Montag, 12. Februar 2018

Magisches Meerglas


Wenn ich nach einem Sturm über die Stände von Butjadingen laufe, dann sieht man mich meist, mit dem Gesicht nach unten. Ich sehe und höre dann niemanden. Mich faziniert alles zu meinen Füßen. Schwemmhölzer, Muscheln, Scherben, Keramiken, Steine. Wie eine Meditation ist es für mich, wenn ich meine Augen über den Sand streifen lasse....eine Reise in die Welt des Wassers und der Tiefe.

Aber das ist nicht alles, denn ich sehe mir meine Fundstücke genau an und versuche herauszufinden, was ich mit ihnen tun soll.
Ich suche und finde dabei meine Inspirationen dazu.  


So schaue nach so nach allerlei Strandgut , aber vor allem nach Meerglas, was ich sehr liebe. Seit ich mein erstes, von der See, geschliffenes Stück, in den Händen hielt, hat es mich faziniert.

Meerglas gibt es in allen erdenklichen Farben, es kann Rot wie ein Rubin, strahlend blau wie ein Aquamarin, grün und gelb und golden daherkommen. Unter der Lampe in meiner Zauberwerkstatt da leuchten meine Fundstücke in den magischsten Farben. 
Das Meerglas ist geheimnisvoll, fühlt sich wundervoll glatt an und leuchtet in der Sonne. Man sagt ihm magische Kräfte nach, sein Träger erhält die Stärke und den Schutz der Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft, denn all das vereint sich in diesem Glas. 
 Tränen der Meerjungfrau, ist auch so ein Ausdruck, den ich dem Meerglas zuordne, denn man kann sich der Aura kaum entziehen, wenn man so ein wundersames glänzendes Stück am Strand findet.
Es sind Scherben, die vor hundert oder noch mehr Jahren ins Meer fielen und vom Wasser wunderschön poliert wurden. 

In manchen Farben ist Meerglas tatsächlich wertvoller als beispielsweise Bernstein, habe ich mir sagen lassen. Es kann Geschichten erzählen, von fernen Ländern, Stürmen, Schiffen und Kontinenten. 


Meerglas entsteht meist aus Glasprodukten, die als Müll im Meer entsorgt wurden. Oder mit einem Schiff gesunken sind. Meerglas findet sich daher oft in der Nähe großer Schifffahrtsrouten,häufig auch gegenüber großen Hafenstädten.   


Ein sehr großer Teil des Meerglases ensteht aus weggeworfenen Bier- oder Wasserflaschen, dominieren vor allem die Farben Grün, Braun und Weiß. Farben wie Orange, Rot, Blau oder Schwarz sind weitaus seltener.


Ich habe nun fünf Jahre dieses magische Glas gesammelt, und überlegt, wie ich ihm gerecht werde. Ich habe entschlossen, dieses original Meerglas aus Butjadingen als Schmuck zu verkaufen.
Langsam, ganz langsam habe ich Verbindung mit diesem Geist bekommen und habe hin und her experimentiert, bis ich zu einem Ergebnis kam, welches mir gut gefällt. Man trägt das Meer direkt bei sich, ja bei manchen Stücken habe ich sogar das Gefühl, das Glas riecht sogar nach Nordsee.



Es dauerte eine Weile, und ich musste erst einmal einen gewissen „Stiel“ für mich finden, eine Linie, die den Anhängern ihre tiefe gibt.  Die Meerglasketten entwickeln sich stetig weiter, mittlerweile arbeite ich noch Schwemmholz, Muscheln oder füge ein weiteres farbiges Glas hinzu.  Es macht mir einen ungeheuren Spass und mit der Zeit benötige ich nur noch einen Arbeitstag für einen Anhänger und nicht mehr mehrere Tage. 


Jeder Anhänger ist ein absolutes Unikat, spricht seine eigene magische Sprache und wirkt dabei ungewohnt modern. So das ich nun schon einige Stücke weniger an Magisch Interessierte oder Esoteriker verkaufte, sondern an ganz gewöhnliche Kunstliebhaber. Aber die Ausstrahlung und die Kraft dieses Schmuckes ist unverkennbar, vor allem wenn man ihn direkt begegnet. 
Meinen magischen Meerglas Schmuck bekommt ihr ausschließlich im Hexenladen, oder gerne auf Nachfrage bei mir.

Sonntag, 4. Februar 2018

Scheinwelt Soziale Netzwerke, oder eine Hass-Liebe






Die Digitalisierung der Gesellschaft verändert unser Leben - aber leider nicht nur zu unserem Besten. Immer mehr von uns, verbringen ihre Zeit privat und beruflich online und nehmen damit eine massive Verringerung persönlicher Kontakte in Kauf. 

Irgendwie sind diese Netzwerke und ich in einer Art Hassliebe verbunden. Ich mag gerne Fotografieren, meine Arbeit Menschen zeigen und beschreiben. Ich aber lasse mich weder auf Diskussionen ein, noch versuche ich mich länger als nötig in diesen Foren, Gruppen und Vernetzungen aufzuhalten. Ich habe gelernt, das es Zeitfresser sind, ja sogar Lebensfresser.
Auch die ständige Erreichbarkeit führt zu einem dauerhaften Zeitdruck, der durchaus gesundheitliche Schäden nach sich ziehen kann. Ich kann da nur raten, ab und an mal alles ausschalten oder gut filtern, was man benötigt und was nicht. 

Die Entwicklung von Facebook, das für jeden zugänglich ist, ist ein Hauptantreiber von Hassverbreitungen aber auch Verschwörungstheorien und falschen Nachrichten.  All das hat in den letzten fünfzehn Jahren zu einer großen Informationsüberflutung geführt. Viele Nachrichten werden falsch übermittelt und viele Menschen sind einfach zu leichtgläubig, was diese Art von Medium betrifft. Nie gab es so viele „Fake News“ oder Verschwörungstheorien, wie sie in der heutigen Zeit über die Netzwerke verbreitet werden. 

Auch wenn ich immer Hexe bin, beruflich, wie privat, gibt es Dinge, die ich nicht öffentlich poste, wie Familienfotos meine Enkelkinder, beispielsweise oder was ich gerade esse (wen, interessiert das auch?!) und andere „Belanglosigkeiten“.  Es gibt vieles, was ich mit Freunden teile, aber nicht mit den Facebook Freunden, sondern mit echten! Deswegen gibt es bei mir Facebook, ausschließlich auf dem Bürocomputer oder dem Laptop und nicht auf meinem Mobilen Telefon. 

Auf dramatische Art verändert, hat sich in den letzten Jahren vor allem eines: unsere Kommunikation, der Umgang miteinander! Durch das Smartphone hat heute fast jeder das Internet in der Hosentasche. Die meisten sind inzwischen Mitglied bei Facebook, Twitter und Co. – und viele von uns sind dort permanent eingeloggt. In der S-Bahn, im Bus und während Wartezeiten greifen wir fast schon reflexhaft nach dem Handy, was jetzt nicht weiter schlimm ist, aber war es früher nicht eher ein Buch?! 

Fehlende Trennung von Beruflichem und Privatem, Abnahme von Höflichkeitsformen sowie Konzentrationsschwäche sind nur einige der Effekte, sagen die Wissenschaftler. 

Nun, ich persönlich finde es auch äußerst fragwürdig, private Dinge in Netzwerken zu posten und keine Trennung zwischen privatem und beruflichen zu machen. Das ist für Selbständige und Künstler, beispielsweise, auch nicht immer so einfach. Ich nutze , von oben genannten, auch sehr viele Medien, aber immer gefiltert und ( ich hoffe doch) sehr achtsam. 

Ich muss nicht überall Kommentieren und in sämtlichen Gruppen sein. Ich habe irgendwann bemerkt, dass ich das gar nicht leisten kann und nicht will. Denn die sozialen Netzwerke, drohen uns ironischerweise von unserem sozialen Leben abzuschneiden. Wir ersetzen Begegnungen in der realen Welt mit virtuellen Kontakten. Und manch einer verwechselt das dann gänzlich. 

Es gibt Leute , die bauen sich tatsächlich eine falsche „Facebook Identität„ auf, sie leben in einer gewünschten Scheinwelt, und betrügen somit sich und andere. Schöne Fotos, die nicht von ihnen sind, werden aus anderen Netzwerken veröffentlicht, eine Altbauwohnung mitten in der Stadt, wird gerne durch ein Häuschen im Grünen ersetzt, denn Bilder zum kopieren und klauen, liefert das Netz genügend, ob erlaubt oder nicht…es wird gelogen was das Zeug hält, nur um etwas Darzustellen, aus der Masse herauszustechen. 

Das hat gefährliche Folgen – nicht nur in der Freizeit, sondern auch und gerade im Business. Wir verlieren auf dramatische Weise unsere Kompetenz, mit Kollegen, Kunden und Vorgesetzten, Menschlich umzugehen. Wir verlernen zu unterscheiden, zwischen Realität und der Scheinwelt des Internet. Die Anonymität öffnet Tür und Tor für Neider, Stalker und solche, die andere wild alles Mögliche vorwerfen, die aber in einem real existierendem Gespräch, niemals tun würden. Ein idealer Nährboden für Besserwisser, negativ Denker. 
Mehr „schein als sein“ ist da wohl das Richtige Wort….

"Muss nur noch kurz die Welt retten, … 148 Mails checken" – der Refrain des Hits von Tim Bendzko beschreibt den alltäglichen Email Wahnsinn. Wir werden immer oberflächlicher und unpersönlicher. Denn wie schnell kann man jemanden beleidigen, ja sogar verletzen. Tja, man steht demjenigen ja nicht gegenüber, es ist leichter und hat so gut wie nie Konsequenzen. 

Und wir reden immer weniger mit anderen. Kaufen mehr und mehr online ein, statt persönlich und nah. Alles ist käuflich geworden. Sogar Spiritualität und die Erfahrungen dazu gleich mit. Es wird kaum mehr selbst nachgedacht, andere habe sicher eine Antwort auf meine Frage….Vor allem aber lässt uns der „digitale Stress „,oft genug das Eigentliche im Leben verpassen:
echte menschliche Begegnungen. Freundschaften, Praktische Arbeitsgruppen, Spirituelle Gemeinschaften. Echte gemeinschaftliche Rituale!

Ich sehe das gerade in der Naturreligion, mit Besorgnis. Denn nicht die Netzwerke sind da das Problem, sondern die Menschen, die sich nicht mehr mühen müssen, ihre Informationen, ihre Lehrer oder ihre Rituale selbst zu erarbeiten. Unmittelbar und vor allem draußen und selbst! Schön, wenn man in der Theorie wunderbare Wörter zu Sätzen formulieren kann und scheinbar alles weiß, schöne Bilder postet, schlecht nur, wenn man praktisch keinerlei Erfahrungen mit der Kraft und Weisheit der Natur und deren Elemente hat. Und keine praktische Erfahrung mit Ritualen und Gemeinschaftsenergien eines echten „Freundeskreises“.

Der Persönliche Kontakte, das Miteinander und der in der Natur, ist das, was ja unsere Naturspiritualität ausmacht. Jeder nimmt nur noch von allem das beste und mischt es sich zusammen. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich gut finden kann.
Aber ist es nicht so, dass wir Menschen nicht das Bedürfnis haben, ganz real zu quatschen, uns zu treffen und persönlich und aktiv etwas miteinander unternehmen??!  Diese persönliche Kommunikation ist enorm wichtig. Denn je weniger wir diese erleben, desto schwieriger wird es für uns in Situationen, in denen es auf jedes noch so kleine Signal ankommt. Diskussionen, gerade in Gruppen bei Facebook , arten teilweise sehr drastisch aus. Jeder ist besser, weiter, schneller, weiß mehr, kann mehr, will mehr….

Atemfrequenz, Finger-Aktivität, Stirnrunzeln, das sind Faktoren, die den Verlauf eines Gespräches oder einer Diskussion, erheblich beeinflussen, finden aber über Internet nicht statt. Am Bildschirm nehmen wir nur einen Bruchteil davon wahr. Ganz zu schweigen von der Verzerrung dieser Signale. Und die sogenannten „Möchtegern Falschversteher und Tatsachenverdreher“,die alles noch schlimmer machen. 

Der Mensch ist in seinem Kern ein soziales Wesen. Ein Wesen, das aber den persönlichen Kontakt benötigt, vergessen wir dabei nicht: Unsere Instinkte sind ein mächtiges Instrument, denen können wir vertrauen.  Aber eben nicht bei Facebook, oder wo auch immer im Internet.  Da können sie schon mal sehr daneben liegen, wenn unsere Gegenüber eine Scheinwelt um sich herum gebaut hat, beispielsweise, um einfach nur seine Ware gut zu verkaufen. Oder sich einfach selbst hervorzuheben. 

Das beste Beispiel war eine Studentin, die auf Facebook eine Asien Reise vortäuschte, die sie nie gemacht hatte. Oder die Frau mit dem schöne Häuschen, den Laden und den Garten….alles nur Fake. Wir dürfen nicht unser Nachdenken verlernen.  

Quellen:
http://www.zeit.de/
https://www.presseportal.de/pm/107468/2431845
https://www.thieme.de/de/psychiatrie-psychotherapie-psychosomatik/persoenlichkeit-einfluss-nutzung-sozialer-netzwerke-63233.htm


Sonntag, 28. Januar 2018

Zeit des Lichtes, Imbolc…


Ganz langsam kann man die Licht Energien fühlen. Ich sehe sie in Form der Schneeglöckchen, die sich bei uns auf dem Grundstück tummeln. Schon am Jahresanfang hat sich schnell das Thema dieses Jahres für uns herausgestellt:
 Loslassen und wandeln:


Denn nicht nur, das meine Tochter nun schon Mitte Februar nach München zieht, um dort ihre Ausbildung in Film und Ton Design, bei einem bekannten Filmunternehmen zu beginnen. Das heist, einmal quer, fast 1000 Kilometer, in Worten Tausend! Kilometer 
( 989 oder so) weit von uns. Ganz alleine. Ich bin sehr , sehr stolz auf sie, aber das heist auch, das mit ihr, alle Kinder das Haus verlassen haben. 
Alle sind nun Erwachsen und Eigenständig. Sie wird ihren Weg gehen und weis auch, egal was ist, wir sind für sie da. 


Imbolc ist die Zeit der Reinigung und des Aussortierens. 
Und nach fünf Jahren, wird es scheinbar Zeit, etwas zu ändern. Einiges rauszuschmeißen, was nicht oder einfach viel zu wenig angekommen ist, um mich selbst zu entlasten. Zu entlassen, was nicht zu mir gehört. Loszulassen. Wichtig um weiter zu gehen. Ohne unnötigen Spirituellen Ballast.


Ich versetzte meinen Schwerpunkt ein "klitzeklein",wenig. Denn mittlerweile scheint es „schamanische Seminare“ wie Sand am Meer zu geben. Ganze Schamanen und Hexenschulen eröffnen . Seminarhotels und Höfe bieten ein breites Esoterisches Feld an, alles scheint käuflich.....
Die Werbung ist groß , vielschichtig und die angeblichen Ausbildungen bunt gemischt. Da kann und will ich gar nicht mithalten.
Eine Freundin sagte mal  zu mir: …Wenn andere da angekommen sind, wo du bist, dann bist du schon wieder einen Schritt weiter…“ 
Ja, scheint so.




Wir steckten mitten in den Imbolc Geistern, die uns nehmen, herumwirbeln und wieder ausspucken…nichts scheint beständig, nichts sicher. Was gestern noch in Ordnung war, ist heute kaputt, was sicher war, unsicher und was beständig, das saust davon…. 
Reinigende Energien, machen eben vor niemandem halt.

Die Heizung, das Auto, die Gesundheit unsere Katzen. Wasser im Keller…das alles hat natürlich Konsequenzen. Nachdenken und ändern. Den Stillstand nicht akzeptieren, sondern dagegen antanzen! 
 Aber das kenne ich, all zu oft wurde ich herumgewirbelt. Ich habe genug Erfahrung mit diesen Kräften, was haben wir nicht immer alles geschafft!  Das war  im Hexenladen, in Dortmuund, auch ab und an so. Damals musste ich noch drei kleine Kinder ernähren. 


Ich hatte gedacht, dass das Jahr besser anfangen würde, aber auch das hat nun der Geist des neuen Lichtes, kräftig geschüttelt in seinem Würfelglas des Schicksals. So ist es. Die Götter testen mal wieder und experimentieren. 


Somit passen wir uns wieder einmal an und wir wuseln und feilen einmal mehr, an einem neuen Konzept für den Hexenhof. Der  „Künstlerhof und der Hexenladen“ werden in diesem Jahr mehr in den Vordergrund gerückt. Weniger Seminare , nur noch auf Anfrage und für die Tagesgäste.

In der letzten Woche haben wir zusätzlich beschlossen, uns nun auch den Urlaubsgästen zu öffnen, damit unsere Seminarhaus, mehr ausgelastet wird. So bieten wir ab April kleine Urlaube für zwei Personen im Haus an. Anzeigen sind nun bei Ebay Kleinanzeigen und Facebook online.  
Des Weiteren werde ich meine Seminare auf kleine Gruppen von 1-4 Leute beschränken, die nach Wunsch stattfinden können. Unser Schwerpunkt wird sich somit auf die Zauberwerkstatt und den Hofladen verlagern. Auch auf der Internetseite wird es kompakter werden. Eben anders.


Um Nachzudenken, werkele ich in den letzten Tagen an meinen  Esszimmer Stühlen und bemale meine neuen Lampen von Ikea. Ich mag eben keinen "Standart".

Solange ich die Zeit dazu habe, denn im Moment ist es ziemlich ruhig hier. Und manchmal ist es gut, sich einfach „nur“ mit kreativen Dingen zu beschäftigen, für mich selbst. 


Das ist wie eine Meditation, ich konzentriere mich auf meine Arbeit und kann wunderbar dabei meine Ideen spinnen. Nachdenken über Konzepte.

Auch mein Gatte ist ganz fleißig, denn sobald das Wetter es zulässt, heist es ja auch wieder die Außenanlagen am Hof aufzufrischen. Zaun streichen, Kräutergarten herrichten……



Das Jahr ist noch so jung, und alles muss erst laufen lernen. 
Wir lernen gemeinsam mit dem jungen Jahr immer wieder aufs Neue…




Montag, 22. Januar 2018

Mein Jahresrückblick 2017….


Nun, ich bin jetzt schon mitten im neuen Jahr angekommen, was gar nicht so schwer war.
Das letzte Jahr war ein echt gutes Jahr, mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und über alldem dominierte der neue Schamanische Zaubergarten…
Alle dieser Erinnerungen sind natürlich hier genau festgehalten, hier in meinem Blog Tagebuch, das ich nach wie vor sehr liebe.
 In Erinnerung blieb mir das Völkerkundemuseum in Hamburg, am Anfang des Jahres, es hat mich sehr beeindruckt und ich konnte viel an Neuen Eindrücken und Inspirationen für meine arbeiten mitnehmen. 



Im März konnte die Arbeit am Garten beginnen, die sich mit Unterbrechung bis in den Mai hinzog. Aber die Vorfreude wuchs und wuchs…


Zwischendurch das Treffen der Zauberfrauen und unsere gemeinsames arbeiten zu Imbolc. Kerzen haben wir herstellt und viel Spaß gehabt zusammen. Am Ende des Jahres stellte sich dann heraus, dass alles so kommt, wie es kommen sollte und wir Zauberfrauen sind zu einer Einheit zusammen gewachsen. 



Im April entdecken wir einen neuen und kraftvollen Ort , der so voller Geschichte steckt und so viel zu erzählen hat, das ich meine Zauberfrauen dahin später mitnehmen werde. Auch sie sind mächtig beeindruckt. Ich habe diesen Ort im letzten Jahr viele Male besucht. 


Im Mai weihen wir mit den Zauberschwestern den Kräutergarten ein und er wächst und gedeiht prächtig.



Im Juni dann die Offizielle Eröffnung mit vielen netten Gästen aus nah und fern. Ein weiterer Schritt auf meinem Weg, ein weiterer Traum von mir, den ich verwirklichen wollte, irgendwann einmal. Nun hat dieser Traum, einen roten Haken bekommen. 
Das wichtigste; die Wege sind mit Gehhilfe und Rollstuhl befahrbar! Eine Herzenssache für uns! 

Vielleicht wird das Teehaus auch einmal Realität….wer weis. Aber ich bin so dankbar, denn wer hier mitgelesen hat, weis, das es Menschen gibt, die uns immer wieder blockieren wollen.
 Im August besuchte uns das Team von Mare TV ( NRD/ Arte/Phönix). War das eine kleine Aufregung! So nette Leute, ein toller und symphytischer Schotte, dem ich meine Arbeit gar nicht groß Beschreiben musste! 


„Ich bin Schotte, ich kenne Pagans“ war seine Antwort, und wir lachten bei diesen Dreh viel. Einer der stressfreisten Drehs, seit ich 2004 das erste Mal vor der Kamera stand!  Und nochmals danke an unsere Freunde, die so lieb waren und sich bereit erklärten vor die Kamera zu treten. 
Sendetermin: Hmm…im März voraussichtlich! Ihr werdet es erfahren. Versprochen!
Im Juli starteten wir unseren Youtube Kanal neu, reanimierten ihn und arbeiten nun regelmäßig an kleinen Filmchen. Erst wollte ich nicht, aber die Familie und auch einige Freundinnen rieten mir dazu. Und nun macht es richtig Spaß dabei zu sein. 



Ende August, es ist fast schon Tradition, das Witch Camp!

Sehr intensiv, sehr emotional und magisch. Diesmal mit meiner ehemaligen Schülerin und heutigen Santeria Priesterin Antonia. Ein unbeschreibliches Erlebnis für alle.



Und für mich war noch ihre Hochzeit , ein paar Tage vorher, am Dortmund Ems Kanal, ein Erlebnis, eine Santeria Hochzeit, bei der ich als hiesige Priesterin eingeladen wurde. Nicht jeder kann so etwas autentischs miterleben.



Im September, mein Road Trip, mit meinen zwei Töchtern. Nach einem mega Konzert auf Schalke dann , die Nacht auf dem Parkplatz in Gelsenkirchen verbracht, unfreiwillig auf den ADAC wartend. Nur wir drei Frauen. Es war ein wenig beängstigend und sehr kalt. Dafür hatten wir alle zusammen einen großartigen Tag im Ruhrgebiet, den wir dadurch wohl nicht so schnell vergessen werden....



Samhain
und mein Geburtstag hallen noch immer in meinem Blut nach….im Bauch der Mutter, tolle Orte und symbolhafte Begegnungen. Wie Samhain eben ist. Und das mit meinen Clanfrauen und Freunden.



Und dann, etwas ganz in eigener Sache: Mein lang, lang ersehntes Badezimmer wurde fertig! Nach über 8 Monaten....puhhhh! :)
 Das Treffen der Zauberfrauen im Dezember,
 hat uns gezeigt, wie gut wir zusammenpassen. Wir haben uns gefunden, und lassen uns so schnell nicht mehr los. Schon jetzt freue ich mich auf jede von ihnen und mein Herz hüpft vor Freude und Lachen, wenn ich an die letzten Treffen zurück denke…


Das Jahr 2017 war voller guter Kraft und Energie, voller neuer Eindrücke und alter Geister. Es war schön und gut für uns, das hatten wir uns aber auch verdient. 



2018 – trägt den Titel „Veränderung“ in sich, mal sehen, was wir daraus machen. 


2018 – das Jubiläumsjahr, denn seit 20 Jahren verkaufe ich mein Hexenwerk. Im Sommer 1998 stellte ich meine erste Runenkette aus Schiefer und den ersten Mojo her….


auf ein gutes, kreatives und kraftvolles 2018!

Freitag, 12. Januar 2018

Das Orakel der Weberinnen....



In meinem „Hexenverkaufsleben“, habe ich schon viele, nein, etliche Orakel, Zigeuner, Lemond und Tarot Karten in meinen Händen gehabt. Viele Göttinnen Decks, Schamanen Karten und so weiter und so weiter. Ich selbst besitze auch ein Paar, im Laufe der Jahre fast unvermeidbar, wenn man gut beraten möchte, muss man natürlich auch wissen, was man da verkauft und für welchen Kunden evtl. welche Sorte von Kartendecks in Frage kommt…
Ich muss gestehen, ich arbeite eher wenig mit ihnen. Ich liebe die Göttinnen Karten von Luisa Francia, die ziehe ich und lese ihre Botschaft. Meist zu den Jahreskreisfesten in dreier Kombination. Dann lege ich sie auf meinem Altar. Sie haben eine gute Energie und Kraft.


Ab und an lege ich sie als Helfer in meinen Magischen Kreis, entweder alleine oder als Helfer zu anderen Karten, die mich unterschützen mich zu konzentrieren. Mit Tarot Karten habe ich es versucht, sie sind nichts für mich. Das Keltische Orakel der Tiere wende ich seit fast zwanzig Jahren zu den Jahreskreisfesten Beltain und Samhain an. Passt halt gut.

Von großen Legungen nehme ich schon lange Abstand, die sind mir viel zu umständlich. Mit den Jahren habe ich mir mein eigenes Orakel zusammengestellt, aus Muscheln, Steinen, alten Münzen, Figuren, Bernstein, Schlüsseln, vielen gefundenen Dingen, die zu mir sprechen. Das ist das Urtümlichste und Älteste Mittel. Damit arbeite ich. Ab und an nehme ich dann noch meine Zigeuner Karten mit dazu. Ich mag die Einfachheit dieser Karten, schön ist was Anderes dabei. 


Aber zurück zum eigentlichen Thema: 
mein neues Orakel der Künstlerin Carolyn Hillyer.
Dazu muss ich erwähnen, das mir Carolyns Werke, vor allem aber ihre Musik, durch eine Zirkelschwester bekannt wurde. Diese hatte für ihr Buch „Hagazussa“ erschienen damals im Aurun Verlag, unter anderem eben Carolyn fotografiert und Interviewt. Damals lebte sie schon im tiefsten Dartmoor , England und die Fotos von ihr und ihre Musik beeindruckten mich. 

Ihre Göttinnen Chants waren ( und sind es noch) tief und kraftvoll. Ich hatte dann Anfang 2000 das Glück, ein paar ihrer CDs über Amazon zu bekommen. 

Unter anderem „Grandmother Turtle,“ „ Haus der Frauen“ ( sogar mit Deutschem Ritualbuch) und „Songs of the Vergotten People.“ Alle Covers und Inletts waren kunstvoll mit Frauen bemalt. Viele meiner Zauberfrauen kennen sie, da ich ihre CDs immer noch gerne abspiele.  ( Homepage Carolyn Hillyer)



 
Bildquelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/


Ich habe diese Künstlerin nie ganz aus den Augen verloren und war traurig, dass es ihre Cds in Deutschland eine ganze Weile nicht mehr zu kaufen gab. Dann änderte sich aber vor wenigen Jahren ihre Homepage und so sah ich nun auch, dass sie ein Orakel Deck aus ihren Schamaninnen gezaubert hatte. Leider sollte es wiederum ein wenig dauern, bis sie es doch tatsächlich in einer deutschen Übersetzung anbot, das war erst im letzten Jahr. (2017)

Dazu muss ich sagen, das dieses Deck und das dazu gehörige Buch nicht mal eben neben her für mich zu kaufen war, ich habe über 60 Euro dafür bezahlt, und das geht nicht mal eben so. Also habe ich ein bisschen gespart und konnte es mir ende letzten Jahres bestellen. 
Quelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Ich wusste ja schon, dass es gut sein würde, dass es mir gefallen würde. Viele der Bilder dieser Frauen kannte ich ja schon. Und sie erinnerten mich an meine Anfänge mit der Frauen Magie. 



Nach der Freude des erstens Betrachtens der einzelnen Karten, bemerkte ich schnell, das ich hier etwas ganz tiefes und Kraftvolles in meinen Händen hielt. Und mit jeder Zeile, die ich im Vorwort des Buches las, traf es mich tiefer im Herzen und in meiner Seele.

Dieser Frauen wurden lebendig, zu Schwestern, Schützerinnen und Begleiterinnen. Und tatsächlich, als ich das Buch am Abend zur Seite legte, das Licht ausmachte, begleiteten sie mich in meinen Schlaf. Aber das war nicht alles, bei weitem nicht!

Am frühen Morgen nach dem Gang auf die Toilette, kuschelte ich mich wieder in meine Kissen, war noch gar nicht eingeschlafen, da zog mich etwas nach unten. Es war ein warmes und gutes Gefühl, dem ich nachgab. Plötzlich stand ich in einer Höhle. Unter mir war der Boden lebendig, warm, weich und pulsierte wie ein Herzschlag, ganz leicht unter meinen Füßen. Mir gegenüber saß ein riesengroßer Kreis von älteren und Alten Frauen. In ihrer Mitte eine große Feuerstelle. 
 
Quelle: http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Niemand sprach und es war still, nur das knistern des Feuers, was ich jetzt noch im Ohr habe, das war alles. Ich stand nur da und fühlte eine Herzlichkeit, eine wärme, die mich zum Weinen brachte. Tränen voller Dankbarkeit, weil ich hier an diesem Ort sein durfte, während ich mich gleichzeitig auf meinem Kissen weinen fühlen konnte.  ..


http://www.seventhwavemusic.co.uk/

Eine Alte, die genau gegenüber von mir saß, ich stand nur und staunte, machte eine Geste, ich solle mich zu ihnen setzten.  Ich mich hinsetzen!??! In meinem Kopf spielte alles verrückt, ich wusste, ich war in der Realität und nicht in einem Traum, sondern sah, ähnlich einer Trance, ganz klare Szenen vor mir.
Ich sollte mich setzten? Zu ihnen an das Feuer? Ich?? Das habe ich gar nicht verdient, schoss es mir in den Kopf: Warum sollte ich denn? 

Ich habe keine Hexenmutter, stamme nicht aus einer Familie mit nachgewiesenem Schamanischen Wurzeln, nicht mal aus einer Eso oder Hippi Familie…Ich? Warum?!! 


Und schwups…wie an einem Band, aber ganz behutsam, wurde ich von ihnen weggezogen, ganz langsam glitt ich zum Eingang der Höhle und flog hinaus und hinauf. Dabei sah ich, dass die Höhle anscheinend wie ein übergroßer ausgehöhlter Panzer einer Schildkröte glich und ich bereute…wollte wieder zurück an das Feuer und in dieser Vertrautheit. Aber da war mein Geist schon wieder in der hiesigen Welt. 

Ich versuchte nochmals mir das Bild ins Gedächtnis zu rufen, kann es jetzt noch, jede Einzelheit erkenne ich. Aber die Chance war vorbei. Ich muss dazu sagen, das das Ganze vielleicht eine Minute gedauert hat, aber es war so intensiv und klar, das hatte ich bisher sehr, sehr selten. 

Vielleicht waren es die Karten, das Buch, die Energie, die Bilder oder alles zusammen. Ich weiß es nicht. Fest steht, das es zu einer Zeit kommt, wo ich sehr vieles an Erkenntnissen auch über meine Urfamilie, die Slaven, erfahre, über meine Wurzeln und Herkunft. Nichts passiert Zufällig und alles kommt, wenn es kommen soll, also auch das Kartendeck.
 
http://www.seventhwavemusic.co.uk/
Dieses Deck ist mir so persönlich und sympathisch, dass Carolyn ihre Schamaninnen in Clanfrauen einteilt. Das macht es mir sehr nahe, nenne ich seit jeher auch meine Schwestern so. Sie hat es in Stränge aufgeteilt und jede Frau hat ihre eigene Geschichte, ihr Garn, ihren Zopf, ihr Muster. Das Orakel ist in den Weiten der Moore entstanden, in den Ebenen der Winde, der Stürme und des Wassers. Aus diesen Begegnungen stammen diese Bilder der Frauen. Und da ich weiß, wovon sie spricht, ist es mir so nahe.
Ich wohne nicht in Dartmoor, aber schon ziemlich abgelegen und Elementar. 
http://www.seventhwavemusic.co.uk/

Ein Stadtmensch kann zwar verstehen, aber nicht erleben und diese Erfahrungen nur bedingt nachvollziehen, wie es ist, so weit in der Natur zu leben. Davon lebt dieses Orakel auch. Und darauf, sich mit diesen Frauenclans zu verbünden, ihre Schwester zu werden. …


Man wird zur Reisende auf seiner eigenen Suche…..und wen wundert es, das ich genau die Karte der Schamanin als erstes in der Hand hielt, als ich das Deck vorstellte….