Donnerstag, 31. Mai 2012

Projekte und Projekt X…


Vor einigen Tagen erhielt ich eine Anfrage der IHK an deren  Gesundheitstag als  Seminarleiterin tätig zu sein.
Das hat mich sehr gefreut, vor allem weil ich damit einer Menge Menschen meine Schamanisch-Naturtherapeutische Arbeit ganz praktisch näherbringen darf. Das Thema des Gesundheitstages lautet „ Wie kann ich dem Stress entgegenwirken“ also geht es um Methoden gegen Beruflichen und Persönlichen Stress. Ich hatte erst vor kurzem hier darüber geschrieben. 

Ich werde mit einer Gruppengröße von etwa 25 Personen arbeiten, mindestens 2-mal am Tag. Dazu benötige ich ein etwas anderes Konzept, da ich solche Gruppengrößen sonst nie hatte. Hier geht es aber nicht anders, also passe ich mich an und erarbeite etwas. Gut das es noch bis September Zeit ist. Ich werde wohl eine Mischung aus Theoretischen  Tipps zur einfachen Stressbewältigung geben und Praktische Anwendungen vorstellen , beispielsweise ,mit Schamanischer Reise und weiterem arbeiten.
Schön ist, das es zu einer Zeit passiert, wo ich  Werbung für unsere Projekt X machen kann, denn im Herbst wird alles viel Konkreter sein und so kann ich die Leute schon für unserer Vorhaben begeistern.  Wie immer, „ es gibt keine Zufälle“…*DANKE GÖTTIN*

Dann bekam ich gestern die Zusage einer Grundschule mit einer Abschlussklasse zu arbeiten.  Genauso wie bei der IHK, aus „ heiterem Himmel!!!Kräuter, Wald, Bäume und meine Herzensangelegenheit, ich darf den Kindern die Geschichte des Räubers Mohr, meinem Ahn, näherbringen.  Wie schön! Die Dame fragte dann, nach meiner Bezahlung. Eine Bezahlung von einer Schulklasse????????!!!!!!!! 

Neeeeee, da  hört es aber auf! Gut, finanziell stehen wir gerade echt so drei Schritte vor dem Caos, (das ist aber seit Jahren, mal so mal so) aber dennoch,  ich würde kein Geld von einer Schulklasse nehmen! Die Lehrerin war daraufhin etwas verunsichert, als ich ihr sagte, dass ich kein Geld nehme, sie hätte mich wohl lieber bezahlt.  Dann käme ich mir aber echt schäbig vor, denn ich gebe doch mein Wissen gerne an die Kids weiter. Jede Generation, die die Pflanzen, die Bäume und seine Umgebung anders sieht, ist WERTVOLL! 
Die Göttin sorgt für meine Familie und mich, hat sie immer schon getan, auch wenn es sehr oft nicht gut um die Finanzen steht und wir nicht wissen, wie es weiter gehen sollte. Reden wir nicht mehr davon…
Momentan haben wir, das heißt mein Partner und ich, den Kopf voll, Notar, Rechtsanwalt und Banktermine….und jetzt noch das Töchterchen, das hin und her gefahren werden muss, wegen ihres Fußbruches. Wir müssen uns kümmern um die Vermietung unseres Wohnhauses, wie gut das das Haus, in dem mein Hexenladen ist, sooo schnell verkauft wurde.

Naja, so ganz geheim ist Projekt X auch nicht mehr, ich fände es auch blöd, Kunden die Fragen, nichts dazu zu sagen. Unsere gesamte Familie arbeitete daran und wir freuen uns riesig auf den neuen Lebensabschnitt. Manche Kontakte kamen fast wie von selbst und das ein oder andere Mal sahen wir uns an und konnten vor Staunen über diese „Zufälle“ nichts mehr sagen…

Aber es bleibt  das Nervige warten, denn wenn Banken und Behörden arbeiten, kann man selbst ja nur dabei stehen und die Hände in den Schoss legen. Leider. Im Laden bin ich  quasi „ fest-getackert“ und kann meinem Mann nicht wirklich helfen. So bleibt im Moment viel an ihm hängen. 

Dann  möchten wir ein Sommerfest organisieren, ein großes Handfasting (Hexenhochzeit)steht zur Sonnenwende an …wir stehen echt unter Volldampf. Alles was momentan „nicht wichtig ist“ wird umgehend an die Seite geschoben. Keine Zeit , sich mit Nichtigkeiten herum zu schlagen….

Wir stehen mitten im Umbruch und ich hoffe, dass in den nächsten Wochen diese Unruhe endlich der Vergangenheit angehört. Aber ich befürchte, dass es noch eine Weile dauern wird….alles fließt!

Mittwoch, 30. Mai 2012

Kein Hals, dafür Bein-Bruch....

Am Abend der Eurovision war ich  eingeladen. Freundinnen Abend, mit  Gesprächen und  Essen. Und da meine Tochter im gleichen Alter der Tochter meiner Freundin Ulli ist, so kam sie selbstverständlich mit. Wir Frauen verbrachten einen schönen Abend miteinander, mit Lachen und viel Gerede über dies und das. Weiber unter sich . Von 14 bis 40 quasi durch diverse Altersgruppen. Weiber-energie. Schön und zauberhaft.

Da ich am nächsten Tag, einem Sonntag,  früh arbeiten musste, um acht sollte ich schon bei Klienten in der Innenstadt sein, wollte ich eigentlich auch nicht zu lange bleiben. Aber wie das so ist, gegen zwölf Uhr, in der Nacht, verabschiedeten wir uns erst. Voller Energie traten wir ins kleine Treppenhaus und meine Tochter stolperte plötzlich an der vorletzten Stufe , knickte mit dem Fuß um. 

Sie weinte sofort fürchterlich vor Schmerzen und glücklicherweise leistete der Mann meiner  Freundin erste Hilfe.  So mussten wir mitten in der Nacht ins Krankenhaus, zum  Röntgen. Wer selbst Kinder hat, weiß, wie Eltern mit leiden und mit fühlen. Nichts anderes ist da mehr wichtig. Wie gut, das nichts los war im Krankenhaus und alles sehr schnell verlief.

Ein glatter Bruch. Natürlich! Wenn sie etwas macht, dann auch richtig. Nichts kompliziertes, Aussicht auf schnelle Heilung von etwa 6 Wochen. Noch mal Glück im Unglück!

Vor zwei Jahren hatte sie es geschafft, sich das Handgelenk in einer komplizierten Trümmerfraktur mehrfach zu brechen.  Sie musste  zwei Mal Narkose bekommen, um den Bruch zu richten. Wir haben damals mit Heilungsmagie verhindern können, dass das Handgelenk operiert wurde. Es heilte blendend. Aber der Schock bei meiner Tochter saß tief und kam dann dieses Mal im Krankenhaus wieder hoch. 
Sie weinte nur und hoffte nicht dableiben zu müssen. Ich hätte so mitheulen können.
 
Aber nach der Röntgenaufnahme hatte sie alles ganz schnell hinter sich. Wie gut, das in der heutigen Zeit kaum mehr gegipst wird, es gibt einen Schuh an, wie ein Ski Schuh, so das man zumindest duschen kann und das aufschneiden der Kleidung überflüssig wird.

Sie brach nochmals in Tränen aus, als sie an ihren Schlagzeugunterricht denken musste, bei dem sie den linken Fuß ja benötigt. Glücklicherweise teilte uns, ihr Lehrer mit, dass er den Unterricht anpasst kann und sie weitermachen kann. Da strahlte das Tochter Herz wieder. 


Der Fuß war am nächsten Morgen furchtbar geschwollen. Ich zog kurzerhand in den Wald um Beinwell zu sammeln, den ich dann gemanscht mit Oliven Öl auf den Fuß schmierte. Jetzt werde ich weiterhin mit  Beinwell  und  zusätzlich mit Morganas Stern behandeln, wie ich es gelernt habe.

Zusätzlich brennt nun eine Heilungskerze auf unserem Altar, wie schon vor ein paar Jahren….Wir sind schon froh, dass unsere Maus keine Schmerzen hat und gut schlafen kann. Heute konnte sie wieder in die Schule. In vier Wochen wird wieder kontrolliert.

…hinter den Sorgen  um die Kinder, verblasst alles andere, nicht wahr?!

Dienstag, 29. Mai 2012

Steinreich....


Ich liebe Steine. Ich verkaufe allerlei Edelsteine im Hexenladen. Sicherlich sind sie kraftvoll und es ist einfach Edelsteine zu verwenden und Energetisch einzuordnen, es wurden ja viele Abhandlungen darüber verfasst. So das der Laie über die Kraft eines Edlen Steines nur noch nachzuschlagen braucht. Ein wenig Einfühlungsvermögen und fertig. Es gibt wirklich zauberhafte Edelsteine und sehr kraftvolle, keine Frage.Aber meiner Meinung nach, sind selbst gefundene Steine kein Vergleich dazu.

Sie sind energetisch viel schlechter einzuordnen, weil es kaum etwas nachzulesen gibt. Das gibt aber Raum für eigene Experimente mit diesen Steinen. Stein ist nicht gleich Stein, von welchem Ort stammt er, wo lag er und welche Zusammensetzung hat er? Das interessiert mich immer. Steine die ich in Höhlen finde, haben ganz andere Ausstrahlung, als solche, die auf dem Feld liegen und wieder andere von einem Kultisch bedeutenden Ort.  
Steine aus einem Fluss besitzen eine andere Energie, wie Steine aus einem Bach, diese wiederrum sind nicht zu vergleichen mit solchen, die ich aus dem Kraftfeld eines starken Kultplatzes ausgegraben habe…u.s.w

Laut Aussage meiner Freundin, bin ich bei so etwas ein  „Trüffel Schwein“ . Ich finde nicht nur die alten Kult
Orte, ich finde häufig auch alte Werkzeuge, Steinspitzen und eben Kristalle, Fossilien oder anderes. An solcherlei Orte werde ich geführt und es dauert eine Weile, bis ich mich mit solchen Energetischen Plätzen oder Fundstücken auseinander gesetzt habe. Was natürlich seinen Sinn macht.

Solch ein altes Keltisches Gebiet, gibt es nicht weit von uns. 
Ein riesengroßes Waldgebiet mit Sandigem Untergrund, bewachsene Dünen, dann wieder stille Farnwälder auf einem riesigen Areal.Der Name des Baches den die Kelten ihm gaben, hat man später ein wenig verändert, aber schon damals war es ein genutztes Gebiet unserer Ahnen.

Fern ab der ausgetretenen Wege kann man sich dort verzaubern lassen, ohne auch nur einem Menschen zu begegnen…aber nicht nur die Landschaft ist einmalig schön, nein, dort finden sich die wohl außergewöhnlichsten Steine in meiner Umgebung. 

Mir war das lange nicht bewusst, nahm mal hier einen Feuerstein, mal dort einen sehr merkwürdig geformten Stein mit. Bis ich nachforschte und mir klar wurde, welch seltene Funde ich in meinen Händen hielt. Feuersteine sind hier in meiner Umgebung nicht selbstverständlich. Die Entstehung von Feuerstein ist bis heute noch nicht in allen Einzelheiten geklärt, deshalb macht ihn das so mystisch. 
Es gibt  nicht, "den" Feuerstein, sondern viele verschiedene, die sich sowohl in Form und Farbe, als auch im Alter unterscheiden. Vor allem sind  die Entstehungsbedingungen, Alter, Vorkommen und das doch sehr unterschiedliche Aussehen interessant für Sammler.


Feuersteine spielten eine wichtige Rolle in unserem Volksglauben. Sie wurden nicht nur als Werkzeuge benutzt, sondern galten auch als Kult Objekte und waren Rituelle Gegenstände. Und dass diese Steine eine ganz besondere Kraft haben, kann ich bestätigen. Als ich mich einen Tag mit ihnen intensiv befasste, die Steine aus der Erde und dem Sand sammelte , Stundenlang, sie später zuhause betrachtete und wusch, da träumte ich Nachts von ihnen…so intensiv, wie sonst nur von den Runen, mit denen ich mich vor Jahrzehnten beschäftigte. Ein Zeichen, das diese Steine viel zu erzählen haben.

Was genau ich mit diesen vielen unterschiedlichen Feuersteinen zu tun pflege, weis ich allerdings noch nicht, es wird sich sicherlich in den nächsten Wochen zeigen.Neben dem charakteristischen Schwarzen Feuerstein gibt es den Violett – Gelben, den Grünlichen, den Gelben, den Weißen und den Gebänderten Feuerstein.Das Alter dieser Steine könnten wir auf etwa  72 - 65 Millionen Jahre (Obere Kreide) schätzen, naja…auf ein paar Jahre mehr oder weniger, kommt es da wohl nicht an.

Das kieselsäurehaltige Gestein wurde im Meer der Schreibkreide gebildet. Lieferant der für die Feuersteinbildung benötigten Kieselsäure waren Schalen von Kieselalgen, Kieselskelette der Strahlentierchen sowie Überreste größerer Meeresorganismen, wie z. B. von Kieselschwämmen. Die kieseligen Substanzen wurden über einen langen Zeitraum aufgelöst und gelangten als kieselsäurehaltige Lösungen in tiefere Meeresbodenbereiche. Durch Ausfällung aus diesen Lösungen entstanden dann über lange Zeiträume die uns bekannten Feuersteinknollen. Feuersteine können sehr fossilreich sein. Vor allem sind Seeigel, Muscheln, Schwämme, Moostierchen und Korallen zu finden.
Aber nicht nur Feuersteine fand ich in dem alten Keltischen Areal, nein auch noch etwas, was mein Mann zuerst als „Schlacken“ bezeichnete, aber wie sollte Schlacke zu hundertfach in die Erde und außerhalb der Wegenetze kommen?! 
Ich war gleich  fasziniert von den unterschiedlichsten Formen und der Struktur, fasst sich gut an, so nahm ich ein paar Stücke mit.  Was verdammt ist das? Ich setzte mich vor die seltsamen Steine und fragte nochmals: „ was seit ihr“…und dann schaute ich im Netz nach.

Ich musste lange suchen.Nur über die Bild Funktion konnte ich dann sehen, was ich da gesammelt hatte:
Limonit-Brauneisenerz- Volksmund; Hexenstein /Hexentöpfchen .Wie passend, oder?

Montag, 28. Mai 2012

Magischer Montag: Gesegnete Kräuterkerzen

Eigentlich eine recht einfache Version. Du benötigst gute durchgefärbte Kerzen und Themenbezogene Kräuter und evtl. Ätherisches ÖL.  Mit Themenbezogen, meine ich ,Beispielsweise  in Liebesdingen  Rosenblätter, für die Reinigung Weissen Salbei, für Heilung Lavendel...und so weiter. Du solltest Dich mit den Zuordnungen ein wenig auskennen oder gegebenenfalls nachschlagen in einem Buch.

Ich habe hier für meine Kerzen  , die ich hergestellt habe, überwiegend Weißen Salbei , Lavendel und Rose verwendet, da ich diese Kerzen mit dem Thema „Reinigung-Haus-Segnung“ belegen will.

Du brauchst weiterhin einen Hohen Topf  ( gut ist ein Spagetti Topf) mit einer hohen Dose für den  Wachs, den Du verflüssigen musst, es gibt dazu speziellem Kerzenwachs im Bastelladen. Er ist zwar relativ teuer, man kommt aber sehr lange damit aus. Diese Wachstafeln oder Plättchen sind sehr hochwertig.

Natürlich kannst du auch Wachsreste nehmen, ich rate aber eher nicht dazu, da die Qualität sehr darunter leidet. Schmelze den Wachs nie direkt im Topf, sondern nimm einfach eine leere Dose. Fülle den Topf mit Wasser und stelle die Dose mit dem Wachs in das Wasser. Lass alles heiss werden. 

Die Kräuter krümmelst  du vorher auf einem Brettchen klein und vermischt sie gegebenenfalls noch mit dem Ätherischen Öl. Ich habe zusätzlich nur ein paar Tropfen Salbei Öl dazugegeben, um die Wirkung  zu verstärken. 

Du triffst dann die üblichen Vorbereitungen, gute Energien herstellen, Umfeld Reinigung, schöne Musik, Räucherwerk u.s.w Deine und die Energie Deines "arbeits Umfeldes" müssen Harmonisch sein, sonst könntest Du das falsche in die Kerzen geben. Hektik, Stress können wir dabei nicht gebrauchen. Nimm Dir Zeit!

Du tauchst nun die Kerzen komplett in das Flüssige Wachs ein, hältst sie dabei am Docht fest. Während Du sie eintauchst, solltest du schon einen Segensspruch sagen oder intensiv denken. Dann rollst du die Kerze sofort in den Kräutern. Du nimmst sie wieder und tauchst sie nochmals ein.
Eigentlich ist das schon alles. Man kann sich gut angewöhnen, wenn es um Gegenstände geht, die man magisch verwenden will, alles dreimal zu tun. Dreimal tauchen und dreimal durch die Kräuter rollen, Dreimal einen Spruch sagen. So mache ich das. 

Tipp: jedes Mal wenn du die Kerze durch die Kräuter rollst, reibe vorher Deine Handflächen aufeinander und konzentriere Dich auf deine Energie, sie fliest dadurch schnell und krafvoll in die Kerzen ein. Indem Du die Kerzen mit beiden Händen über die Kräuter rollst, gibst du diese Energie an die Kerzen durch deine Handflächen ab.

Danach sollten die Kerzen einmal über Nacht von der Mondin beschienen werden.  Am nächsten Tag räuchere ich die Kerzen einmal und sie verbringen einen weiteren Tag auf meinem Altar. Am dritten Tag lege ich einen Kreis aus Bergkristallen um sie herum, das gibt den Kerzen nochmals eine gute Energetische Wirkung.  Nach dem dritten Tag sind sie dann fertig zum Gebrauch. 

Ein wenig Geschick benötigt man schon, damit die Kräuter an der Kerze halten, es gut aussieht . Mit ein wenig Übung ist das aber kein Problem.

Es ist eine recht Zeit intensive aber lohnende Arbeit, diese Kerzen sind sehr kraftvoll!
Diese Kerzen gibt es manchmal auch in meinem Hexenladen zu kaufen. Frag einfach nach, wenn Du daran interessiert bist. 

Samstag, 26. Mai 2012

Durch die Heide....

Über die Heide sind wir gegangen,

Und die Heide war blütenleer,
Goldene Käfer flogen schimmernd
Auf dem Sande vor uns her.
Alle Fuhrenzweige blühten,
Und die Heidelerche sang
Aus der wolkenlosen Höhe
Süß zu unserm Heidegang. [...]
Hermann Löns
Mit dem Motorrad haben wir einen Ausflug gemacht. Deshalb die
Hex in Kluft ,ausnahmsweise mal hier so zu sehen. Qausi; vom Winde verweht... ein Motorrad Helm macht zwar nicht unbedingt schöner, schützt aber! (Deswegen der etwas schmollige Ausdruck...)
Ich liebe es , den Wind zu fühlen, die Gerüche warhzunehmen und an jeder Ecke anhalten zu können...
Aber jetzt ein klein wenig über das Ziel unseres Ausfluges:
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Halterner Stausee erstreckt sich auf sandigem Gelände die ca. 90 ha große Westruper Heide. Diese eindrucksvolle Heidelandschaft ist bereits 1937 unter Naturschutz gestellt worden und heute ein beliebtes Ausflugsziel. Mehrere 100.000 Besucher spazieren jährlich auf den sandigen Pfaden durch die Besenheiden, Sandmagerrasen und bizarren Wacholderhaine der größten Zwergstrauch Heide Westfalens. Wir hatten das Glück gänzlich alleine durch die Heide streifen zu können und ein wenig von ihrem zauber einzufangen....

Der Lebensraum der Heidelandschaft bietet zahlreichen, heute gefährdeten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. So finden sich hier Schlingnatter, Heidelerche & Co. wichtige Rückzugsräume. Auch wenn der Heide große Bedeutung als Lebensraum für heute seltene Pflanzen und Tiere zukommt, ist sie doch keine Naturlandschaft. Entstanden ist sie als Folge Jahrhunderter langen  Raubbau des Menschen am Wald. Und für weitere  Jahrhunderte bildete sie die Lebensgrundlage der damaligen Heidebauern.

 
Die Heide erzählt ihre Geschichte... 
Die Westruper Heide ist ein kulturhistorisches Zeugnis für die in Nordwestdeutschland ehemals weit verbreitete Heidewirtschaft. So waren im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht nur die Hohe Mark, sondern auch weite Teile Nordrhein-Westfalens durch menschliche Tätigkeit Waldarm geworden. 

Die jahrhundertelange gemeinschaftliche Nutzung der Markenflächen hatte ihre Spuren hinterlassen. Regelmäßiger Holzeinschlag zur Brennholzgewinnung führte zu einer Auflichtung der Wälder. Die Nutzung des Waldes als Waldweide unterband die Naturverjüngung. Eicheln, Bucheckern und aufkommender Jungwuchs wurden vom Vieh gefressen und verbissen. Die Verwendung der Waldhumusschicht als Stalleinstreu beeinträchtigte das Waldbodengefüge und unterband die natürlichen Stoffkreisläufe. 
Um 1800 betrug der Anteil an Heide, Sand-Magerrasen und Mooren in Nordrhein-Westfalen etwa 70%. Die Wende kam Mitte des 19. Jhd Flächen, die dennoch nicht in die ackerbauliche Nutzung überführt werden konnten, wurden als Grünland genutzt oder aufgeforstet, letzteres insbesondere mit schnellwüchsigen Nadelhölzern wie der Waldkiefer für den Grubenbau im Ruhrgebiet. Damit nahm der Anteil an Heideflächen rapide ab. Nur einige Reste der ehemals weitläufigen Heidelandschaften konnten noch unter Schutz gestellt werden, bevor auch sie der intensiven Land- oder Forstwirtschaft hätten weichen müssen.

 Imposante wie bizarre Wacholderbüsche säumen die Wege durch die Heide.

Mit etwas Glück entdeckt man  einige Büsche der Glockenheide inmitten dem Meer der Besenheide. Um die Glockenheide ist es noch verhältnismäßig gut bestellt. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Heide- und auch Moorböden. Durch ihre glockenähnlichen, rosa Blüten lässt sie sich leicht von der Besenheide unterscheiden. Und auch außerhalb der Blütezeit fällt dieser Zwergstrauch durch seine deutlich helleren Zweige auf.

Wo die Glockenheide in der Westruper Heide wächst, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, auch auf den Sonnentau zu stoßen. Der Sonnentau, eigentlich eher eine Moorpflanze, findet auf feuchtem Heideboden noch ein letztes Refugium. Als Fleisch fressende Pflanze ist diese Art optimal an die karge Heidelandschaft mit ihren sandigen, ausgelaugten Böden angepasst, deckt sie doch ihren Bedarf an Nährstoffen durch das „Vertilgen“ von Insekten, die sich aus ihren klebrigen Fängen nicht mehr befreien können.
Ebenfalls in der Westruper Heide zu Hause sind die Schlingnatter und die Zauneidechse. Als Wärme liebende Reptilien sonnen sie sich gerne an einem ungestörten Plätzchen..

Wer im Frühjahr aufmerksam durch die Heide spaziert, dem wird der Gesang der
Heidelerche nicht entgehen. Ihr melodisches „lülülü“ ertönt in unserer Zeit jedoch nur noch sehr selten. Die Heidelerche baut ihr Nest gut versteckt im hohen Gras. Doch als Heide bewohnender Vogel hat auch sie zusehends ihren Lebensraum verloren. Umso erfreulicher, dass sich die Heidelerche, trotz des enormen Besucherdrucks, noch immer in der Westruper Heide wohl fühlt, wenngleich ihr frei laufende Hunde das Leben sehr schwer machen.

Mit Wacholder wurde schon in der Steinzeit geräuchert. 
                           Er wurde für medizinische,wie auch für kultische Handlungen verwendet. 

Freitag, 25. Mai 2012

Vom Wahrhaftig sein…

Schönes Thema bei Bianca vor kurzem in ihrem  Blog gelesen. Für mich ist Wahr-haftigkeit gleichsam mit Authentisch, Glaubhaft und Kompetent –konsequent in meinem Leben zu sein. 

Nach Otto Friedrich Bollnow wendet sich die Wahrhaftigkeit nach innen, das heißt sie lebt in der Beziehung des Menschen zu sich selbst: „Sie bedeutet die innere Durchsichtigkeit und das freie Einstehen des Menschen für sich selbst.
Nach Immanuel Kant verletzt die Lüge die Würde der menschlichen Person.Das Fundament der Kant'schen Philosophie der Wahrhaftigkeit, auch als die ausnahmslose „Pflicht“ zur unbedingten Wahrheit zu verstehen, nach Kant handelt es sich bei ihr um ein „Vernunftgebot“.
 
Nach Ulrich Wickert heißt Wahrhaftigkeit, sich nicht nach der Mehrheit oder Meinungsumfragen zu richten, sondern sein Handeln ausschließlich an Vernunft der Verantwortung zu orientieren.(Ulrich Wickert: Das Buch der Tugenden. S. 150.)

Albert Schweitzer sieht in der Wahrhaftigkeit vor allem die Treue zu sich selbst: „Tatsächlich aber ist es die Ehrfurcht, die wir unserem eigenen Dasein entgegenzubringen haben, die uns anhält, uns immer selber treu zu bleiben, indem wir auf jede Verstellung, verzichten…"(Albert Schweitzer: Die Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben. S. 31.)

Wahrhaftigkeit heißt, sich mit angenehmen, wie auch unangenehmen Situationen persönlich auseinander zu setzen .Wahrhaftigkeit ist aber auch, sich den Konsequenzen seines Tuns immer bewusst zu sein.
Natürlich gibt es immer Situationen, vor allem die mit vielen Emotionen verbundenen, wo unsere Wahrhaftigkeit leiden kann. Erden wir uns, kommen wir runter und sammeln die Fakten. Versuchen die Gefühle nach hinten zu verlagern und die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ändert sich das Bild. Wir spiegeln uns.

Die Un-wahrhaftigkeit  setzt da ein, wo der Mensch sich selbst etwas vormacht, wo er auch sich selbst gegenüber nicht zugibt, dass er lügt, wo er sich die Verhältnisse vielmehr so zu Recht legt, dass er sich selbst gegenüber den Schein der Ehrlichkeit wahrt.

Dann wird es bedenklich, krankhaft, teils vernichtend. Wer sich nicht spiegeln kann, nicht Wahrhaftig bei sich bleibt, verteilt seine Seelenenergie überall, wird dunkel und schwarz. 

“Gefährlicher  wird es, wenn er sich die Verhältnisse so zu Recht legt, dass er seine Aussage und sein Verhalten verantworten zu können glaubt.“ (Otto Friedrich Bollnow: Wesen und Wandel der Tugenden, zitiert nach Ulrich Wickert S. 229 ff.)

Menschen mit diesem Verhaltensmuster, scheuen die persönliche Auseinandersetzung, benutzen zusätzlich zu ihren Lügen, Methoden wie Anonyme Telefonate, Briefe, Mails, oder die Netzwerke für ihr schändliches tun. Aber niemals das Gespräch, da sie sich nicht mehr ihrer eignen Wahrhaftigkeit und Authentizität (Echtheit)* bewusst sind. 

Über solche mobbenden und stalkenden Methoden /Menschen habe ich hier schon im letzten Jahr geschrieben.Ich selbst würde nicht von mir schreiben, ich wäre „ Wahrhaftig“, das klingt mir zu selbst-beweihräuchernd, zu großkotzig. Ich kann aber von mir sagen, dass ich nach „Wahrhaftigkeit“ strebe  und mein möglichstes dafür tue, immer auch authentisch zu sein.

Und habe keine Probleme mit guter Kritik umzugehen (was nicht immer leicht ist) . Es gibt Menschen um mich herum, die mich selbst spiegeln, wenn ich das aus Emotionalen Gründen nicht gut kann. Das ist ein Segen und sehr Wichtig, wenn man  mit anderen Menschen arbeitet, wie ich das tue. Psychisch Kranke, die aufgrund ihrer Erkrankung schon eine verdrehte Auffassung von„ Wahrhaftigkeit „haben, können einem da schon mal kurz Emotional aus der inneren Waage bringen. 

Bianca schreibt in ihrem Blog, das sie ihren Fehler eingestanden hat und sich bei allen entschuldigte. Sie hat sich gespiegelt, ist aus sich herausgegangen, hat den Blick auf sich selbst gewagt und war nicht zufrieden. 
" Über den Schatten springen" , ist da das richtige Wort dafür. Denn nichts anderes ist es, seinem Schatten begegnen , diesen zu akzeptiern. Das ist Größe!

Durch das Entschuldigen kann man sehr viel für sich lernen. Wir sind alle Menschen und Menschen machen Fehler. Diese Fehler aber bei sich selbst zu sehen und zu beheben, das ist ein große Schritt zur Wahrhaftigkeit!


*Authentizität bezeichnet eine kritische Qualität von Wahrnehmungsinhalten die den Gegensatz von Schein und Sein als Möglichkeit zu Täuschung und Fälschung voraussetzt. Als authentisch gilt ein solcher Inhalt, wenn beide Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarer Schein und eigentliches Sein, in Übereinstimmung befunden werden. Die Scheidung des Authentischen vom vermeintlich Echten oder Gefälschten kann als spezifisch menschliche Form der Welt- und Selbsterkenntnis gelten. (Wikipedia)

Donnerstag, 24. Mai 2012

Unrecht gut gedeiht .... ?


Von  Jürgen Krzistetzko

Wer kennt nicht jene zauberhafte Gesichte um den Torfknecht Adrian, die in Holland des Jahres 1637 spielt? Adrian, stiehlt seinem Arbeitgeber drei Tulpenzwiebeln, sie bilden sein Grundstock um nach und nach durch Lug und Betrug zum Tulpenkönig zu werden. Und so sahen wir im Jahre 1966 im ARD-Fernsehen, Adrian, gespielt von Heinz Reinecke bei seinem Aufstieg in 6 Episoden mit Freuden zu. Das Ende von Adrian´s Geschichte setzte ich an mein Ende.

Begegnen wir der kollektiven Tulpen-Seelen-Familie, so spüren wir eine Kraft, die unseren Geist und Seele befreien kann von spirituellen Energien, die sich wie ein Grauschleier um uns gelegt haben. Von deren Existenz wir im Allgemeinen noch nicht mal gewusst haben. Und doch unter deren Auswirkung wir leiden. Den dieser Grauschleier, ist die Wirkung oder die Widerhall einer angewandten Grauen Magie. 

Sie ist der kleine Bruder oder die kleine Schwester einer Schwarzen Magie. Sie ist nicht, dass einst gut gemeinte was sich ins Gegenteilige kehrte, nicht unser Unvermögen. Den auch zur Grauen Magie gehört das Vorsätzliche: “ich will”! Der Unterschied zur Schwarzen besteht nur in der Kraft und deren Mitwirkung. Ich kann jemand verfluchen, verwünschen oder verhexen. Diese Magie bleibt Grau solang ich nicht, jene Kräfte zur Hilfe bitte, den man sich niemals anvertrauen darf.  

Graue Magie ist also das einfache Böse, was wiederum sehr Böse sein kann.

Üble Nachrede, Mobbing hier begegnen wir schon dem Grauen und sind dabei recht unmagisch - nicht wahr? Das soll Magie sei? Wirklich es ist Magie. Eine Magie der Worte und Handlungen sehr effektiv im zerstören Anderer Träume. Nichts ist leichter, als Zwietracht zu säen: “hast du schon gehört,…”.Ein böses Gerücht gestreut und schon mußte die Hexe brennen. Graue Magie ist leicht angewandt - viel zu leicht. Unbedacht sprechet also nie, schreibt übrigens auch nicht so. Auch Diebstahl, so sei angemerkt ist Grau und die Lügen, die darauf folgen müssen, ebenso.

Der Grauschleier der uns umhüllt, haben wir vielleicht durch unsere Taten redlich, durch unredliches Handeln, selbst erworben. Trotzdem er kann uns wieder genommen werden. Lauschen wir den Tulpenseelen, so erzählen sie uns eine Geschichte von der Schönheit der Farben, sie lehren uns unsere Fehler zu transformieren, sie lehren uns Wachsamkeit im Umgang mit Gedanken und Gefühlen. Sie lehren uns weise eine Weiße Magie.
Tulpenmagie verwende ich gerne und sehr erfolgreich, bei Menschen die graumagisch beeinflusst werden. Besonders magisch arbeitenden Menschen empfehle ich Tulpen in ihren Räumen unfd Nähe zu haben. Für mich sind Tulpen sowieso die schönsten Blumen.

Nun zum wohlverdienten Ende des Diebes Adrian.
Endlich Reich geworden, denkt er nun ans heiraten. Doch Adrian wirbt vergebens um die Haushälterin Christintje, die auf die langersehnte Rückkehr von Kaptain Josias wartet. Als dieser von “Großer Fahrt” zurückgekehrt, verspeist er versehentlich aber genüsslich Adrians teuerste Tulpenzwiebel, die Semper Augustus. Die Tulpenzwiebel, in der er alles investiert hat. Adrian ist nun bankrott.

Ich danke meinem Freund und  Lehrer Jürgen von Morganas Stern, für diese Weisen Worte ...

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Sress Faktor...

Wir reagieren mit unserem Körper auf Belastungen. Was früher der Höhlenbär oder der Säbelzahntiger in uns auslöste, ein Schub von Adrenalin im Blut, wird heute von Termindruck, Ärger und Behördengängen, Bürokratie und anderem abgelöst. Wir reagieren auf „echte“ Gefahr genauso, wie auf einen verpassten Termin, mit unserer Hirnanhangsdrüse und der Nebenniere. Der Blutdruck schnellt in die Höhe, das Herz rast und der Blutzuckerspiegel erhört sich.

Solange wir die Möglichkeit haben, diese Faktoren wieder „ aus dem Körper zu lassen“, also abzubauen, besteht keine Gefahr. Leider sieht die Realität anders aus. Probleme im Beruf gehen Hand in Hand mit Häuslichem Stress, Termindruck selbst beim Einkaufen. Bei jedem weiteren Druck wächst dieser Berg weiter an.  Die Folge sind Magenentzündungen, Hautreaktionen oder gar Herzbeschwerden.  Schließlich gelingt es dann nicht mehr, den Zustand der absoluten Entspannung zu spüren, die Folgen nennt man dann „ Erschöpfungssyndrom“ oder Modern: „Burn Out“.

Wir sind seit einigen Jahren  überall erreichbar, ja sogar in der Bahn, auf dem Kloo oder im Kino.
Ja selbst der Status bei Facebook wird schnell noch aktualisiert. Abhängigkeiten von der Technik.
Und bei Abhängigkeiten bleibt es nicht, nein manch einer fühlt sich sogar Verpflichtet.
Vergisst mitunter die eigene Privatsphäre und brüllt mitten im Einkaufs Center in sein Handy, weil die Kinder nicht hören…( ich nenne das immer Schmerzfrei) aber wie war das denn  früher? !

 Es gab eine Zeit, vor nicht einmal zwanzig Jahren, da waren wir eben nicht immer erreichbar, gab es Anrufbeantworter dafür.Es gibt Methoden, den negativen Folgen der „Selbst-belastung“ zu entfliehen.  Ein kleines Wort: Ausfiltern.
Muss ich wirklich überall erreichbar sein und muss ich jedem  mitteilen, was ich gerade tue oder wo ich bin?! NEIN! 

Die Natur bietet zusätzlich  Möglichkeiten, wir müssen nicht gleich teure Therapien buchen oder Ayurvedische Reisen in ferne Länder antreten.
Im eigenen Garten kann man beispielsweise eine strukturierte Fläche mit Pflanzen, Steinen und Symbolen schaffen, die uns beim Betrachten inneren Frieden schenkt, uns zur Ruhe kommen lässt, uns verbindet.  Das kann ein Altar für die Heidnischen Leute sein, ein Medicinrad oder ein Steinhaufen. Ein kleines Duftendes Kräuterbeet….Farben nehmen Einfluss, Formen und Düfte.

Aber auch für Menschen ohne Garten gibt es die Möglichkeit in der freien Natur. Sich mal barfuß in einen Bach oder einen Fluss stellen, Steine unter den nackten Füßen fühlen, Barfuß durch Sand gehen, einen Waldweg mit den nackten Füßen begehen und sich an einen Baum lehnen.  Das ganze ohne den Zeitfaktor!
Und ; es kostet nichts!

Seele und Körper müssen wir ab und an zur Ruhe kommen lassen, sie müssen gleich Schwingen.Nur so geben wir die Stress Energie frei und "Ent-stressen" unseren Körper von dieser schädlichen Energie.
Bewusst und langsam einen Schritt vor den nächsten Tun, bei Sonnenaufgang gehen und heim kommen, wenn man die Lust dazu verspürt. Das beste Stress Programm ist Langsamkeit und Ruhe.

Natürlich können wir uns auch zu Hause einschließen, Telefon und Internet abstellen. Aber können wir dort wirklich  durchatmen und loslassen?!  Wer einmal die Heilende Wirkung eines Sonnenaufgangs, Nebelschwaden oder das Singen der Vögel erlebt hat, der weiß, das ist im geschlossenem Raum nicht möglich. Und die Natur selbst ist Heilend, ich glaube umso Wilder sie ist, umso schneller und kraftvoller bringt sie uns wieder in die Schwingung zurück.   

Die Natur und ihre Kräfte  ist eine einzige Seele, die unsere Botschaft versteht.
Und wenn wir dann, von der Wanderung, aus dem Wald treten, dann fühlen wir uns eins mit allem….

Dienstag, 22. Mai 2012

Freunde am Sonntag

Persönliche Beziehungen entstehen für mich erst in einem harmonischen Umfeld, bei gutem Essen im geschützten Raum….für mich gibt es kaum etwas Schöneres als mit all meinen Freunden zusammen an einem Tisch gut zu Essen.

Wenn dann noch die Kräuter im Garten duften, die Grillen zirpen, die Sonne die Haut erwärmt und das Lachen der lieben Menschen um einen herum, die Seele zum Singen bringt, dann ist das ein Moment, an den man gerne zurückdenkt und der einen viel neue Energie gibt.
Unser Freundeskreis besteht aus insgesamt 4Pärchen (uns inklusive). Alle ,auf ihre Art besonders und spirituell. Das Alter dieser lustigen Truppe, ist gänzlich unterschiedlich, was es interessant macht und bereichernd ist.

Die nach den Jahren gezählt, Ältesten ,am Sonntäglichen Tisch ,waren meine  langjährigen Freunde Ulli und Jürgen, danach  folgen mein Mann und ich , dann die liebe Tina und ihr Partner Jan mit etwa Mitte Dreißig und die Jungspunde Chris und die liebe Astrid mit Anfang Dreißig.
Es ist somit sehr lebendig, da jeder die unterschiedlichsten Erfahrungen mitbringt.Wir schätzen diese Zeit sehr, draußen wie drinnen, für uns. Lachen, Gitarre spielen, singen, mehr braucht es nicht. Und  eine Basis, an der jeder anknüpfen kann.  Ich muss nicht groß erklären, ich werde verstanden und das ist wichtig.



Fast würde ich behaupten wollen, wir haben schon einen gemeinsamen Glaubenshintergrund. Ja, zwei der Mädels habe ich ein Stück weit auf ihrem Weg begleitet. Und  eine andere ist nicht nur Freundin sondern auch meine Lehrerin. Zwei unserer Männer, sind „ alte Heiden“...
Wir legen keinerlei Wert darauf, in Kneipen oder Discos zu gehen, benötigen kein „Halli Galli“ um uns herum.  Das macht es  besonders schön, Menschen zu begegnen, die das auch so sehen. Astrid, gesegnet mit einer zauberhaften Stimme und meine Tochter, mit dergleichen Musischem Talent, sorgen   für Gitarren und Klang Untermalung.

Als wir damals, vor zehn Jahren unseren  Hexenladen eröffneten, verabschiedete sich so nach und nach  ein alter Freundeskreis von uns. Die meisten kannten wir viele Jahre. Termine und meine Wochenendarbeit taten das übrige dazu und der Mangel der Gemeinsamkeiten. Ulli und Jürgen lernten wir vor etwa zwölf Jahren kennen, sie sind unsere Ältesten Freunde.
Heute wissen wir, wie wichtig Menschen sind, denen man vertrauen kann. Eine solche Beziehung aufzubauen kann Jahre dauern und ich weiß das zu schätzen. Wichtig ist  auch, dass man sich nicht erklären muss. Das "Heidenvolk" so unter sich....
Jürgen, meine Freundin Ulli, Chris wie auch ich, arbeiten auch an Sonntagen, so ist es schon etwas Besonderes das wir alle an einem Tisch Platz gefunden hatten.

Montag, 21. Mai 2012

Magischer Montag: Der Poorling

Der Zunderschwamm wird auch Poorling,Wundschwamm, Blutschwamm oder Feuerschwamm genannt. Es ist ein Ständerpilz, der vor allem Buche und Birke befällt und an ihnen Weißfäule erzeugt. Er befällt als Parasit alte und kranke Bäume, kann aber auf umgestürzten und abgestorbenen Bäumen noch jahrelang weiterwachsen.
Die Oberseite ist hart und meist von hellgrauer, olivgrüner oder brauner Farbe. Im Innern des Pilzes befindet sich das weiche Pilzgeflecht  zur Unterseite hin ist der Pilz flach mit einer dicken Röhrenschicht. Schon im Neolithikum wurde die locker-filzige Mittelschicht des Pilzes, zu Zunder verarbeitet, Ötzi hatte mehrere Zunderschwämme dabei.

In der Moderne wurde in einem aufwändigen Verfahren diese Schicht eingeweicht, gekocht, geklopft, in Salpeterlösung oder Urin eingelegt und getrocknet. Man erhielt eine
braune filzartige Masse, die durch auftreffende Funken sofort zu glimmen anfing.

Chemisch unbehandelten Zunder verarbeitete man im Mittelalter und der Neuzeit auch zu Westen und Kappen. 
Außerdem wurde er bis ins 19. Jahrhundert in Apotheken als blutstillende Wundauflage verkauft. 

Die Nachfrage nach den Zunderschwämmen war in dieser Zeit so hoch, dass der Pilz zeitweise aus Skandinavien,
Böhmen und Ungarn importiert wurde und in einigen Gebieten Deutschlands zur Rarität wurde.
Heute ist das wirtschaftliche Interesse am Zunderschwamm gering.. In Rumänien werden für den Touristenmarkt noch Kappen, Hüte, Taschen, Untersetz-Deckchen und sonstige Objekte hergestellt. Der Zunderschwamm wächst in
Mitteleuropa bevorzugt als Parasit an der Rotbuche. 
Noch heute werden in manchen Ländern Gegenstände aus Zunder hergestellt. Wir  verwenden noch Zunder in unserem Wortschatz: "Zunder geben…“
Aus dem  Pilz wird  das weichste, lockerste Gewebe herausgeschnitten, gekocht oder in heißem Wasser aufgeweicht und dann  geklopft und mit den Händen gerieben, bis es ganz locker und weich wie feines Leder geworden ist. 
Es bildet den Wundschlamm und ist bei kleinen Verletzungen immer noch in Gebrauch.