aufs Haar passender Hof, aus dem Boden geschossen, mit genau dem elementarem Umfeld, was wir für unsere Arbeiten so  benötigen….natürlich alles quatsch! 

Es  war es nicht so. Aber ich muss zugeben, es war schon ziemlich unheimlich…nun, mal von Anfang an:
Im Jahre 2009 fing alles an. Wir suchten ein Objekt, in dem wir arbeiten und wohnen können, Menschen beherbergen und Leute Räumlichkeiten zu Verfügung stellen würden.  Das Haus oder auch der Hof sollte sehr ruhig gelegen sein, ohne Geräuschpegel der modernen Welt und so, dass unsere Tiere ungehindert nach draußen könnten. Platz für den Hexenladen sollte er auch noch bieten.  
Es gab viele Faktoren, vor allem wirtschaftliche, zu beachten. Es wurde nicht einfach, schwerer als wir uns das je vorgestellt haben. Gut, wären wir mit einer enormen Euro Summe gesegnet oder bereit sehr hohe finanzielle Risiken einzugehen, wäre es sicherlich leichter geworden.
Alle die  Hürden aufzuschreiben, Bürokratische wie Geldliche, würde hier viel zu lange und viel zu langweilig werden. Ich versuche mich also kurz zu fassen:

Wir suchten also in unserer Umgebung, bis weit in das Jahr 2011 hinein. Schauten uns viele Höfe und Häuser an. Und wenn einmal ein Hof gepasst hat, dann war er so Renovierungsbedürftig, das man nicht sagen konnte, wie lange so etwas dauerte , eine Lebensaufgabe war oder er lag dann so im Abseits, das ein Überleben alleine durch die Seminare, eine sehr heikle Angelegenheit sein könnte. 

Immer wieder fragte ich mich, ob ich mich zwischen Hexenladen und Seminarhof entscheiden müsse? Was wollte ich? Weiter  Verkaufen oder Lehren? Kundschaft , mitten im Wald?? Schier unmöglich!
Mehrere Objekte kamen in nähere Auswahl. Eines in Soest, super schön und viel zu teuer für uns. Die Banken versagten uns den Dienst. Und uns wurde bewusst, dass es noch viel schwerer werden würde. Bei der nächsten Anfrage, knapp ein Jahr später, signalisierten uns die Banken, dass ohne einen Verkauf des Hexenhauses keine Chance für einen Kredit bestand. Uns blieb keine Wahl.
Nun, so mussten wir damit leben, das Hexenhaus zu verkaufen, falls wir ein anderes Haus finden sollten. Aber auch weitere Höfe und Häuser waren ungeeignet oder gleich  viel zu teuer. Alleinlage? Luxus in NRW. Selbst im Weserbergland oder in der Eifel. Im Münsterland kamen dann gleich die „Pferdpreise“ hinzu, da dies Pferdezuchtgebiet ist, ist eben das Land auch ziemlich teuer…und so weiter. Ich bin mittlerweile Immobilien und Grundstückspreis Fachfrau geworden;) wirklich! 

Ich weiß heute nicht mehr genau, wie ich auf meiner Suche nach Niedersachsen rutschte, wie ich in die Wesermarsch kam…ich weiß nur noch, das meine Freundin glänzende Augen bekam, als sie mir von Brake, Nordenham, Oldenburg oder Butjardingen erzählte und von den Menschen dort. Ich glaube es war mehr die Neugierde, die mich trieb, dort oben mal so zu schauen. 

Dann Anfang 2011, hatte es uns gepackt. Die Wesermarsch! Nach einem Besuch in Burhave und den ersten Hofbesichtigungen war uns ganz schnell klar, hier könnten wir alle leben und jeder der Familie fühlte sich wohl. Zwischenzeitlich kamen merkwürdige Situationen auf mich zu.
Aufgrund einer persönlichen Krise, machte ich eine Rückführungstherapie (ich berichtete hier) und fand mich am Wasser lebend wieder. Danach wurde alles anders…

Im Laufe des Jahre 2011 und 2012 reisten wir ab und an in die Wesermarsch und übernachteten in der Wohnung meiner Eltern in Burhave. 

Leute, was wir nicht alles für Höfe gesehen haben! Marsch und Moorhöfe, meist schon leer, total verwahrlost, nass bis unters Dach. Die Wände zum Teil schon eingestürzt…Moorboden halt. Wir mussten uns fragen, wollen wir wirklich ein Leben lang an einem Haus basteln oder wollen wir nicht lieber unserer kreativen Arbeit nachgehen?! Wollen wir ein Hof, den wieder keiner finden kann? Was ist mit unseren Katzen?  Mein Mann, aus einer Handwerkerfamilie stammend behielt bei all den Höfen und  Häusern den Blick fürs wesentliche: Die Kosten! 

Wir schränkten die Suche ein, auf Höfe, die nicht an einer Landstraße liegen (verdammt schwer dort oben) damit wir unseren Tieren ein langes Leben geben können. Und Höfen die so einigermaßen renoviert waren.
Es wurde schwer…sehr schwer, den auch diese Höfe wurden nun kein Schnäppchen mehr. Ein Landhaus fanden wir, direkt am Jadeufer.  Die Landstraße machte uns Sorgen, das Haus lag nur 150m davon zurück. Eine 100-er Strecke. Ich hatte schlaflose Nächte, die Entscheidung wurde uns bürokratisch abgenommen. Das Landhaus war nicht für uns bestimmt. Eine neue Suche begann…


In den Ladenstunden vor dem Computer glühte Immonet, Immobilien Skout und wie sie alle hießen , ich telefonierte mit Maklern und machte und organisierte die Termine.
Meine Eltern haben  eine Ferienwohnung und meine Mutter teilte mir eines Tages mit, dass die Schwiegereltern ihrer dortigen Reinemachfrau ,überlegten ihren Hof zu verkaufen. Es sollte ein Künstlerhof sein, von einer  bekannten Künstlerin dort.

 Ich sollte mich dort mal melden. 

Ich hörte mir das an, der Preis war viel zu hoch für uns und auch sonst…direkt an die Küste? Ich war  überhaupt nicht sicher und so verstrichen erst einmal  ein paar Wochen. Aber irgendwann hatten wir wieder Termine  und ich dachte, schaust du dir mal an, einfach um einen Vergleich zu haben. 

Die Leute waren am Telefon sehr nett und sagten sofort, das der Hof noch nicht zum Verkauf stünde, wir uns diesen aber gerne ansehen könnten. Sie waren sich selbst gar nicht so sicher. Wir hatten den Termin dann also als letzten am Wochenende geplant, weil eh nicht unsere Preis Kategorie, so dachten wir.

Auf der Fahrt nach Niedersachsen war uns klar, dies würde vorerst  das letzte Wochenende werden. Wenn wir nichts finden sollten, so wollen wir ein Jahr warten. Zu Zeitaufwändig und zu kostenintensiv wurde unsere Suche. In der Nähe der Westruper Geest, mit all ihren Hünengräbern, hatten wir den ersten Besichtigungstermin. Der Makler erschien erst gar nicht. Dieser Hof blieb für uns verschlossen. Ärgerlich, aber das passierte uns an diesem Wochenende glatt zwei Mal!

 Ich nahm die Zeit war, um zum Bräutigam zu fahren, eine Steinsetzung ,ich berichtete hier darüber. Meine Opfergabe bestand aus Gesang, Rauch und einen großen Bergkristall Stab, den ich in der Erde versenkte, mit der Bitte, mir bei der Entscheidung zu helfen. Ich berichtete den Ahnen, das wir aufhören würden zu suchen, wenn wir nichts fänden…eigentlich war ich sehr traurig.

Dann  fuhren wir ins Ammerland und von dort nach Butjardingen. Wieder war nichts Passendes dabei. Auf dem Rückweg besuchten wir den Künstlerhof und waren aufgrund seiner Lage schon sehr angetan. Dieser Hof lag so, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Dann blieb mir das Herz stehen, dieses Traumhafte Grundstück, der Kräutergarten, das Nebenhaus, das Atelier , der ehemalige Pferdestall und die Tenne….alles perfekt hergerichtet, pikobello , und mehr als passend für unsere Ideen. Wir redeten und erzählten, ich berichtete von unseren Vorhaben, den Projekten, meiner Arbeit. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch. 
Ganz angetan fuhren wir nach Hause. Dieses Schmuckstück benötigte nur noch ein paar Handwerkliche Kleinigkeiten für unsere Zwecke einfach perfekt!


Eine Woche später rief ich an, machte noch mal einen Termin, sagte, dass wir großes Interesse hätten und ob der Hof nun zum Verkauf stünde oder nicht….ja, sie wollten wohl verkaufen, wollten aber noch andere Interessenten schauen lassen. Uns war klar, wir hatten den richtigen Ort für uns gefunden. Wir müssten nur das Finanzielle noch regeln.

Wir gingen zu Mutter Rura baten um Hilfe (ich berichtete hier ) und nicht ganz zwei Tage später bekamen wir den Termin für ein nächstes Treffen.  

Die Besitzer konnten sich gut vorstellen, an uns zu verkaufen …“wenn nicht ihr, wer dann..??!“, war die Aussage. Sie hatten vor dreißig Jahren diesen Hof ganz neu aufgebaut, zu einem wahren  Schmuckstück.

…der Preis? Nun, sie kamen  uns sehr entgegen. Wir mussten nun noch das Hexenhaus verkaufen. Ich hatte Angst, sah ich doch, wie lange so was dauern könnte. Ich sprach mit der Göttin Sedna, wenn sie wollte, das ich zum Meer kam, sollte sie mir helfen. Ich versprach ihr, wenn wir diesen Hof bekommen sollten, würde sie ab diesem Zeitpunkt meine Göttin werden. Sie wollte es. Das Hexenhaus war schier unglaublich schnell verkauft. Ohne Makler.

…wir konnten den Hof von dem Verkauf des Hauses und unserem Bausparvertrag bezahlen. WOW!  Genauso hatten wir uns das erhofft. Und Käufer wie Verkäufer waren sich einig, das wir erst im Frühjahr 2013 umziehen bzw. ausziehen. Perfekt! Ab dem Zeitpunkt als ich mit den Ahnen sprach, mit der Wassergöttin, lief alles fließend….

Die arbeiten die im nächsten Jahr  vor uns liegen, halten sich im Überschaubaren Bereichen. Das war sehr wichtig, denn keine Seminare, dann kein Geld, kein Verkauf, dann  kein Einkommen! Das darf man dabei nicht vergessen. Wir können auf dem Hof quasi sofort anfangen! 

Dabei bin ich sehr froh, dass mein Mann Handwerker ist und mein Vater zusätzlich Kaufmann für Grundstückswirtschaft war, somit wir nicht blauäugig was gekauft hätten. Naja, und kein Immobilienmakler dazwischen, der irgendwelches  Zeugs redet…

so dass wir nun Besitzer eines Friesischen Gulfhofes sind, der für uns schöner nicht sein kann.
Ein Sechser im Lotto! Sedna sei dank! 
Sie wird mich von nun an begleiten...versprochen ist versprochen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Das Geheimnis wird gelüftet...*Neue Wege*

 (Aufnahme vom Flugzeug)

Gestern haben wir  den Kaufvertrag des Friesenhofes nahe dem Nordseebad Tossens unterzeichnet !!!Und nun kann ich Euch nach und nach unseren  neuen Hof und unsere Projekte vorstellen und die zauberhafte Umgebung, in die wir ziehen. Am 01. April 2013 ist Schlüsselübergabe. Und das ist kein Aprilscherz! Unsere Jahrelange Suche ist beendet, wir sind angekommen!

Landschaft und Umgebung:
Die Halbinsel Butjadingen mit dem Nordseebad Tossens ,am westlichsten  Rand und die Wesermarsch mit ihrer langen Küstenlinie von 152 Kilometer  wird auch "das Land der drei Wasser“ genannt. Dort gehen weite Moore  in das grüne Marschland über.

In Butjadingen finden sich fast überall Schafe, das dünn besiedelte Land hat mehr Schafe als Einwohner. Diese sehr flache und weitläufige Halbinsel zwischen Jadebusen und Wesermündung umfasst etwas mehr als 129 Quadratkilometer mit gerade einmal 6.500 Einwohnern, die entweder kleinen Dörfern, oder auf den weitläufig verstreuten Höfen leben. Die höchste "Erhebung" ragt nur 2 Meter über den Meeresspiegel hinaus. Der Name "Butjadingen" stammt  aus einer Zeit, als die Halbinsel vom Festland abgeschnitten, also eine Insel war. Buten = außen, was so viel heißt wie ;“jenseits der Jade“.

Der größte Teil des heutigen Jadebusens war ursprünglich Hochmoor. Wie der Dollart oder das Ijsselmeer gehört der Jadebusen zu den Buchten, die im Mittelalter immer wieder durch Sturmfluten einbrachen. Durch viele dieser Sturmfluten wurde  Butjadingen teilweise zur Insel. Heute ist der gesammte Raum eingedeicht. 

Auf dieser  grünen Halbinsel , inmitten des deutschen Wattenmeers, können wir ein nie gekanntes Gefühl der Ruhe und Weite erfahren. Eingebettet zwischen Jadebusen, Nordsee und Weser liegt unser neues Zuhause. Vom Wasser umarmt und von der Sonne verwöhnt. Die Elemente  prägten die Menschen wie die Landschaft und das  Leben dort.

Butjadingen  grenzt im Südwesten an den Jadebusen, im Westen und Nordwesten an die Innenjade, sowie im Osten und im Nordosten an die Weser und deren Mündung. Die Halbinsel besteht aus Marschland und ist dünn besiedelt, sie  ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

Nicht umsonst haben wir uns diese Ecke der Nordseeküste ausgesucht:


Denn der größte Teil des Jadebusens gehört zur Zone I (Ruhezone). Alle Handlungen, die den Charakter des Natur Raumes verändern, sind hier verboten, vor allem diejenigen, die das Landschaftsbild oder den Naturgenuss beeinträchtigen. 

Die Gezeiten bestimmen hier den Rhythmus. Mächtige Deiche schützen das Land und erinnern an den Kampf mit dem Meer über Jahrhunderte. Hier kann man frei durchatmen und unendliche Weite erleben ,zu Fuß oder auch per Rad. Ein verzweigtes Wegenetz fast ohne Autoverkehr an der Küste  und durch das grüne Land lädt zu Fahrradtouren und langen Wanderungen ein. Die Schilder „Wege ins Moor“, erinnern an die Vergangenheit
des Landes.

Über den Künstlerhof
Unser Hofgelände , nahe  Tossens, ist umgeben von Weiden und Wiesen, auf denen entweder Pferde und Kühe  stehen oder Schafe weiden. Dieser Friesenhof oder auch Gulfhof genannt, liegt an einem kleinen asphaltierten Wirtschaftsweg. Mit dem Auto von der Hauptstraße gut zu erreichen. Bis zur Landstraße nach Tossens  sind es  etwa 1,9 km und auf dem Weg gibt es so gut wie keinen Verkehr. Außer den wenigen Anliegern oder den Radfahrern. 
Bis zu unserem einzigen Nachbarn ist es ca. 1km - weit genug entfernt, dass ungestört getrommelt und schamanisch gearbeitet werden kann. Straßenbeleuchtung sucht man hier vergebens. Lärm und Krach auch. Hier gibt es nur das Rauschen des Windes und das Muhen der Kühe. Ab und zu ein Reh im Garten oder eine Kornnatter auf dem Weg. Dachse, Störche  und Füchse auf den Moor und Marsch Wiesen um uns. Und natürlich die herrliche salzige Nordseebriese! 

Das über 5 .000 qm große Grundstück ist so angelegt, das eine Übernachtung im Zelt, im Tipi oder auf dem Stallboden möglich ist. Der Friesenhof befindet sich eingebettet im  Naturgeschützten Marschland nahe der Nordseeküste.

In ca. 2oo m Entfernung von unserem Grundstück, trifft der Weg auf ein Siel Tief, das ist ein Kanal, der für die Be- und Entwässerung  angelegt wurde. Das Wasser besitzt die bräunliche Farbe des Marsch und Moorlandes. Dort kann man im Sommer sogar schwimmen oder Kanu fahren, im Winter Schlittschuhlaufen. Die Nordsee liegt in etwa 2,5 Km Entfernung, gut mit dem Rad oder zu Fuß über Wanderwege zu erreichen. Weit genug um bei Sturmflut keine nassen Füße zu bekommen aber nah genug um das Wasser zu riechen.
(Was wir dann genau vorhaben und planen, davon werde ich noch genug zu berichten haben)

Im nahen  Nordseebad Tossens, ist  man mit dem Auto in gut 4 Minuten. Dort gibt es eine Bank, Post, Supermarkt, Bäcker, ein Spaßbad, Kaffees und mehr. Außerdem starten am Friesenstrand in Tossens auch die Wattwanderungen  und viele weitere Events. Natürlich gib es auch einen Fahrradverleih direkt neben dem dortigen CenterParc.   

Überall in der Umgebung gibt es mehr als genug Übernachtungsmöglichkeiten und  unser unmittelbarer Nachbar bietet  drei Ferienwohnungen an. Wir helfen Euch gerne mit diesbezüglichen Adressen weiter, falls ihr uns zu unseren Seminaren und vielen Aktivitäten besuchen wollt. Natürlich werdet ihr auch direkt zu unseren Seminaren auf dem Hof Übernachtungsmöglichkeiten finden. (Dazu aber mehr , wenn es soweit ist)

Wer mehr Geschäfte sucht, ist im rund 6 km entfernten Burhave richtig und auf dem Weg dorthin kommt man am verträumten Fischerort  Fedderwardersiel vorbei. Ein Ausflug mit dem Rad am Deich entlang ist empfehlenswert. 

Das Nationalpark-Haus in  Fedderwardersiel ist auch  ein Regionalmuseum. Dort können Besucher neben Informationen über das grandiose Naturphänomen Wattenmeer eine Dauerausstellung zu Natur, Fischerei, Deichbau, Entwässerung und der Siedlungsgeschichte Butjadingens besuchen.
Unweit kann man in Richtung Westen einen 3 Kilometer langen Salzwiesenpfad erkunden oder eine größere Runde um den Langwarder Groden drehen. Der Groden ist einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung im Butjadinger Land. 

In unserer Nähe befindet sich ein weiteres Kulturelles Erbe, das einzige Außendeichmoor der Welt. Ein Naturschutzgebiet besonderer Art ist das Sehestedter Außendeichmoor. Weit über den Jaderaum hinaus ist das  Moor als einzigartiges Naturdenkmal bekannt. Nirgendwo sonst in Europa gibt es noch ein Moor, das dem unmittelbaren Angriff der See ausgesetzt ist. Neben seiner Hauptbedeutung als geologisches Denkmal besitzt das Moor auch eine sehr interessante und schützenswerte Pflanzen- und Tierwelt. Dabei ist es vor allem bedeutsam als Rest eines einstmals riesigen Hochmoores, das inzwischen fast vollständig kultiviert ist.
Einst bedeckte ein riesiges Hochmoor den gesamten Jadebusen, doch mit den großen Sturmfluten kam die See immer weit ins Land. Mit dem Zurückgehen des Wassers senkte sich das Schwimmende Moor wieder auf seinen ursprünglichen Platz. Von einer Aussichtsplattform mit Schautafeln bietet sich den Besuchern ein einmaliger Blick auf das Moor und die Salzwiesen.

Die Salzwiesen und die vorgelagerten Wattflächen des Jadebusens sind ein wichtiges Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten, und in den Ruhezonen gelten strenge Bestimmungen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt. Von der Aussichtsplattform aus beginnt ein Salzwiesen-Erlebnispfad, zunächst nach Norden einmal um das Schwimmende Moor herum und dann bis zum Strand. In etwa zwei Stunden gemütlichen Fußmarsches kann man sich an 30 Schautafeln interessante und unterhaltsame Informationen zu Flora und Fauna der Salzwiesen anschauen.


Der Jadebusen ist als Nahrungs-, Rast-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für Vögel von überragender Bedeutung, weil sie dort weitgehend ungestört sind. Es gibt dort keine Bodenraubtiere, und seit 1973 gilt im Jadebusen ein ganzjähriges Jagdverbot. Durch die Ausweisung als Naturschutzgebiet sollen Brutvögel ,sowie Watvögel, Schwäne, Enten, Gänse, Möwen und Seeschwalben geschützt werden, welche das außergewöhnlich große Nahrungspotenzial der Wattgebiete nutzen, das aus Muscheln, Schnecken, Würmern und Krebsen besteht.






Samstag, 14. Juli 2012

Abrakadabra.. oder die Magie des Wortes

 Wer hat das als Kind nicht gesagt, wenn er zaubern wollte?!  
Abrakadabra kommt vermutlich aus dem arabischen, was so viel wie; „ich erschaffe, während ich spreche“ bedeutet. Viele Schöpfungsmythen der Urkulturen wissen zu berichten, das die Welt aus Musik, Ton  und Wort entstanden ist. Worte sind Verkörperung der Kraft. 

Bei den Navajo Indianern verabschiedet man einander mit dem Satz: „..möge die Schönheit dich begleiten…“ In dieser Aussage liegt die Erkenntnis, dass man jemanden nichts anders wünschen sollte, als das die Schönheit erschafft.

Im jüdischen gibt es viele Überlieferungen, die von der Macht und der Magie des Wortes erzählen.  Kabbala lehrt, dass die Welt aus den Buchstaben des Alphabetes entstanden ist .
Das Wort hat die Macht zu erschaffen, aber auch zu zerstören. Die Genesis sagt, das Gott die Welt mit den Worten „ es werde Licht“ erschaffen hat und dann lesen wir…“ am Anfang war das Wort und das Wort war Gott und Gott war das Wort…“

Bei den Hopi Indianern singen  der Sonnengott und die Erdengöttin ihre Geschöpfe ins Leben.
Wenn ich mit Klienten arbeite oder Menschen begleite und ausbilde, achte ich sehr genau auf die Wahl meiner Worte. Das ist sehr wichtig. Auch die Worte meiner Schüler spielen eine wichtige Rolle, ganz oft kommt es vor, dass ich scheinbar provokante Thesen und Sätze sage, nur um ihre Reaktion darauf zu testen. Charakterstärke spielt unter anderem  eine wichtige Rolle. Positive Satzformulierungen sind äußerst wichtig für unsere Seele.

Überlege, welche Begriffe die Energien ausdrücken, die du in deinem Leben stärken willst. Mache diesen Begriff zu einem festen Bestandteil deines Wortschatzes. „ Die Träume herbei reden“ sagen die Indianer und das ist wirklich so. Wenn wir die Fähigkeit besitzen, unser Umfeld, wie wir es uns wünschen, klar im Geiste zu visualisieren, dann haben wir auch die Gabe zu heilen und die Welt positiv zu verändern! Alles ist möglich durch die Kraft der Worte.

Wenn ich ärgerlich bin, über einen Menschen oder eine Situation dann komme ich zur Ruhe. Ich schotte mich ab, räuchere und trommele. Dann rufe ich meine Geistigen Führer und Helfer herbei. Aber ich verwünsche nicht, hasse nicht und versuche überhaupt nicht meinen ärger auf die andere Person oder Situation zu produzieren. Nein, ich nehme all meine Emotionen und gebe sie in einen Rhythmus, den ich trommle, tanze, stapfe. Dabei entlasse ich alles Negative. Mit dem gesagten Wort, in meinem Fall einem gesungenen Chant gebe ich diese Emotion einfach ab oder zurück zum Absender. Danach fühle ich in mich hinein und kontrolliere, ob ich neutral bin. 

Gegenzauber von negativen Energien und den dazugehörenden Wörtern wie „du kannst nicht- das schaffst du nie- du bist zu dumm- du magst mich nicht- du bist negativ-du bist hässlich-….und so weiter.
Erschaffe Dir  Gegenbotschaften die du überall lesen kannst. Sei kreativ in dunklen Momenten und erschaffe aus dem negativen etwas neues!

                 Liebe,          Ehrfurcht, 
Kraft ,                               Magie,
 Göttin, Schönheit,                   Vollkommenheit
 Harmonie,

  Schaffenskraft, Kreativität,       Ideen, Freude,
                           Lachen….

Siehe das so, jede Situation und jeder Mensch, der dir negatives entgegenbringt, in Form von schlechten Energien, bösen Wünschen, Neid oder mit solchen Sätzen , wie  „ das schaffst du nie“, ist eine Herausforderung an Dich aus dieser starken Kraft etwas für dich zu gewinnen. Wenn die Menschen die dir schlechtes Wünschen, wüssten, dass du aus ihrer Energie etwas kraftvolles  für dich erschaffst, würden sie sich hüten, dir solche schlechten Dinge zu wünschen.

Wenn ich also Konflikten mit einer Haltung aus innerer Stärke, Frieden und Liebe begegne, dann fließen diese Energien in diese Situation ein und verändern diese ins positive für mich. Lasse ich mich aber auf Konflikte ein, lasse ich mich vorsätzlich dann auch noch provozieren, begebe ich mich auf die gleiche negative Ebene herab. Lasse ich dann noch Gefühle wir Zorn und Machtlosigkeit zu, dann wird diese Energie vorbestimmend sein und die ganze Situation einnehmen.

Ein Schamane beispielsweise erzählt mit seinem Wort magische Heilungsweisen, weckt das Gute und das Positive , lenkt den Blick seines Klienten immer nach vorn und auf das positive. Er weiß um die das negative seines Klienten, kann mitfühlend sein, sollte aber immer Heilende Worte wählen und nicht die schwächenden. Fehler aufzuzeigen ist nur bedingt hilfreich. Schamanen können Geschichten erzählen von Menschen die sich geheilt haben, aus der eigenen Kraft heraus, diese Geschichten, ob wahr oder falsch, geben Hoffnung und Stärken. Und sie heilen dann tatsächlich!

In unserer Kultur ist es nicht üblich, hinter die Energie unserer Worte zu spüren. Das sollten wir wieder erlernen. Auf die Reaktion unseres Körpers hören, wenn wir sagen: Ich liebe Dich oder aber ich hasse Dich.
Wir sollten uns bewusst machen, welche wahre Qualität hinter unseren Worten liegt und was diese mit uns machen. Wenn wir jemanden lieben mit ganzer Kraft, so lieben wir auch uns. Hassen wir jemanden, so geht diese negativ Energie komplett in unser Energiefeld über.

Böse Wünsche blockieren uns in erster Linie erst einmal selbst, weil man nicht mehr seine Konzentration auf sich selbst lenkt.
Es gibt einem keltischen Segensspruch der da lautet;
Der tiefe Frieden der wogenden Wellen sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der strömenden Lüfte, sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der stillen Mutter Erde sei mit Dir.
Der tiefe Frieden der hohen Sterne sei mit Dir.

(Wir können das „sei mit Dir“ auch jederzeit durch ein ..“ sei mit mir..“ austauschen, um uns selbst zu segnen.)
Oder:

Das Licht der Göttin umgibt mich
Die Liebe der Göttin umgibt mich
Die Kraft der Göttin umgibt mich
Die Macht der Göttin umgibt mich
Der Schutz der Göttin umfängt mich!