Donnerstag, 28. April 2011

Von Hexen, Schamanen und Druiden


Die Elster fliegt in die Welten dazwischen, holt sich Rat aus der Anderswelt, aus dem Reich der Geister und Spirits, ist sie nun eine Schamanin, eine Hexe oder gar eine Druidin?

Oder sind das alles nicht Ausdrücke ein und desselben? Wer wagt es festzulegen, zu sortieren oder streitig zu machen?
Wer weis denn noch genau, was denn eine Schamanin, eine Hexe oder ein Druide ist , tut oder auch nicht??


 Ist es nicht nur eine Schublade, sind die Übergänge in die einzelnen Bereiche nicht fließend? Oder gibt es diese überhaupt nicht? Wer will diese Ebenen trennen und warum?
Wer kann sagen wo Hexe aufhört  und Schamanin anfängt. Ist das überhaupt möglich?

Für die Schwarze Elster ist alles Eins, denn sie verehrt die Göttin als Urmutter allen Lebens, wie viele vor ihr. Sie glaubt an den Wilden Krieger, den Herrn der Tiere ,den Grünen Mann, auch er hat viele Namen, die ihm die Menschen gaben. 

WER oder WAS ist die Elster denn  dann nun??? Hexe, Schamanin....???

Ist Hexe sein, nicht gleichermassen eine Schamanin ? 

Hagazussa nennt man sie, die Zaunreiterin. Die auf dem Hag, dem Zaune zwischen den Welten sitztend. Nichts anderers tut  aber auch eine Schamanin. Sie ist die Grenzbotin, Zaunreiterin, Geisterruferin, genau wie die Hexe.

Eine Hexe ist und war die Schamanin des alten Europas. War die Schamanin deswegen weniger Hexe??

Und ein Druide? Übt er nicht auch schamanische Tätigkeiten aus? Natürlich macht er dies. Sicherlich gibt es in den Ritualen unterschiede, aber selbst im Schamanismus oder bei den Hexen gibt es die. Wenn die Elster Druidisches lernt, ist sie dann keine Hexe mehr und warum? Oder Schamanisch fliegt zu ihren Geistern? 

Ist sie dann keine Druidin oder Hexe? Aber seit Jahrtausenden reisen Hexen schamanisch auf den Blocksberg, machen außerkörperliche Erfahrungen. Sind sie dann keine Hexen??

Ist das eine weniger gut als das andere? Oder wiederspricht es sich?!

Nein!! Denn es hat alles eine Wurzel und jeder , ob Hexe, Schamanin oder Druide heiligt auf seine Weise die Natur und die Geister.

Es sind Variationen und Menschliche Schubladen, die eine Hexe zu einer solchen macht oder einen Druiden zu einem. Einweihungen vieleicht, aber dennoch streift man ja nicht das eine ab, wenn man etwas anders dazu nimmt.


Alles ergänzt sich untereinander zu einem Harmonischen Zusammenspiel der Heidnischen Spiritualität denn alle haben noch eines gemeinsam:

Den Dienst an der Erde und den Glauben an die Götter!

Ich würde gerne wissen, wie Ihr darüber denkt. Liegt die Elster gänzlich falsch, gibt es doch Unterschiede ??? Teilt es mir mit, wenn ihr mögt!






Donnerstag, 21. April 2011

Ausruhen...

Hier fliegt die Elster fast jeden Tag vorbei. Ab und zu verweilt sie , ob sie dort wohnt??!
Wer den Vogel sucht, der findet die Elster auf diesen Fotos alsbald.....
Seht ihr mich? Habt ihr mich entdeckt??..
Gut, ich mache es dem Menschlichen Auge noch ein wenig leichter, mit diesem Bild:




Es ist aber auch eine herrliche Zeit, zwischen all den blühenden Obstbäumen! Nein, da sitze ich nicht.
Von oben auf dem Heuschober, ergibt sich plötzlich  ein anderes Bild auf alles, der Geist kann frei fliegen ...
Ja, dort oben, das ist die Schwarze Elster!!!Ganz oben auf der Spitze, das keine Schwarze...na?!

Und nun,  nach dieser  kleinen Pause ,breite ich meine Flügel wieder aus, um weiter meiner Wege zu ziehen, immer auf der Suche nach meiner " wahren Heimat", die ich bisher noch nicht gefunden habe...

Samstag, 16. April 2011

*Sammel- Seson*

Meine Flügel trugen mich über die Ebenen des Ruhrtales hinaus an ihre Ufer.
Sich niederzulassen, wo kaum ein Mensch seine Füße auf den Erdboden setzt, ist für die Elster schwer.
Noch Orte zu finden, an dem ich ungestört sammeln kann ,wird von Jahr zu Jahr schwerer, aber immer noch bewahre ich mir meine kleinen geheimen Fleckchen Erde.

Manchmal trägt es mich auch in die Wälder des Märkischen Kreises und des Sauerlandes, sie haben sich noch ein Teil ihrer Ursprünglichen Wildheit bewahren können.

Ich öffne meinen Geist und lasse mich zu ihnen treiben. Fliege in Richtung des Windes und lande dort, wo ich gerufen werde.

Aus  alten Hölzern, aus Rinden und Wurzeln wird Neues und Kraftvolles entstehen. Ich schließe Kreise mit meiner Arbeit und öffne Neue. Nicht immer nur für mich.

Kraft und Reise Gegenstände : "Schützer, Bewahrer, Geisterrufer oder Aufpasser".  Jedes von Ihnen hat viel zu erzählen, ich reise mit ihnen zum Ursprung, zum Baumgeist und Wurzelwesen. Jedes hat seinen eigenen Geist und teilt mir mit, welche Aufgabe es in Zukunft haben wird.

Sehr oft weis ich nicht, für wen ich arbeite. Es sei denn, ich werde vorab " beauftragt".
Erst wenn ein paar Tage oder Wochen später, ein Mensch vor dem Nest der Elster steht, dann weis ich, das ist der Richtige für diesen Kraftgegenstand, den ich kürzlich "beseelte".

Dieses kleine "Zauberreich" bleibt bewahrt und geheim, für die Menschen oder andere Flugschwestern und Brüder, die diese Art von Gegenständen und meine arbeit zu schätzen wissen..

Mittwoch, 13. April 2011

Der Mensch und seine Kommunikation...


Ihr Menschen seit schon einem komischen Völkchen angehörig….. Manchmal kann ich nur mit dem Schnabel klappern und einen Baum weiterfliegen, um nicht vor Erstaunen über Eure Taten und Tätlichkeiten, von der Tanne  zu purzeln…

Kennt ihr überhaupt noch so etwas wie  eine „persönliche  Kommunikation“ ?
Immer öfter sehe ich Menschen mit so komischen Dingern, sie halten sie ans Ohr, sprechen hinein oder hämmern wie blöd drauf herum. Manchmal kommt so eine laute Musik aus ihnen raus, das das Eichhörnchen von Nebenan schon genervt weiter weg vom Wanderweg gezogen ist.

 Wir Elstern klappern ab und an auch von Nest zu Nest und wissen: „Ah, der Wind steht gut, jetzt kann mich die Anette Schwarz Drossel vom Nest auf der Eberesche hören“. Und dann geht’s halt los. Klapper, Schwilp, klapper…so, was man unter Nachbarn halt redet. 

Aber wenn etwas mal so richtig wichtig ist, ein Küken krank, ein Vogelmann nicht heimgekommen, eine neue Katze in der Gegend, Streit unter Nestnachbarn…Nein, meine Lieben! Dass wird dann ganz persönlich hier geregelt. Da reckt und streckt ein jeder Vogel seine Flügel aus, um persönlich seinen Schnabel  in den Wind zu halten!

Aber was macht ihr Menschen? Ich glaube wenn es so etwas Wichtiges  wie eine  Ärztliche oder Rechtliche Beratung per SMS gäbe, würdet Ihr so etwas auch noch in Anspruch nehmen. Und das Schlimmste, Eure so berufenen „Menschlichen Tugenden“, wie Freundschaft, Treue und Zuverlässigkeit“ haben durch die Kommunikation per Mail oder SMS keinen Wert mehr!

Wie unpersönlich die Menschheit doch immer mehr wird! Da werden persönliche Mails oder Details via Computer oder SMS geschickt, ohne dass ihr wisst, wer die überhaupt liest…

Also, so etwas gäbe es bei uns Elstern nicht, wir klappern nur oberflächlichen Tratsch hinaus in den Wind. Was für unser Leben, unsere Liebe oder Freundschaft wichtig ist, da fliegen wir schon selbst vorbei….

Dienstag, 12. April 2011

Das Schicksal ist Weiblich!



Eine Esche weiß ich,
heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum
netzt weißer Nebel;
Davon kommt der Tau,
der in die Täler fällt.
Immergrün steht er
über Urds Brunnen.

Davon kommen Frauen,
vielwissende,
Drei aus dem See
dort unterm Wipfel.
Urd heißt die eine,
die andre Verdandi:
Sie schnitten Stäbe;
Skuld hieß die dritte.

Sie legten Lose,
das Leben bestimmten sie
Den Geschlechtern der Menschen,
das Schicksal verkündend.


Die drei Nornen Urd, Werdandi und Skuld sind Schwestern, die ihren Wohnsitz unter einer der Wurzeln des Weltenbaumes Yggdrasill haben. Vermutlich sind sie die Töchter des Riesen Mögthrasir
 Die Völuspa berichtet von ihrem Auftauchen in Asgard, worauf sich die Lebensweise der Götter grundlegend veränderte. Die Nornen beanspruchen eine abgelegene Wohnstätte unter der Weltenesche, wo eine Quelle entspringt. Dort legen sie einen Brunnen an, in dessen Mitte fortan zwei Schwäne schwimmen, deren weißes Gefieder  Reinheit und Schuldlosigkeit verkörpert.

(Der Schwan ist , wie der Storch ein Vogel der Göttin – Weis sein Gefieder , Weiss wie die Jungfrau, Rot seine Beine- Rot wie das Mensis Blut und Schwarz sein Flügel-Schwarz wie die Ahnenfrauen)

 Hier  findet sich eine Verbindung in den Schwanenjungfrauen, den Walküren, denen ebenfalls schicksalswaltende Kräfte zugeschrieben werden. Jeden Morgen schöpfen die drei Nornen Wasser aus dem Lebensbrunnen und mischen es mit zauberkräftigen Schlamm, woraus sie eine heilende Paste gewinnen. Diese streichen sie auf die Wurzeln des Weltenbaumes, um diesen vor Fäulnis zu bewahren, welche durch des Gift der Nidhögg Schlange  entsteht.

Desweiteren  versammeln sich täglich die Götter am Nornen Brunnen zur gemeinschaftlichen Beratung.
Urd (Ursprung), der Name der ältesten Norne, wird abgeleitet von dem altgermanischen Wort „wurd“ oder „wyrd“, was so viel wie „persönliches Geschick“ bedeutet. Urd ordnet man die Vergangenheit zu.
Das Wyrd kann man sich als eine Art Netz vorstellen, das einen jeden Menschen umgibt und dessen Fäden im Verlauf des Lebens mit anderen Menschen verknüpft oder wieder gelöst werden. ( Gleichsam mit der Satzstellung „…das wird …“)Die zweiten Schwester Werdandi (Werden) wird der  Gegenwart  zugeordnet und der Dritten Skuld (Schuld) die Zukunft. 

Mit den Schicksalsgöttinnen  werden auch die drei Mondphasen, abnehmender-, zunehmender- und Vollmond in Verbindung gebracht. Einige Forscher vertreten die Ansicht, bei diesem zeiteinteilenden Konzept seien dem Verfasser der Völuspa hätte  antike Vorbilder wie die drei Parzen oder Moiren.

Die nordischen Überlieferungen  geben einige Einblicke in den Wirkungskreis der Nornen, der sich vom Spinnen, über das Orakeln und Weissagen, bis hin zur Hebamme erstreckt.
Sie bestimmen über Leben und Tod von Mutter und Kind,  sie tauchen auf, um einem Neugeborenen die Schicksalsfäden zu  spinnen und die Zukunft voraussagen.

 Es gibt zahlreiche Märchen von den Nornen (dort sind sie meist Feen), die, je nach Gesinnung, dem Menschenkind zürnen und es verwünschen oder ihm Glück mit auf den Weg geben. In diesen Geschichten handelt es sich oft  um sogenannte  Völvas oder Disen, die als Seherinnen, Kräuterfrauen, Schamaninnen und Hebammen hohes Ansehen genossen. 

Wenn Du die Nornen aufrichtig
um Glück bittest,
wird die liebste Göttin
Dir einen Kranz von Blumen bringen.
Wenn Du ihn nicht ergreifst,
bekommst Du vielleicht
nur einen Kranz
voller Diesteln…

(Z.Budapest)

Montag, 4. April 2011

Über die Elster an sich...

Die Elster (Pica pica) ist eine Vogelart aus der Familie der Rabenvögel. Sie ist verbreitet in weiten Teilen von Europa und Asien sowie Nordafrika. In Europa ist sie vor allem im Siedlungsraum häufig aufzufinden. Aufgrund ihres charakteristischen schwarz-weißen Gefieders und des auffallend langen Schwanzes ist sie auch für den Laien unverwechselbar.


In der germanischen Mythologie war die Elster sowohl Götterbotin als auch der Vogel der Todesgöttin Hel. Man assoziierte sie mit Unheil, Leid und Not. Im europäischen Mittelalter und zur Zeit der Hexenverfolgung galt sie – wie Krähen, Raben und schwarze Katzen auch – als Hexentier oder gar als Hexe selbst.

Sie war zeitweise auch als Seelenräuberin in Verbindung mit dem Satan bekannt. Zudem wurde sie als „Galgenvogel“ mit dem Tod in persona assoziiert. Seit dieser Zeit trägt sie in Europa den Ruf, „diebisch“ zu sein. In der griechischen Mythologie war sie ein Vogel des Gottes Dionysos. Auch Ovid berichtet in seinen Metamorphosen von Elstern: Sie sind die neun Töchter des Pierus, die sich auf einen musikalischen Wettstreit gegen die Musen höchstpersönlich einließen. Nach ihrer Niederlage wurden sie von ihnen in Elstern verwandelt. In Iranischen Erzählungen war die Elster der Feind der Heuschrecke, die sie zerstört hatte.

Im allgemeinen gilt die Elster in Westeuropa und auf den Britischen Inseln als ein Vogel übler Omen. Dort gilt es als Unglück, diesen „Pechvogel“ zu sehen, besonders wenn er alleine auftritt. Auf den Britischen Inseln gibt es noch immer Beweise für Animalismus und Tierverehrung in Bezug auf die Elster. Sie gilt auch als orakelhafter Vogel. So stellt in Irland eine ans Fenster klopfende Elster eine Todeswarnung dar. Das Töten dieses Vogels brachte auch im Nordosten Schottlands Unglück.

In Teilen von Nordengland gilt es als schlechtes Omen, wenn eine Elster den Pfad vor einem von links nach rechts überquert, jedoch als gutes Omen, wenn sie ihn von rechts nach links kreuzt. Im Nordosten Schottlands gilt das Sehen dieses Vogels in einigen Dörfern als Glückszeichen, in anderen als Unglückszeichen. Der Glaube, dass die Elster die Macht habe, sich in einen Menschen zu verwandeln, wurde in Clunie und Perthshire bis zum Ende des 18. Jahrhunderts überliefert.

Nach der Christianisierung entstand in England eine Erzählung, nach der die Elster als verflucht gilt, weil sie als einziger Vogel bei Jesu Kreuzigung keine Klagelieder und Trauergesänge angestimmt habe. In der schottischen Überlieferung verdächtigte man sie lange Zeit, einen Tropfen von Satans Blut unter der Zunge zu tragen.

In Frankreich und Deutschland glaubten die Menschen auch, dass es Unglück brächte, eine Elster zu töten. Man sagte ihnen nach, dass sie ihre menschlichen Nachbarn vor der Anwesenheit von Füchsen, Wölfen und bewaffneten Menschen warnten. In Poitou wurden ihr zu Ehren kleine Gestecke von Heiden- und Lorbeerzweigen in die Büsche gesteckt. Obwohl es auch in Norwegen tabu war, Elstern zu töten, stahlen die Einheimischen ihre Eier am 1. Mai zum Beltane-Fest. In Bengalen und anderen Teilen Indiens werden auch keine Elstern getötet.


Bei den nordamerikanischen Indianern ist die Elster ein Geistwesen, das mit den Menschen befreundet ist. Dies zeigt sich in der „Buffalo Race“-Geschichte der Sioux, in der die Elster für die Menschen ein Wettrennen gegen die Büffel gewinnt, so dass sie diese fortan jagen dürfen.

Auch bei den Blackfoot tritt die Elster als Verbündeter des Menschen in Konflikt mit den Büffeln auf. In der Legende vom Büffeltanz ermöglicht sie, dass eine Frau aus dem Ehegelübde mit einem Büffel befreit wird, ihr Vater ins Leben zurückgeholt werden kann und dass über einen Tanz und ein Lied die Harmonie wiederhergestellt wird. Auch bei den Hopi und den südwestlichen Stämmen ist sie ein Totemtier. Auch die Pueblo-Indianer verehrten diesen Vogel in ihren Mythen.
(Danke an Wikipedia)